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Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[01.01.70 / 00:00] Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[29.12.15 / 21:05] 8 Monate HRT - 77 zu 88,5 cm. Nachdem meine Brüste sich die ersten Monate des Wachstums eher fest angefühlt haben und eigentlich nur aus sich spannender Haut und dem neuen Drüsengewebe bestanden, fühlen sie sich jetzt mittlerweile durch die vermehrte Fetteinlagerung viel weicher und angenehmer an. Eben so wie echte Brüste von Frauen sich anfühlen. Zu etwas anderem ... war ich vor einer Woche noch glücklich, daß ich fast wieder die 60,0 kg auf der Waage erreicht habe, sind es jetzt (nach Weihnachten) schon wieder weit jenseits der 62 kg. Ich muß mehr auf mein Gewicht achten, wegen der Umstellung auf die weiblichen Hormone kann ich nicht mehr bedenkenlos alles in mich hineinfuttern. Ich stehe vor der Wahl: anfangen Sport zu treiben oder es hinnehmen und mich in die Breite gehen zu lassen. Ich wähle letztere Option, ich fand kurvige und mollige Frauen sowieso schon immer viel hübscher. "Akzeptier deine Weiblichkeit!"

[13.12.15 / 23:39] Freitag Abend und ich sitze in einer Bar in der Leipziger Innenstadt. Ich flirte mit einem anderen Gast, dieses Mal ist es ein Libanese. Ich weiß auch nicht, warum gerade Männer aus dem arabischen Kulturraum auf mich stehen, wahrscheinlich sind es meine langen, blonden Haare (und ich werde schon wieder auf meine "Escort-Vergangenheit" angesprochen). Auf seine sexuellen Avancen gehe ich nicht weiter ein, ich warte auf einen Anruf von meinem Freund. Er hat seine Wohnung zurück und ich darf wieder bei ihm übernachten. Gegen halb eins nehme ich ein Taxi zu seiner Wohnung, kurz vor dem Ziel kommt endlich der ersehnte Anruf von ihm und ich bitte den Taxifahrer wieder umzudrehen, um meinen Freund aufzusammeln. Unsere Begegnung im Taxi ist noch etwas zurückhaltend (nur ein kurzer und unaufmerksamer Handkontakt), aber endlich in seiner Wohnung angekommen, fallen alle Hemmungen. Wir haben uns ganze vier Wochen nicht mehr gesehen. Mein Liebster ... ich möchte diese Upside-Down-Stellung aus dem Kamasutra ausprobieren, aber nachdem ich fast kopfüber aus dem Bett zu fallen drohe, zieht er mich an den Beinen zurück und wir kehren zu den normalen, weniger akrobatischen Stellungen zurück.

Sonnabend Vormittag verläßt er mich auch schon wieder sehr früh, er arbeitet dieses Wochenende als Hochzeitsplaner und muß noch eine ganze Hochzeit mit mehreren hundert Gästen organisieren und durchführen. Wäre es eine indische Hochzeit, müßte ich da ungeladen einfach auftauchen, anfangen zu tanzen und Geld verlangen. Stattdessen fahre ich am Nachmittag wieder in die Leipziger Innenstadt, ich will etwas frühstücken und in der Drogerie noch eine Feuchtigkeitscreme für mein Gesicht kaufen. Unterwegs stolpere ich wieder in ein Fachgeschäft für Damenunterwäsche und komme nicht daran vorbei, mir noch einen neuen BH zu kaufen. Es ist einfach so ein großartiges Gefühl, endlich perfekt passende BHs anzuprobieren und nie wieder irgend etwas ausstopfen zu müssen. Ich bin eine richtige Kundin. Am späten Nachmittag geht es weiter auf den Leipziger Weihnachtsmarkt. Viel zu viele Menschen, ich bin kurz vor einer Panikattacke und entfliehe dem Trubel, um Essen zu gehen. Dieses Mal wähle ich ein indisches Restaurant und bestelle das schärfste Menü auf der Karte. Aufgeputscht durch die ganzen Endorphine, wage ich mich nach der scharfen Mahlzeit wieder zurück auf den Weihnachtsmarkt - ich will noch einmal zu diesen Schmuckstand mit den schönen, silbernen Anhängern. Ein kleiner Anhänger mit einem grünen Onyx hat es mir angetan und wechselt den Besitzer (bzw. die Besitzerin).

Es ist bereits nach acht Uhr abends und ich kehre wieder in seine Wohnung zurück, er hat mir wieder seinen Schlüssel überlassen. Ich weiß noch nicht, wann mein Geliebter von der Hochzeit zurückkehrt, überlege, ob ich noch alleine ausgehe, fühle mich aber zu müde und schlafe in seinem Bett ein. Ich wußte bereits vorher, daß er nur so ein kleines Deckchen für sich selbst hat und sich damit immer einrollt - daher habe ich für dieses Wochenende bei ihm meine eigene Decke mitgebracht, pakistanischer Schneeleopard. Es ist halb fünf, als ich durch den Krach und laute arabische Musik aus der verqualmten Küche aufgeweckt werde, mein Freund ist wieder zurück und er ist nicht allein. Ich geselle mich zu ihm und lerne auch seinen aktuellen Mitbewohner kennen, dem er eines seiner zwei Zimmer zur Verfügung gestellt hat. Wieder ein junger, syrischer Flüchtling, er gehört zur Familie. Nicht allzuviel später, schlafe ich mit meinem Liebsten auf der ausgezogenen Couch in seinem Zimmer wieder ein. Er ist wirklich sehr müde und schläft über zehn Stunden, Zeit genug für mich am Sonntag Mittag, ihn beim Schlafen zu beobachten und mich immer tiefer in ihn zu verlieben. Gegen Sonntag Nachmittag wacht er auf und mir fällt es schwer, mich wieder von ihm zu verabschieden. Wir sehen uns bald wieder. Die Sonne ist schon seit ein oder zwei Stunden untergegangen, Zeit für ein Tankstellen-Frühstück mit Kaffee. Soundtrack für diesen Dezemberabend auf der Autobahn ist das Best Of Album von Echo & The Bunnymen.

[09.12.15 / 22:37] Das wollte ich schon immer mal tun ... neue Identität und neue Ausweispapiere sind ja bereits in Arbeit, fehlen nur noch die RAF-typischen Depots zum Untertauchen.

[28.11.15 / 20:27] 7 Monate HRT - es bleibt bei den 77 zu 88 cm. Es wirkt fast so, als wären die Brüste jetzt ausgewachsen. Taille und Hüfte haben etwas zugenommen, mehr weiblicher und rundlicher. Mein Gewicht bekomme ich nicht mehr unter 60 kg - der kleine Nachteil bei weiblichen Hormonen. Auch das Gesicht ist etwas femininer geworden, ich werde jetzt immer häufiger als Frau erkannt und angesprochen (sogar in meiner Rocker-Motorradkluft!), was ich gar nicht erwartet hätte. Nur die lästige Körperbehaarung bleibt, von Kopf bis Fuß (ist aber etwas feiner und heller geworden, fällt fast schon nicht mehr auf).

Endlich ist der Moment gekommen, wo alle meine alten Männersachen radikal aus dem Kleiderschrank rausfliegen. Ein riesiger Berg an Klamotten, die ich schon lange nicht mehr angezogen habe und auch nie wieder anziehen werde - meine schwarzen Designer-Abendkleider brauchen einfach mehr Platz! Übrig bleiben nur noch alle meine schwarzen Band-T-Shirts, meine olivgrünen Armee-T-Shirts (die ich nie hergeben werde) und nur noch zwei "konservative" Pullover für familiäre Anlässe.

[15.11.15 / 18:57] Mein zweiter Lebensmittelpunkt: Leipzig. Ursprünglich wollten mein Geliebter und ich den Freitag Abend zusammen in den Swingerclub, aber er muß kurzfristig doch wieder länger arbeiten. So gehe ich schon vorher alleine in diesen Club. Für die Veranstaltung an diesem Abend wurden speziell transsexuelle Frauen und ihre Verehrer eingeladen. Ich finde sehr schnell Kontakt zu den anderen Gästen, die darauffolgende Entwicklung nimmt schon sehr orgiastische Züge an. Nie zuvor wurde mein Körper von so vielen Händen berührt, nie zuvor gingen so viele Lippen über meine. Ein Mann begehrt mich besonders - es stellt sich heraus, er ist Marokkaner (schon wieder ein Araber). Ich spiele mit dem Gedanken, eine Dreiecksbeziehung aufzubauen. Leider ist er zu gut bestückt und der Sex mit ihm tut nicht nur mir sondern auch ihm weh. Mein Freund stößt gegen Mitternacht hinzu in diese illustre Gesellschaft und mir wird sofort bewußt, ich liebe nur ihn. Alles andere ist nur Sex mit vielen anderen, flüchtigen Bekanntschaften die Nacht. Ich werde sogar gefragt, was ich den sonst mache, wenn ich nicht gerade arbeiten muß - sie halten mich für eine Prostituierte?

Nach drei Uhr verlassen mein Freund und ich wieder den Club und kehren in mein Stammhotel zurück. Ich werde dort schon nicht mehr nach meinem Namen gefragt, die kennen mich schon an der Rezeption. Ich nutze den ganzen Sonnabend Vormittag in dem Hotelzimmer um mit meinem Liebsten im Bett zu kuscheln, bevor er mich am frühen Nachmittag wieder verläßt - zu dem Zeitpunkt weiß ich noch nicht, daß es der letzte gemeinsame Moment an diesem Wochenende ist. Ich fahre wieder alleine in die Leipziger Innenstadt und schweife ohne Ziel bei hereinbrechender Dunkelheit durch die Einkaufsgeschäfte. Ein schwarzer Hut ist es diesmal, für das ich mein Geld hingebe. Ein leichter, schwarzer Filzhut mit sehr breiter Krempe, genauso einen wie ihn die Hauptdarstellerin in dem japanischen Exploitationfilm "Sasori" aus den 70ern trägt. Für das Abendessen wähle ich die japanische Küche.
Eigentlich bin ich in Leipzig an diesem Sonnabend Abend um ein paar Livebands zu sehen, das tue ich auch ... wie die vielen Nächte zuvor, allein. Zurück im Hotel, erreicht mich um drei Uhr nachts seine SMS, daß er nicht zu mir kommt. Ich schlafe wieder alleine ... ich fühle mich häßlich, ich werde ihn nie halten können. Bitte liebe mich, nicht nur meinen Körper!

[13.11.15 / 14:59] Es kommt wieder etwas Bewegung in meine Personenstandssache. Für das zweite, noch fehlende Gutachten für die Vornamensänderung wird anstelle des Gutachters aus Lüneburg eine zweite Gutachterin aus Halle damit beauftragt. Halle liegt auch viel näher an Leipzig als Lüneburg.

[28.10.15 / 19:28] 6 Monate HRT - meinem Freund fällt es jedesmal auf, daß meine Brüste größer werden. 77 zu 88 cm - (fast) ein kleines A-Körbchen (jedenfalls wenn ich den Brustumfang auf 75 cm herunterrechne).

[25.10.15 / 18:45] Freitag Abend und ich bin wieder alleine zu einem Konzert in Leipzig unterwegs. Das er wieder bis sehr spät in die Nacht arbeiten muß, hat er mir zwar über eine SMS mitgeteilt, aber daß es so spät wird, habe ich nicht geahnt. Kurz vor 4 Uhr morgens kommt seine zweite SMS - ich bin schon längst wieder im Hotel zurück und habe schon alle meine Hoffnungen aufgegeben, als er um 4 Uhr an die Zimmertür klopft. Ich bin müde, er ist müde - aber ich bin so glücklich, meinen Geliebten wiederzusehen. Der darauffolgende Sex ist auch sehr sanft. Einige Stunden später, gegen 14 Uhr, muß er auch schon wieder zurück zur Arbeit (ich habe wieder eine späte Abreise gebucht, damit er wenigstens noch etwas ausschlafen kann) und wir trennen uns wieder für eine unbestimmte Zeit.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den Sonnabend schon nach Hause fahre, oder ob ich wieder bis 4 Uhr morgens auf ihn warte. Ich fahre erstmal alleine in die Leipziger Innenstadt, für einen Frühstücks-Cappuccino. Schon von weitem sehe ich am Platz vor dem Leipziger Hauptbahnhof die schwarz-roten Flaggen der Antifa. Eine Pro-Asyl-Demo? Da mache ich mit! Mein syrischer Freund ist zwar kein Flüchtling, aber seine Familienangehörigen, die seit diesen Sommer in seiner Wohnung leben (und weswegen ich nicht mehr mit in seine Wohnung kann), die sind es. Er ist so glücklich, seine Familie wieder bei sich zu haben (in Sicherheit, nicht in Syrien) - seine einzigen Verwandten die er noch hat. Meine persönlichen Gründe für meine Teilnahme an dieser Pro-Asyl-Demo.

Gegen Nachmittag setze ich mich wieder von der Demo ab und laufe zurück in die Leipziger Innenstadt, ich will noch einmal in dieses Schuhgeschäft, mit einer großen Auswahl an großen Größen. Vor einigen Wochen habe ich dort diese schönen, schwarzen Pumps gesehen - und sie gehen mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Dieses Mal kaufe ich das Paar, auch wenn ich weiß, daß ich wohl niemals in eine Situation geraten werde, in der ich diese schönen Schuhe (mit noch moderaten, hohen Absätzen) tragen kann. Egal, gekauft. Abendessen gibt es wieder beim Italiener (den mit meinem Lieblingseis).
Es wird bereits dunkel und ich habe keine Lust, jetzt noch zwei Stunden auf der Autobahn zu verbringen. Über das mobile Internet checke ich alle Übernachtungsmöglichkeiten - in dem Hotel der vergangenen Nacht (gleich um die Ecke von meinem Freund) ist noch ein Zimmer frei. Gebucht, eingecheckt, und wieder vor dem großen Spiegel im Hotelzimmer für die nächste Nacht in Leipzig den Kajalstrich nachgezogen. Den Sonnabend Abend fahre ich zu einem alternativen Club nahe der Innenstadt, in dem ein Benefiz-Punkkonzert für die Flüchtlinge stattfindet. Gerne spende ich dafür noch ein paar Euro.
Zurück zum Hotel - auch diese Nacht wieder kurz vor 4 Uhr morgens kommt seine SMS, er möchte mich schlafen lassen und schläft für ein paar Stunden nach der Arbeit in seiner Wohnung. Ein merkwürdiges Gefühl gegen Morgen alleine in dem großen Doppelbett aufzuwachen und die andere Betthälfte neben mir ist leer. Aber er ist so lieb und kommt um 8 Uhr noch für zwei Stunden zu mir vorbei und wir kuscheln noch etwas in dem großen Bett. Ich bin glücklich für jeden Moment, den wir zusammen verbringen können. Wir trennen uns wieder nach dem Check-out im Hotel gegen 11 Uhr am Sonntag Morgen und ich erfahre endlich von ihm, wieso er das letzte Wochenende so schlecht drauf war - er wurde den Abend von ein paar Deutschen dumm angemacht. Hoffentlich sehe ich ihn bald (und unbeschadet) wieder.

[18.10.15 / 22:02] Ich habe ihn seit vier Wochen nicht mehr gesehen. Voller Sehnsucht nach ihm stehe ich am Eingang eines Clubs in Leipzig-Plagwitz auf der Straße in der Kälte und warte auf ihn, als wir uns gegen 1 Uhr nachts endlich wiedersehen. Das Wiedertreffen beginnt stürmisch und voller Leidenschaft ... leider kippt die Stimmung nur anderthalb Stunden später. Ich habe das Gefühl, irgend etwas belastet ihn und er wirkt aggressiver als sonst. Er fängt wieder an zu trinken und versucht in dem Club, diverse Frauen für einen "Dreier" mit uns rumzukriegen. Ich möchte nicht, daß er nach den ganzen Absagen der Frauen enttäuscht ist und noch mehr trinkt und versuche ihn daher gegen 2:30 irgendwie aus den Club zu bekommen und zu überreden, mit mir ins Hotel zu fahren. Das ist der Moment, wo sich seine Aggression gegen mich richtet und er wütend auf mich wird ("Dann geh doch alleine! Go!"). Zutiefst bestürzt drehe ich mich um und verlasse den Club. Er folgt mir nach und wir einigen uns darauf, daß das mit den Frauen und dem "Dreier" wegen mir nicht geklappt hat. Ein Bier nimmt er auf die Rückfahrt zum Hotel noch mit.
Ich mag es nicht, wenn er zu sehr angetrunken mit mir noch Sex hat. Er wird ungeduldig und seine Handlungen werden immer grober. Die tief-dunkelroten Hämatome auf meiner linken Brust in der exakten Paßform einer zupackenden Hand, tuen immer noch weh. Er ist unersättlich und läßt nicht ab von mir bis 5 Uhr morgens. Auch die weiteren Stunden am frühen Sonntag Morgen dringt er immer wieder in mir ein, mit Kondom oder ohne Kondom, das ist jetzt nicht mehr wichtig und vollkommen egal.

Gegen 10 Uhr vormittags ziehe ich mich kurz an und versuche an der Hotelrezeption gegen Aufpreis, einen späteren Check-out Termin auszuhandeln - damit mir wenigstens noch ein, zwei Stunden Erholung bleiben, während er neben mir in dem Doppelbett schläft. Er wacht gegen Mittag auf und ist wieder der liebevolle Mann, den ich vermißt habe. Ich zeige ihm die Stellen, die mir durch die letzte Nacht wehtun und er küßt sie zärtlich - das nehme ich als Entschuldigung an. Wir verlassen das Hotel wieder gegen 14 Uhr, essen noch etwas gemeinsam, und trennen uns wieder bis zum nächsten Wochenende.

Warum gehören bei uns Sex und Schmerzen zusammen?

[13.10.15 / 22:11] ...Alles wieder ganz anders. Meine Furcht vor einem erhöhten Testosteronwert war unbegründet - es ist der Estradiolwert, welcher förmlich explodiert ist. Mir liegt jetzt der neue Befund vor: 0.23 µg/l Testosteron und 355.2 ng/l Estradiol - also wesentlich mehr Östrogene als Testosteron in meinem Körper. Das würde auch meine emotionalen Ausbrüche in letzter Zeit erklären, ich mußte doch einige Male sehr schnell weinen (ich stand ja auch "kurz vor dem Eisprung"). Ab jetzt wieder nur drei Hub Estradiol-Gel jeden Abend.
Mit dem Gefühl der Erleichterung über den niedrigen Testosteronwert (und ohne Sorge über den viel zu hohen Estradiolwert) verlasse ich die Frauenarztpraxis und komme in der Innenstadt wieder an meinem Lieblingsbekleidungsgeschäft für BHs und Damenunterwäsche vorbei, ich will mich jetzt endlich mal professionell beraten und ausmessen lassen. Die Verkäuferin ist sehr nett und nimmt sich für mich Zeit - ich probiere einige BHs an. Auch wenn überall dieselbe Größe draufsteht (75A) sind sie doch sehr unterschiedlich geschnitten und fallen anders aus. Ich kaufe einen bequem passenden und nicht zu eng sitzenden Push-Up-BH in der Größe 75A, in welchen meine Brüste das Körbchen komplett ausfüllen - ohne einen abstehenden Rand. Nach 5 1/2 Monaten HRT habe ich endlich mein A-Körbchen erreicht ... und sollte es noch weiter wachsen, kann ich immer noch auf meine Phalanx an 80A-BHs zurückgreifen.

Nachtrag: Es gibt da noch einen einen anderen Grund für so hohe Estradiolwerte ... und seit kurzem ist da diese mysteriöse, schmale und dunkel pigmentierte Linie zwischen meinem Schamhaar und meinem Bauchnabel, die "Linea fusca" bzw. "nigra" - oh mein Gott, ich bin schwanger!

[30.09.15 / 19:52] 5 Monate HRT - es bleibt bei der 77AA. Testweise trage ich schon mal einen von meinen BHs, aber die 80A wirkt vollkommen überdimensioniert für meine kleinen Brüste. 75 ist mir zu eng und eine 80AA habe ich noch nie in einem (Unter)-Wäschegeschäft gesehen.
Leider liegen mir die Laborwerte der letzten Messung des Hormonspiegels vor einer Woche bei meiner Frauenärztin noch nicht vor, daher kann ich nur hoffen, daß mein Testosteronwert nicht übermäßig "explodiert" ist (fast wieder volle Körperbehaarung). Ich hatte da in letzter Zeit ein eher ungutes Gefühl...

[20.09.15 / 17:34] Zwei Wochenenden später - ein anderes Hotel in Leipzig. Ich war vorher noch alleine auf einem Konzert den Freitag Abend, bevor wir uns gegen 2 Uhr nachts vor dem Hotel treffen, in dem ich für zwei Nächte eingecheckt habe. Ich liebe seine neue Kurzhaarfrisur und kann gar nicht mehr meine Finger von ihm lassen, so sehr habe ich ihn vermißt.
Nach nur wenigen Stunden Schlaf zusammen für ihn und mich in dem großen Doppelbett, verläßt er mich schon wieder gegen 8 Uhr morgens kurz nach Sonnenaufgang ... und er gibt mir keinen Abschiedskuß (denn er möchte mich nicht aufwecken - dabei bin ich schon längst wach und habe extra darauf gewartet). Auch den Sonnabend bin ich wieder alleine in Leipzig unterwegs und vertreibe mir die vielen Stunden Wartezeit bis er seine Arbeit beendet hat, mit Einkaufen. Eine Silberkette in einem Juweliergeschäft ist es diesmal, was meine Aufmerksamkeit erregt ... fehlt nur noch ein passender Art-déco-Anhänger mit einem grünen Stein (kein Spontankauf, diese Idee verfolge ich schon länger).

Meine Gedanken kreisen nur noch um ihn, als ich gegen Abend in das Hotel zurückkehre ... sollte er nicht schon längst zurück sein? Er hat versprochen, den Abend zurückzukommen. Hat er doch das Interesse an mir verloren? Kritisch betrachte ich mich in dem großen Ankleidespiegel: "Das ist nur eine Frage der Zeit bis er mich verläßt." "Was findet er nur an mir? Die dünnen Haare, die zerstochenen Junkie-Arme, ich sehe furchtbar aus!" Ich bin den Tränen nahe, als es kurz nach Mitternacht an der Hotelzimmertür klopft. Er ist es! Er ist doch gekommen. Aufgeladen von diesen ganzen Emotionen, haben wir danach den wahrscheinlich intensivsten Sex meines ganzen bisherigen Lebens. Den Orgasmus erreiche ich in einem Zustand völliger Erschöpfung und totaler Ekstase. Ich bleibe noch minutenlang auf diesem hohen Level auf dem Bett liegen, während er schon längst wieder im Badezimmer verschwunden ist. Ich versuche auch aufzustehen, kann mich aber kaum auf den Beinen halten.
Mein ganzes Leben lang stand ich unter dem Testosteroneinfluß, habe alles strikt abgelehnt, was nur irgendwie mit Sex zu tun hatte. Ich war der festen Überzeugung, streng asexuell zu sein - bis ich mit der Hormontherapie begonnen habe und endlich diese verhaßte männliche Sexualität aus meinem Körper vertreiben konnte. Ich hatte ja keine Ahnung, wie wunderschön Sex sein kann! Erst jetzt, unter den weiblichen Hormoneinfluß, kann ich das ganze genießen, spüren, fühlen ... meinen Körper akzeptieren, meine Brüste berühren, nie wieder Angst vor einer Erektion haben - mich einfach in den weiblichen Orgasmus fallen lassen.
Stunden später, zittere ich immer noch am ganzen Körper, in Erinnerung an diese wahnsinnig schöne Nacht mit ihm. Er verläßt mich auch diesen Sonntag Morgen wieder sehr früh, aber dieses Mal bin ich hellwach und weiche (nackt) keinen Schritt von seiner Seite, als er sich wieder anzieht, um einen Abschiedskuß zu erzwingen. Sehnsuchtsvoll blicke ich ihm noch nach, als er die Hotelzimmertür wieder hinter sich schließt.

[06.09.15 / 17:23] Wir schlafen uns durch die Hotels von Leipzig, diesmal bin ich dran, eins auszusuchen (und zu bezahlen) - mein 4-Sterne-Favorit in Leipzig-Leutzsch, harmonisch an einem grünen Park gelegen. Gegen späten Abend hole ich ihn mit meinem Auto dort ab, wo er kurz vorher von Arbeitskollegen abgesetzt wurde. Wir essen noch etwas in der Leipziger Innenstadt, bevor wir nach Mitternacht zu meinem Hotel fahren - ein First-Class-Zimmer mit großen Queen Size Bett. Ich möchte nicht allzusehr ins Detail gehen, aber er schafft es, daß ich untenherum noch "feucht" werde. Das funktioniert also noch, nach den vielen Monaten auf CPA-Medikation. Ich hoffe diese Fähigkeit nach einer geschlechtsangleichenden Operation behalten zu können.
Gegen halb Neun am Sonntag Morgen verläßt er mich schon wieder, um zu seiner Arbeit zu fahren. Ich bin wach und schaue ihn mit großen fragenden Augen an, was er da macht, warum er sich anzieht. Ich kann ihm noch einen Abschiedskuß geben, bevor er mich alleine, in dem großen Bett liegend, zurückläßt. "See you next weekend ... or in two weekends."

Viele Stunden zuvor, am Sonnabend Nachmittag, habe ich schon im Hotel eingecheckt, um einige Stunden in Leipzig einkaufen zu gehen. Im teuersten Kaufhaus der Innenstadt kaufe ich mir endlich einen kurzen schwarzen Wollmantel von "Ralph Lauren" (das nicht ganz so verschwenderisch teure "Denim"-Label). Seit ich so einen Mantel vor einigen Jahren beim Umsteigen am Wolfsburger Bahnhof in dem dort ansässigen Outlet Store gesehen habe, suche ich alle Edel-Boutiquen von Tokio nach Rom zielgerichtet nach diesen schwarzen Mantel ab. In Leipzig wurde ich endlich fündig. Mein dritter schwarzer Mantel. Die Länge nimmt über die Jahre entgegengesetzt proportional zum Preis ab, von knöchellang auf knielang zu hüftlang, von gebraucht günstig auf Normalpreis zu Markenware im unteren dreistelligen Preissegment. Aber mein Freund findet es schade, daß ich immer nur schwarze Sachen kaufe und trage.

[02.09.15 / 21:23] 4 Monate bzw. 18 Wochen HRT - 77 zu 87,5 cm? Das Doppel-A nimmt jedenfalls Form an. Manchmal wünschte ich mir, die anderen Menschen würden etwas mehr subtiler auf meine Brüste starren - und mich aufgrund meiner sehr tiefen Stimme nicht dann doch als "Herr" anreden. Ich kann ihre Irritation verstehen.
Die viel mehr neuen Emotionen unter den Östrogenen machen mir etwas zu schaffen. Es schwankt im Tagesverlauf ... manchmal könnte ich ohne Grund einfach nur weinen. Ich habe Angst, Angst vor einem depressiven Rückfall und Angst davor, daß mein Bartschatten im Gesicht wieder zurück kommt (ich will mindestens ein Jahr durchhalten, bis zur nächsten teuren IPL-Nachbehandlung). Dabei müßte ich doch eigentlich glücklich sein, glücklich über meinen neuen Körper, glücklich über meine Beziehung zu meinem Freund.
Stichwort Sex, nach fast einem Jahr auf Testosteronblocker ist dort unten wirklich alles tot. Durch die weiblichen Hormone habe ich aber eine neue weibliche Sexualität entwickelt und bin zum Glück nicht auf dieses "Teil" angewiesen.
Ach ja ... die Kopie des ersten Gutachtens für die Namens- und Personenstandsänderung ist mittlerweile auch mit der Post bei mir angekommen - ich bin natürlich transsexuell (was denn auch sonst).

[22.08.15 / 18:40] Eine weitere Nacht mit meinem Geliebten in Leipzig. Die paar Drinks am Abend in der Bar in der Leipziger Innenstadt dienen nur zur Verkürzung der Wartezeit, bis wir uns wieder ein Hotelzimmer genommen haben und über uns herfallen können. Mein Lieblingsmoment: neben ihm zu liegen und ihm beim Aufwachen am Morgen danach zuzusehen. Ich habe mich restlos in ihn verliebt ... seine gebräunte Haut (sein syrischer Teint), seine kurzen dunklen schwarzen Haare, seine ebenso dunklen Augen, sein mal mehr, mal weniger langer 3- bis 5-Tage-Bart. Wir trinken noch einen Kaffee zusammen, bevor ich ihn wieder mit meinem Auto gegen Mittag zu seiner Arbeit fahre (er kellnert das ganze Wochenende). Das wird einmal richtig weh tun, wenn wir uns trennen. Ich vermisse ihn schon jetzt.

[18.08.15 / 19:42] Nein, es sind doch 77 zu 87 cm - ein kleines Doppel-A. Zu etwas vollkommen Anderem, in letzter Zeit nehme ich häufiger "Dinge mit meinem Auto mit", so auch dieses Mal. Ich bleibe mit meinem Auto unter einem lauten Krachen (der Türgriff rechts) irgendwo im Parkhaus hängen. Anstatt in Tränen auszubrechen und um mein schönes Auto zu weinen, steige ich aus und trete unter einem emotionalen Ausbruch mit meinen Doc Martens mehrmals auf diese Scheiß Aluminiumstange ein, die mir im Weg war. Das bin ich also unter Hormoneinfluß - eine Östrogen-Amazone! 16 Wochen HRT.

[11.08.15 / 23:07] 15 Wochen HRT - 77 zu 87 cm? Das wäre ja schon fast eine Doppel-A, sehr wahrscheinlich ein Meßfehler und 77 zu 86 ist die momentan erreichte Größe. Ich bin mir nicht sicher, ob sich der Brustwarzenvorhof nicht auch vergrößert. Wenn doch, dann nur sehr langsam und ohne das ich etwas mitbekomme. Mir fällt nur immer wieder eine dunkle Schattierung am Übergang der Brustwarzen zur normalen Haut auf. Auf jeden Fall - meine Brüste wachsen (ein wunderschönes Gefühl).

[09.08.15 / 23:09] Ein weiteres Wochenende in Leipzig. Für den Swingerclub bin ich nicht in richtiger Stimmung und muß ihn leider wieder enttäuschen. Mit gedrückter Stimmung fahren wir zu dem Hotel, in dem er wieder ein Zimmer für uns reserviert hat. Unglücklicherweise ist diese Online-Reservierung nie am Check-In Automaten angekommen und der Eintritt zum Hotel wird uns um 3 Uhr nachts verweigert. Wir verbringen noch vier Stunden in meinem Auto auf dem Hotelparkplatz bis die Rezeption am frühen Morgen geöffnet hat - und wir haben wieder Sex in meinem Auto, es hebt die Stimmung. Kurz nach um 7 können wir das Zimmer betreten und verbringen noch viele intime Stunden zusammen in dem Hotelbett. Sex und Schlafphasen wechseln sich einander ab. Ich kann nicht mehr mitzählen, wie oft wir überhaupt Sex haben. Über all den körperlich nahen Momenten schwebt ein Hauch von Chanel, das Parfüm habe ich den Abend zuvor auf die Rückseite meines Halses und den Haaransatz aufgetragen. Ich liebe diesen Geruch und hoffe, er verliebt sich auch darin und mich.
Gegen Abend verlassen wir das Hotel und fahren in die Leipziger Innenstadt etwas essen ... italienisch. Kurze Zeit später kommen wir an diesem heißen Sommerabend auch an meinem Lieblings-italienischen-Eisstand vorbei, ich kaufe mir ein Eis ... aber er möchte keins. Ich sehe all die jungen Paare, die händchenhaltend durch die Innenstadt laufen - so gerne würde ich auch das mit ihm tun, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals über den Status einer Sex-Geliebten hinaus komme. Wir trennen uns wieder am Leipziger Bahnhof.

[07.08.15 / 23:45] Erster Gutachtertermin für die Namens- und Personenstandsänderung in Berlin am frühen Nachmittag. Zuerst 30 Minuten im Wartezimmer Fragebögen ausfüllen (Anamnese), danach das Gespräch, welches ungefähr nur eine Stunde geht. Die Gutachterin ist auch Ärztin für Psychiatrie und Neurologie, daher ist das Erste über das wir sprechen, meine andere neurologische Erkrankung. Auf eine körperliche Untersuchung, wie ich sie sonst bei den Neurologen immer machen muß, wird verzichtet. Das Gespräch hat wirklich einen sehr netten Rahmen, ich erzähle erst ein wenig über meine Kindheit und die ersten Anzeichen der Transsexualität, über den inneren Konflikt (weibliches Bewußtsein vs. männliches, vorbestimmtes Leben), danach den weiteren Lebenslauf bis zu meiner Reise nach Kalifornien - und natürlich erwähne ich auch meinen aktuellen Freund. Sehr schnell ist die Stunde vorbei und ich kann mit der U-Bahn und dem Regionalzug wieder nach Hause fahren. Eine Kopie des fertigen Gutachtens (ich hoffe positiv) wird mir innerhalb ein oder zwei Wochen zugeschickt. Neue Information für mich: ich kann das Gutachten auch für die geschlechtsangleichende Operation verwenden. Outfit für diesen (heißen) Sommernachmittag: eine schwarze Jeans, ein schwarzes Tanktop, das grüne Häkeltop (nur bis Mittag), meine überdimensionalen "Ralph Lauren Sunglasses" und meine neuen schwedischen Ballerinas, die ich schon seit Tagen sehr schmerzhaft mit Ballerinasöckchen einlaufe.

[28.07.15 / 22:19] 3 Monate HRT - und es wächst doch. Der Brustumfang liegt jetzt bei 77 zu 85,5 cm (aber ansonsten spüre ich keine weitere Veränderung).

[26.07.15 / 18:51] Alles ganz anders - er war letztes Wochenende doch nicht ohne mich in einem Swingerclub. Wo genau er war und warum er mir nicht geantwortet hat, ich frage nicht weiter nach. Diesen Freitag Abend gehen wir zusammen in den Swingerclub. Die Gelegenheit endlich mein neues, schwarzes One-Shoulder Kleid zu tragen - und ganz viel Chanel. Wir sind jetzt Swinger. In solchen Clubs trifft man immer wieder auf wirklich sehr nette, offene und herzliche Menschen (und kommt sich vielleicht auch etwas näher). Nur eines wird mich noch etwas weiter beschäftigen, nachdem ich mit meinem Freund Sex hatte, bekomme ich mit, daß er gar kein Kondom benutzt hat und in mir gekommen ist! Damit fällt auch das letzte Tabu (und dabei war ich immer so vorsichtig). Ich sollte bei meinem nächsten Termin bei meiner Frauenärztin mal nach einem Test fragen.
Weiter den Sonnabend Morgen in den nächsten Club, einer Disco mit Open Air Floor in Leipzig-Plagwitz (mittlerweile habe ich mich umgezogen und trage mein anderes neues, grünes Häkeltop). Gegen sechs Uhr morgens wird es mir dann doch etwas zuviel und ich ziehe mich in mein Auto zurück, um etwas auf der Rücksitzbank zu schlafen. Einige Zeit später kommt auch mein Freund dazu und wir entschließen uns, zu einem Parkplatz am Markkleeberger See zu fahren, um dort im Auto zu schlafen. Anscheinend hat er für diese Nacht auch keine Schlafmöglichkeit in Leipzig. Am See angekommen, erfüllt sich endlich ein lange gehegter Wunsch von mir - wir haben Sex auf der Rücksitzbank in meinem Auto, das wollte ich schon immer mal tun.
Einige Stunden und etwas Schlaf später, wird es uns doch etwas zu heiß in meinem Auto und wir fühlen uns wie zwei Hunde, die an einem warmen Sommertag alleine im Auto zurückgelassen wurden. Nachdem ich ihm und mir zwei Flaschen Wasser an einer Imbißbude am See gekauft habe, fahren wir gegen 14 Uhr zu einem Hotel im Norden von Leipzig, in dem er ein Zimmer für uns reserviert hat. Endlich ein Bett und eine Dusche!

Ein paar Stunden und viel mehr Schlaf später, als die Sonne bereits untergegangen ist (wir sind Vampire), geht es weiter für die Nacht von Sonnabend auf Sonntag in den nächsten Club in Leipzig. Aber gegen drei Uhr nachts hilft auch kein Club-Mate oder Espresso mehr, ich bin wieder todmüde. Es entgeht ihm nicht und wir fahren auf seinen Wunsch zurück ins Hotel. Trotz meiner Müdigkeit, tue ich mein Bestes und wir haben wieder, wie schon das ganze Wochenende, einige intime Momente zusammen. Die Zeit, die wir miteinander verbringen können, ist einfach viel zu kurz.
Gegen Sonntag Mittag, nach dem Hotel-Checkout, setze ich ihn mit meinem Auto am Leipziger Hauptbahnhof ab. Mein Vorschlag, noch zusammen frühstücken zu gehen, lehnt er ab. Es zerreißt mir das Herz, mich wieder von ihm trennen zu müssen. Ich umarme ihn noch ganz fest, lasse ihn dann aber doch wieder gehen. Mir bleibt nur meine Lieblingserinnerung an ihn, wie ich am Morgen danach neben ihm im Bett aufwache, ihn minutenlang beobachte, mich ganz langsam an ihn herankuschele bis er aufwacht und ich dann in seinen Armen liegen kann.

[19.07.15 / 15:12] Eine weitere Nacht in Leipzig ... ich bin wieder alleine unterwegs und warte die ganze Nacht auf eine Nachricht von ihm. Um 3:21 kommt seine SMS, wir könnten uns ja nächstes Wochenende wieder treffen. Wüßte ich nicht, daß er den Abend es lieber vorzieht, in einen Swingerclub zu gehen und seinen Sextrieb auszuleben, als mich zu treffen, wäre das vielleicht etwas weniger dramatisch. Aber das er meinen Telefonanruf kurz nach seiner SMS abblockt, bricht mir das Herz. Wir werden uns ganz sicher nicht das nächste Wochenende treffen. Ich bin wieder kurz davor über eine SMS mit ihm Schluß zumachen, lösche die Zeilen aber wieder und halte meine Tränen zurück, schon die ganze Nacht seit der Autobahnfahrt.

Nachtrag einige Tage später: "Du fährst ja doch wieder zu ihm." Ich kann seinen südländischen und orientalischen Charme einfach nicht widerstehen...

[14.07.15 / 23:33] 11 Wochen HRT - am Brustumfang (77 zu 85) hat sich weiter nichts geändert, die beiden Brüste wachsen eher in die Breite und nehmen an Volumen zu.
Ein doch etwas negativer, weiterer Effekt unter dem Estradiol (dem "weiblichen Testosteron"): Körperbereiche, die monatelang unter den Testosteronblockern haarfrei waren, wachsen jetzt mit neuen Haaren wieder zu - das habe ich so nicht erwartet. Wieder stundenlang den Körper rasieren. Immerhin das Gewicht geht wieder etwas zurück.

[12.07.15 / 15:51] Alleine in Leipzig unterwegs. Alleine in der Nachmittagssonne ein Eis essen, alleine eine viel zu teure Sonnenbrille kaufen, alleine eine Pizza essen, alleine Abends weggehen und ein paar Konzerte sehen. Liebend gern hätte ich das alles mit meinem Freund unternommen - aber er ist nicht für mich da.
Kurz nach halb Eins Nachts kommt eine SMS mit einer Wohnungsadresse, bei der wir uns für Sex treffen können. Ich bin kurz davor ihm eine Szene zu machen, daß er mich nicht wie eine Prostituierte behandeln kann - doch in dem Moment in dem ich ihn wiedersehe, sind alle Gedanken wieder verflogen und er kann die Nacht alles mit mir machen. Ich bin seine Geliebte.

[05.07.15 / 18:55] Zurück aus Berlin - ein Clubkonzert bei über 37 Grad. Mein neues schwarzes Top in Netz-Optik (nur im Schulterbereich), war genau die richtige Wahl dafür - und ich konnte mal wieder meine Stilettos tragen.
Eine neue Erfahrung: bisher habe ich zum Wochenende zum Ausgehen immer einen BH getragen, um eine kleine Größe vorzutäuschen - das habe ich jetzt nicht mehr nötig. Ich kann den BH weglassen, meine kleinen "Minis", mein "Tripel-A-Körbchen", sind auch so zu sehen.

[26.06.15 / 23:42] Endlich habe ich die Laborwerte von vor 4 Wochen. Der Estradiolwert liegt bereits im guten, weiblichen Mittelfeld (102,5 ng/l) und das schon bei 3 Hub täglich. Die 4 Hub, die ich danach angefangen habe aufzutragen, sind vielleicht schon etwas überdosiert. Der Testosteronwert ist kaum noch meßbar (0,30 µg/l) und liegt weit unter dem Referenzwert für Männer, dafür im Normalbereich für Frauen.
Meine Idee, monatliche Schwankungen in die Estradiol-Substitution einzubauen, wird von meiner Frauenärztin eher skeptisch abgelehnt. Mein Körper ist nicht dafür geschaffen, monatlich hormonelle Schwankungen auszuhalten. Schade, ich hätte meinen Zyklus gerne wieder auf die Mondphase synchronisiert. 2 Monate HRT.

[23.06.15 / 19:53] 8 Wochen HRT - kein weiterer Wachstumsschub, aber die Brüste fangen wieder an etwas mehr zu schmerzen (nur ganz leicht), die beiden reagieren auch so etwas empfindlich auf Stöße. Auf den Brustwarzen hat sich eine neue Hautschicht gebildet, diese sind jetzt etwas weniger sensibel - ich trage aber auch keinen BH und die Nippel sind ständig in Kontakt mit meiner engen Kleidung (und zeichnen sich ziemlich deutlich ab ... mitsamt meiner kleinen 77 zu 85 Oberweite).

[21.06.15 / 17:56] Ich verbringe wieder das Wochenende bei meinem Freund in Leipzig. Das Übliche ... er geht arbeiten und ich gehe was zum Anziehen für mich einkaufen (von meinem Geld). Ein schönes Gefühl, die Schlüssel zu seiner Wohnung zu haben.
Weniger schön ist, was dann die Nacht zu Sonntag passiert - er konfrontiert mich damit, daß ich sexuell überhaupt keine Ahnung habe. Jetzt ist es raus, meine ganze (erfundene) Vergangenheit als sexuell aktive Person, um mich irgendwie interessanter zu machen und den Makel der Unerfahrenheit zu überdecken, bricht wie ein illusorisches Kartenhaus in sich zusammen. Ich habe überhaupt keine Ahnung, was ich im Bett mit ihm machen soll und wie das alles geht (ja, die anderen Männer vor ihm gab es wirklich, aber mehr als harmlose Gespräche sind nie aus den Treffen heraus entstanden). Es reicht nicht mehr, mich einfach nur sexy auf seinen Bett zu räkeln und er macht den Rest. So gut wie alles mit ihm ist neu für mich und mein erstes Mal (und das mit über 30). Ich kann ihm nicht das alles geben, was er von mir verlangt und breche, mit dem Gefühl ihn enttäuscht (und belogen) zu haben, in Tränen aus, die Nacht und noch mehrmals den frühen Morgen. Immer wenn ich kurz neben ihm aufwache und er meine Berührungen und Nähe abweist, kann ich nicht anders, als mich schluchzend wegzudrehen, verdammte Hormone, verdammte Gefühle.
Den Sonntag, nach der Trennung von ihm, auf der Fahrt zurück auf der Autobahn, laufen in meinem Autoradio mindestens drei "PJ Harvey"-Alben - zum tieftraurigen mitsingen.

[09.06.15 / 20:03] 6 Wochen HRT - eine Körbchengröße mehr, von flach auf weniger flach. Der Brustumfang liegt jetzt bei 77 zu 85, irgendwo zwischen 4A und 3A. Von hier aus ist es nicht mehr weit zur ersten offiziellen Größe AA.
Etwas, was nicht nur mir sondern auch nahestehenden Menschen auffällt, die Hormone gehen sofort ins Gesicht, so ähnlich wie bei einer hochdosierten Kortisontherapie (auch ein Steroidhormon). Alles wirkt jetzt etwas rundlicher und üppiger. Ich muß mir schon anhören, ich sei fett geworden (dabei habe ich nur 2 kg zugelegt und mein BMI ist immer noch im äußerst grünen Bereich).

[02.06.15 / 20:02] Posteingang der Zahlungsaufforderung über 2000 Euro vom Amtsgericht. Nach Einzahlung des Geldbetrags werden die beiden Gutachter für meine Vornamensänderung beauftragt. Die Richterin fand das so erwähnenswert, daß ich in der Oberstufe des Gymnasiums an den Sportkursen für Mädchen teilgenommen habe (für mich war das damals einfach nur normal und richtig), daß sie das unbedingt in ihrer Abschrift vom letzten Termin aufnehmen mußte.
5 Wochen HRT - der Brustumfang liegt jetzt bei 77 zu 84 (ich messe immer mehrmals und nehme die kleinste gemessene Größe als die realistischste). Mittlerweile habe ich die Dosis auf 4 Hub Estradiol-Gel täglich erhöht.

[27.05.15 / 23:11] 1 Monat HRT - die Spannungsgefühle vom Anfang sind wieder verschwunden. Die Brustwarzen haben sich sichtbar vergrößert und kribbeln manchmal (Google meint, ich bin schwanger). Seit 2 - 3 Tagen beginnt die Brust zu schmerzen und ist etwas mehr berührungssensitiv. Der Brustumfang hat innerhalb der letzten ein oder zwei Wochen zwischen einen halben und einen ganzen Zentimeter zugenommen (wenn das in dem Tempo so weitergeht, habe ich bald mein A-Körbchen).

[25.05.15 / 19:27] Pfingsten, Leipzig - das WGT wurde mittlerweile aus Connewitz vertrieben, mehr Platz für das Gothic Pogo Festival im Werk 2. Freitag und Sonntag fahre ich zu den Parties und Konzerten, zuerst noch ohne eine Schlafmöglichkeit in Leipzig, aber den Montag Morgen wache ich schon wieder neben ihm in seinem Bett auf (dieses Mal teilen wir uns eine gemeinsame Decke).
Was tue ich hier? Ich habe alle meine Regeln gebrochen und schlafe mit ihm ... ich kann nicht anders, verdammte Hormone!

Mein Therapeut bringt es in seinen Bericht auf den Punkt: "Frau K. hatte bisher keine Liebesbeziehungen, soziosexuelle Erfahrungen beschränken sich auf sporadische Sexualkontakte mit Männern".

[17.05.15 / 14:28] "Habt ihr meinen Freund gesehen?" frage ich in der Disko die Leute, mit denen ich kurz vorher ins Gespräch gekommen bin. Ich war nur etwas länger auf der Damentoilette (Spiegel und so) und als ich zurückkomme, habe ich ihn aus den Augen verloren. Einige Zeit später, zwischen 3 und 4 Uhr morgens, finde ich ihn sturzbetrunken, stark schwankend und mit glasigen Blick wieder, wie er einige Frauen anmacht (belästigt ist das richtige Wort). Ich bewege ihn dazu mit mir zu gehen, begleite ihn noch nach Hause, bezahle das Taxi ... und lasse ihn in seiner Wohnung schnell einschlafen während ich meine Sachen packe und noch vor Sonnenaufgang aus der Haustür verschwinde. Männer sind alle Schweine.
Es hätte eine schöne Nacht werden können, einen Joint rauchen, Sex haben, was willst du mehr? Aber du (er) hast es vermasselt. Als strikte Nichtalkoholikerin ist das für mich ein No-Go. Wenn er aufwacht, wird er sich an nichts mehr erinnern und nur eine leere, unberührte Betthälfte neben sich vorfinden und sich vielleicht fragen, wo ich bin.

[16.05.15 / 19:06] Einkaufen in Leipzig. Das schwarze "One Shoulder" Kleid möchte ich in der Anprobe gar nicht mehr ausziehen, so sehr gefällt es mir. Nur das Bezahlen an der Kasse gestaltet sich schwierig. EC-Karte? Falscher Name. Personalausweis? Männliches Foto. Nur die Gesundheitskarte mit den passenden weiblichen Foto als Ersatzausweis rettet die Situation.

[16.05.15 / 12:06] Das ist mein erstes Mal - das erste Mal, daß ich bei ihm übernachte. Ich habe es mir irgendwie romantischer vorgestellt, dabei ist es ganz profan, wenn wir beide unsere eigene Seite vom Bett haben und unsere eigene Decke. Trotzdem, ich habe sie alle im Morgengrauen verlassen - nur ihn nicht.

[12.05.15 / 22:54] 2 Wochen HRT - seit zwei Wochen verteile ich das Estradiol-Gel auf meine Oberarme und ich glaube mir einzubilden, daß ich schon leichte Schmerzen in der Brustgegend empfinde und daß die Brustwarzen etwas sensibler geworden sind. Ein größeres Brustwachstum erwarte ich für die nächsten Wochen aber nicht. Die Startgröße liegt bei 77 zu 83, mein kleines 5A-Körbchen, das ich immer schon habe (und welches ich in meinen alten Fotos mit viel Licht und Schatten optimal ins Bild setzen konnte). Dennoch, ich hoffe auf mehr (die Brustwarzen beginnen sich definitiv schon irgendwie zu verändern). Was sich neben den leichten Brustansatz (8 Monate auf CPA?) auch deutlich abzeichnet, ich kann mein Gewicht nicht mehr halten - verdammte Hormone.

[28.04.15 / 21:08] Mein Gott, ich habe ein Rezept für Estrogene! Das ist kein Scheiß Traum - es passiert wirklich! Nur in meiner kühnsten Wunschvorstellung gehe ich zu meinen ersten Termin bei meiner Frauenärztin und komme mit einem Rezept für die weiblichen Hormone wieder raus (ich kann es selber noch nicht ganz fassen). Ab jetzt täglich das Gynokadin Dosiergel mit den Wirkstoff Estradiol und weiterhin die 50mg Cyproteronacetat als Testosteronblocker. In 4 Wochen wird dann erstmals der Hormonspiegel bestimmt.
Vorher konnte ich noch am Empfang der Gemeinschaftspraxis den Bericht von meinem Therapeuten über die einjährige Psychotherapie bei ihm (ich bin also eine autistische Transsexuelle, "autistisch" war extra unterstrichen) und die Indikation für eine gegengeschlechtliche Hormontherapie abholen.
Was passiert jetzt mit mir? Werde ich jetzt zickig und hysterisch? Muß ich mich jetzt als hormonelle Frau von meinem leichten Idealgewicht verabschieden? Und wie weit sollte ich jetzt Rücksicht auf die Menschen in meinem engen Umfeld nehmen, denen meine Transition gar nicht zusagt?

Mein Gott, es ist voller Sterne!

[23.04.15 / 19:40] Erster Anhörungstermin beim Amtsgericht betreffend der Namensänderung. Ich war zu faul einen neuen Lebenslauf zu schreiben und habe einfach den für den Therapeuten mit beigelegt - und die Richterin hat sich den sehr genau durchgelesen und nicht wenige Notizen gemacht! Meine Schundliteratur auf Telenovela-Niveau, mit all den Schicksalsschlägen und den verflossenen Liebschaften. Weiterer Ablauf: demnächst wird mir eine Zahlungsaufforderung um die 2000 Euro zugesandt (oder war es doch nur eine Anzahlung?), danach werde ich von den beiden Gutachtern in Berlin und Lüneburg (das ist ja schon fast Hamburg) kontaktiert. Mein Vorschlag für einen ortsnahen Gutachter war zu teuer. Wäre jetzt endlich mal mein Indikationsschreiben für die Hormone angekommen, könnte ich mir eventuell den zweiten Gutachter sparen. Weitere Info am Rande, die formale Geschlechtsänderung ohne vorhergehende Operation (seit 2011 möglich) ist nur eine Kann-Leistung, je nach Ermessen des Richters.

War ich für diesen Anlaß zu stark aufgebrezelt? Der Kajal ist erst Stunden später während der Arbeit zerlaufen.

[11.04.15 / 12:34] Ich laufe nun schon seit mehreren Monaten ununterbrochen in Schwarz herum - mich überkommt der Drang in ein Modegeschäft zu gehen und mir etwas Buntes zum Anziehen zu kaufen. Ausbeute für diesen Tag: ein schwarzes Unterkleid (das letzte Tanktop ist in der Waschmaschine eingelaufen) und ein olivgrünes Häkeltop, die einzige Farbe die ich neben Schwarz akzeptiere.

[31.03.15 / 19:27] Neuerdings gebe ich in der Apotheke mein Androcur-Rezept für jemand anderen ab - der "Herr" auf dem Rezept und die Frau vor dem Tresen passen optisch einfach nicht mehr zueinander...

[29.03.15 / 15:43] Endlich mal wieder "tussiesk" ausgehen und Make-up auftragen. Die schwarzen Stiefeletten mit den Absätzen, die knackige, schwarze Jeans, ein schwarzes Tanktop und meine schwarze Bikerjacke - nur das Körbchen wirkt irgendwie üppiger als sonst, eine Wirkung des Androcur-Generikums? Alles in Kombination mit meiner neuen schwarzen Handtasche, den zweitteuersten Accessoire neben dem Diamantring. Ich habe so viel "Chanel" aufgetragen, daß ich die ersten Kilometer im Auto kaum noch atmen konnte. Auf der Autobahn nach Leipzig. In diesen Club in Leipzig, in der jede Wand mit Graffiti, Flyer und sonstiges verziert ist (und der wohl der linksautonomen und antifaschistischen Szene nahesteht) war ich schon seit elf Jahren nicht mehr, zuletzt 2004 als Typ mit Punkerkutte (mit Buttons und Nieten) auf der Tanzfläche. Nach Konzert, Performance und Disco wieder zurück nach Hause zu einer Uhrzeit, bei der ich nur 24 Stunden später wieder aufstehe und zur langweiligen Arbeit gehe. Das stehe ich nur durch, indem ich einige Klamotten aus dem Wochenende für den Montag noch einmal auftrage.

[20.03.15 / 11:09] Zwischenstand: Termin beim Frauenarzt für Ende April, bis dahin sollte der Therapeut das Indikationsschreiben für die Hormontherapie fertig haben. Das Amtsgericht wollte noch ein paar Dokumente für die Namens- und Personenstandsänderung (also doch eine beglaubigte Kopie vom Perso und eine Meldebestätigung). Auf Arbeit bekomme ich irritierte Blicke wenn ich dort mit offenen Haaren und geschulterter Handtasche ins Büro komme, am nächsten Tag sind die Haare wieder nach hinten gebunden und ich trage einen Rucksack - da ist die Welt wieder in Ordnung für die männlichen Kollegen. Ich muß da noch ausprobieren, wie weit ich gehen kann und wo meine Grenzen liegen.

[13.03.15 / 22:59] Nachtrag: beim Verlassen der zweiten Bar begegne ich einer groß gewachsenen Frau ganz in schwarz (jedenfalls halte ich sie für eine, aber ich bin mir da nicht ganz so sicher) mit einer Wahnsinns-Ausstrahlung. So unantastbar, so kühl und distanziert und vom dramatischen Leben gezeichnet. Das sind genau die Frauen, die mich faszinieren. So eine wäre ich auch gerne.

[13.03.15 / 22:58] Tag 5 - der letzte Tag in Rom, und ich habe mich gerade erst eingelebt. Tagesziel für diesen Tag, die Katakomben von Rom und die Via Appia (Antica). Es gibt von der Metrostation am Circus Maximus eine Buslinie dorthin. Kurz vor Mittag erreiche ich die Katakombe von San Calisto und schaffe es noch zur letzten Führung kurz vor der zweistündigen Mittagspause. Viele Touristen sind hier, weit abseits von Roms Zentrum, nicht . Gerade mal eine Busladung und eine Schulklasse. Die auf deutsch geführte Gruppe ist daher auch sehr überschaubar klein (3 Personen). Die unterirdischen Grabkammern sind genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe - staubig, dunkel und eng. Aber die Leichen, oder was davon noch übrig war, wurden schon vor Jahrzehnten weggeschafft.
Wieder draußen gehe ich zur nächsten Katakombe, die von San Sebastiano. Es ist auf den Weg dorthin angenehm leer, nur alle paar hundert Meter ein paar Menschen in dieser ländlichen Idylle. Genau das habe ich gebraucht nach diesen ganzen Menschenmassen die letzten Tage. In den Katakomben unterhalb der Basilika von San Sebastiano schließe ich mich der englischen Gruppe an (es wird nur diese eine Sprache angeboten). Interessant ist die antike Nekropole, die einst unter freien Himmel lag, später von den Christen benutzt wurde und noch viel später von der Basilika überdeckt wurde und jetzt unterirdisch liegt.
Den weiteren Verlauf des Nachmittages laufe ich noch etwas die Via Appia entlang und mache Fotos von den Ruinen am Wegesrand. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen - die Gelegenheit für eine kleine Fotosession mit Timer-Aufnahme. Am späten Nachmittag mit den Bus und der U-Bahn zurück zum Hotel - es wird Freitag Abend und ich muß mir noch den Kajalstrich dick nachziehen. Diesen Abend gehe ich in den beiden Bars mit der Regenbogenflagge am Kolosseum Essen.

[12.03.15 / 22:03] (Teil 2) Die Sonne geht mittlerweile unter. Mein Outfit für diesen Tag (im Vatikan) ist mein "Exploitation dress" - mein schwarz-weißes, eng geschnittenes Wollkleid und eine knappe, schwarze Leggings, in Kombination mit Schnürstiefeln und einer leichten, schwarzen Baumwolljacke im Bikerstil. Sobald die Sonne weg ist, wird es in der Kombination doch sehr kalt. Zurück zur vollkommen überfüllten U-Bahn und mit einem Umstieg zum Kolosseum. Direkt gegenüber wird mir vor einem Restaurant auf ein "Touristen-Menü" hingewiesen. Ich bestelle dieses und habe nicht das Gefühl, in eine Touristenfalle gestolpert zu sein. Das Ambiente ist ansprechend, der Preis ist ok und die beigestellten Olivenöle und Balsamicoessig sind von edelster Sorte, richtige Flaschen mit Etikett und europäischer Herkunftskennzeichnung. Nur die Olivensorte konnte ich darauf nicht erkennen.

[12.03.15 / 22:02] Tag 4 in Rom. Mit der U-Bahn am Vormittag zur Station in der Nähe des Vatikans. Auf dem Petersplatz das übliche Bild, Unmengen an Touristen und Jugendgruppen. Die Warteschlange für den Einlaß zum Petersdom fängt bei eben diesen an, geht einmal rund um den Petersplatz und endet wieder auf der anderen Seite vom Petersdom. Das Innere hat etwas von einer Bahnhofsatmosphäre, nur das alle alles fotografieren und es nicht so schmuddelig aussieht. Die Gruft unterhalb der Basilika ist auch sehr sauber und hell, nicht so wie ich es mir vorgestellt habe, dunkel und staubig. Weiter zu den vatikanischen Museen. Hier treffe ich auf keine Warteschlange. Die Menge an Besuchern wird zügig durch alle Säle bis zur Sixtinischen Kapelle durchgeschleust. Sehr hell und farbenfroh, das knapp 500 Jahre alte Deckengemälde sieht doch sehr frisch aus.
Auf den Weg dorthin entdecke ich überraschenderweise nicht nur ein paar Gemälde von bekannten Künstlern der Moderne, sondern kann aus den Fenstern auch einen Blick auf die vatikanischen Gärten erhaschen. Wieder draußen suche ich eine Stunde lang nach den Eingang zu den Gärten, umrunde dabei den Vatikanstaat einmal komplett, bis mir an der Information gesagt wird, daß es für die vatikanischen Gärten nur geführte Touren gibt, welche mindestens eine Woche im Voraus angemeldet werden müssen. Weiter am Nachmittag zur Engelsburg. Hier sind nicht mehr ganz so viele Touristen und Kinder auf Klassenfahrt. Der Weg durch alle Räume im Inneren der Burg ist etwas verzweigt und anfangs unübersichtlich, aber nach zweimal umrunden bekomme ich ein Gespür dafür, wo ich bin.

[11.03.15 / 21:48] Tag 3 - die üblichen Touristen-Hot-Spots in Rom. Ich beginne am späten Vormittag mit der spanischen Treppe. In die teuren Designer-Läden rund um die Via Condotti verirrt sich um diese Zeit niemand. Bei "Bulgari" bleibe ich wieder hängen und schaue mir die Auslage an Diamantringen an. Aus den Laden in Tokio kenne ich noch die Dollarpreise und weiß, daß ich mir das nicht leisten kann (alles vierstellig). Ich besuche noch einige andere Geschäfte (Armani, Versace, noch einmal Coccinelle) bevor ich mich gegen Mittag auf die Suche nach dem Trevi-Brunnen mache. Auf den Weg dorthin komme ich an einem winzigen Laden für Lederhandschuhe vorbei (Lederwaren gibt es in Rom sehr viel) und kaufe mir endlich ein Paar schwarze "Killer Gloves" für Verbrechen, Mord und andere Verwendungszwecke, wirklich todschick.
Wie erwartet ist der Trevi-Brunnen ohne Wasser und in ein Baugerüst eingezäunt. Eine schmale Brücke führt an den Statuen vorbei, auf der sich die Touristen einreihen, um ein Foto zu machen oder eine Münze in das leere Becken zu werfen. Weiter zum Pantheon. Neben der Menge an Touristen sind auffallend viele fremdsprachige Jugendgruppen unterwegs, im Alter so von 12 bis 18. Für die muß Rom wohl ein ganz besonderes Ziel sein. Weiter zur Piazza Navona mit den Brunnen der vier Meeresgötter. Touristen, lärmende Jugendliche in Deutsch und Französisch - ich kann nicht mehr. Ich flüchte am frühen Nachmittag zur Galeria Alberto Sordi mit den kleinen Ableger des Rinascente Kaufhauses, hier bin ich wieder für mich allein. Gegen Nachmittag wieder mit der U-Bahn zurück zum Hotel und Abendessen in einem Ristorante in einer Nebenstraße in der Nähe des Kolosseums.

[10.03.15 / 21:37] Tag 2 - am späten Vormittag zu Fuß zum nahegelegenen Kolosseum - den Touristen-Overkill. Wo kommen nur die ganzen Menschenmengen her? So viele Busladungen voller Touristen gibt es doch gar nicht.
Weiter zu Fuß zum Palatine, nichts als Steine. Nie war ich mehr froh, festes Schuhwerk zu tragen. Die sonnenlichtintensive Mittagsstunde ziehe ich mich zurück in den Schatten rund um und in das Museum am Palatine. Den frühen Nachmittag weiter über das umfangreiche archäologische Gelände. Es werden sichtbar mehr Touristen. Ich entdecke Neros touristenfreien und im Schatten liegenden "Geheimtunnel". Weiter zum Forum Romanum. Noch mehr leblose Steine, Touristen und Jugendgruppen bei denen ich mir nicht sicher bin, ob das eine Strafarbeit oder doch nur ein Klassenausflug ist. Wo ist der Ausgang?
Weiter am späten Nachmittag zur Tiber-Insel und den "Brunnen der Wahrheit". Nichts mehr als ein Foto-Stop auf der "To-see-Liste". Die letzten paar Meter vom Circus Maximus zurück zum Kolosseum nehme ich die U-Bahn. Die untergehende Sonne und das Kolosseum im Hintergrund werden für eine ausgiebige "Selfie-Orgie" genutzt. (Merke: Selfies nur in der aufgehenden oder untergehenden Sonne machen, niemals in der Mittagssonne, das sieht sonst scheiße aus.) Abendessen in einer Pizzeria in der Nähe. Mir passiert etwas unverzeihliches - ich habe zu wenig Geld dabei, um mein Essen vollständig zu bezahlen. Schnell laufe ich zurück in das Hotel, hole das Geld, das ich eigentlich für das Abendessen zurückgelegt habe und laufe wieder zur Pizzeria, bestelle noch einmal etwas und lasse ein üppiges Trinkgeld liegen. Diese Schulden könnte ich mir sonst nie verzeihen.

[09.03.15 / 20:49] Endlich ein Upgrade auf Business-Class, aber das Flugzeug nach Rom ist so klein (88 Sitzplätze), daß mir kein Unterschied zur Economy auffällt, vielleicht ein paar wenige Zentimeter mehr Platz.
Tag 1 in Rom (nur ein halber Tag) - ich habe mir vorher im Internet die Adressen von Geschäften in Rom herausgesucht, die "Coccinelle"-Handtaschen verkaufen - genau da fahre ich mit der U-Bahn zuerst hin und kaufe mir so eine schicke Schultertasche um gleich ab den ersten Tag modisch todschick durch Rom zu laufen. Nebenbei erwähnt, das römische Pflaster ist wirklich so besch... wie beschrieben, mit meinen "Doc's" (schwere Schnürstiefel) aber kein Problem. Zurück zum Hotel und Abendessen im Freien in einem Ristorante in der Nähe mit Blick auf das Kolosseum (sobald die Sonne weg ist, wird es aber für Anfang März doch noch sehr kalt in Rom).

[27.02.15 / 21:43] Noch ein "lost picture" aus meinem Road Movie von 2011. Auf halber Strecke irgendwo zwischen San Francisco und Los Angeles - der Pazifik ist mein Lieblings-Ozean.

[16.02.15 / 22:14] Aktueller Stand der Therapie - mein neues, durchgehendes Auftreten als Frau in allen Lebensbereichen ist der Grundstein für die Hormonindikation als transsexuelle Patientin. Geplant für die nächsten ein oder zwei Termine, erscheint diese wieder in greifbarer Nähe. Derweil bereite ich schon den Antrag auf Vornamens- und Personenstandsänderung für das Amtsgericht vor, ich muß nur noch meinen 8-Seiten-Lebenslauf auf ein vernünftiges Format zusammenkürzen.

[05.02.15 / 23:50] Andrea die Blondine geht zur Arbeit - und keinem fällt es auf. Schwarze Damenjeans, schwarzer Damenpullover, die Haare streng nach hinten gebunden, keine Röcke, keine High-Heels, kein Make-up (wozu habe ich sonst so viel Geld in mein Gesicht investiert?). Der Alltagstest funktioniert einfach nicht bei so Menschen wie ich, die schon IMMER mit langen Haaren und androgyner Kleidung herumlaufen und von zierlicher Statur sind. Das Ganze fällt erst auf, wenn ich meine flache Brust auf Doppel-D aufpumpe und ein Kilo Make-up in das Gesicht kleistere, aber das wäre weder authentisch noch würde ich mich dabei wohl fühlen - soll das etwa Alltagstest sein?

[01.02.15 / 18:28] Ich bringe mich um ... (symbolisch). Den Typen, der jeden Morgen zur Arbeit fährt und stumm an seinem Schreibtisch sitzt, den vielleicht gar nicht so unattraktiven jungen Mann, in den sich eine Italienerin verguckt hat (was immer sie auch in mich hinein interpretierte) - und den Sohn meiner Eltern. Dieser Mensch ist tot. Er ist schon mehrfach gestorben, er hat sich im Zimmer seines Studentenwohnheims erhängt und er ist in Genua im Hotel vom Balkon gesprungen. Es gibt von nun an nur noch Andrea. Ein gelegentlicher "Urlaubstest" ist eben kein vollwertiger Alltagstest.

[25.01.15 / 17:54] Ein Blick in den Beipackzettel der beiden Medikamente, die ich nehme. Cyproteronacetat: "Nebenwirkungen ... häufig (1 von 10 Behandelten) ... Depression, Angst". Interferon beta: "Nebenwirkungen ... häufig (1 von 10 Behandelten) ... Depression, Selbstmordgedanken ... Selten: Suizidversuch".
Die letzte Therapiestunde konfrontiert mich mit meinen Ängsten und wirft mich in den dunklen Abgrund. Von der Euphorie der ersten Wochen ist nichts mehr vorhanden. Finsternis und Einsamkeit herrschen hier unten. Sie sind mir vertraut. Es ist meine natürliche Lebensumgebung.

Ich muß erst am Boden angekommen sein, um aufzustehen.

[13.01.15 / 22:31] Gedanken: Ich bin gefangen in einer Zeitschleife oder in einem Alptraum, ich müßte nur laut schreien um daraus aufzuwachen ... ich kann mich aus meinem männlichen Leben nicht befreien, ohne extreme Maßnahmen anzuwenden ... ich steuere auf eine riesige emotionale Katastrophe zu.
24 Stunden nach der Therapie-Sitzung bin ich emotional immer noch sehr stark aufgewühlt. Mein Innerstes schreit ... nach außen bin ich stumm.

[12.01.15 / 22:09] Meine aktuelle Stimmung steigt und fällt mit der Aussicht auf einen baldigen Start der Hormon-Therapie in naher Zukunft (die zweite Phase mit den Estrogenen). Nach der Lektüre meines Lebenslaufes und all den darin vorkommenden Suizid-Gedanken agiert der Therapeut sehr vorsichtig und macht mir nicht so viele Hoffnungen. Momentan ist alles daran gebunden, meine weibliche Existenz auf alle meine Lebensbereiche auszuweiten (Familie, Arbeit usw.). Wenn das schief läuft - und das ist schon einmal passiert, das steht in meinem Lebenslauf - bin ich akut selbstmordgefährdet, das macht mir Angst.

Ich will von hier weg ... ich will meine neue Jacke in Rom bei einer Einkaufstour tragen ... Flug und Hotel gebucht. (Déjà-vu?)

[02.01.15 / 22:29] Fashion-Unboxing - Die schwarze Baumwoll-Jacke "Leni Cotton Black" Von tigha mußte es sein ... ein Online-Shop hat sie noch in M verkauft.

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Kommentar:

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg
Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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