morgana81 - gothic transgender AWAY WITH YOU - Covid‑19 pandemic 2020‑2022 🎈

Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[01.01.70 / 00:00] Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[27.12.11 / 02:11] Der Maßnahme erster Tag ... und ich bin nicht da. Ich sehe mich außerstande um 5 Uhr morgens aufzustehen und verbringe die schlaflose Nacht lieber damit, auf meinem neuen Server ein RAID-System zu konfigurieren.

[22.12.11 / 01:16] (Ich muß das mal in Gedanken fassen, um es selbst zu verarbeiten.)
Erneut ein Vorstellungsgespräch in der IT-Branche. Ich treffe auf mir unbekannte fremde Menschen ... Streß pur ... auf ihre Fragen kann ich nur mit Wortfetzen antworten ... unfähig komplette Sätze zu bilden ... verdrehte Wörter ... (ich glaube nicht, daß die mich verstehen). Innerlich habe ich einen klaren Gedanken, ich kann ihn nur nicht ausdrücken. Ein flüchtiger Blick in ihre undeutsamen Gesichter macht mich nur noch nervöser und unsicherer. Und dann kommt sie doch wieder, die Frage vor der ich mich am meisten fürchte - warum jemand mit so einem Studium-Abschluß in dieser aktuellen Arbeitsmarktsituation so viele Jahre arbeitslos ist. Wenn ich das wüßte... (frag nicht mich, frag das die anderen Arbeitgeber aus den 20, 30 Gesprächen davor). Ich kann den Fehler nur bei mir persönlich suchen.

Mittlerweile mehr als zwei Jahre soziale Isolation, zwei Jahre in denen ich den direkten Kontakt zu anderen Menschen konsequent vermeide.

Warum?
Woher kommt diese Angst?

Zu etwas VOLLKOMMEN anderem - das vom H4-Amt vermittelte Jobangebot mit der Schichtarbeit am Band, irgendwo in der Ödnis von Sachsen-Anhalt, hat sich mittlerweile zu einer einwöchigen "Maßnahme beim Arbeitgeber" entwickelt. Prima kostenlose Arbeitskraft zwischen den Festtagen zum Jahresende, an denen andere Mitarbeiter sonst Urlaub haben.

[15.12.11 / 00:18] Ich setze ein neues Linux auf. Damit verschwindet auch der letzte Windows-Rechner aus meinem Heimnetzwerk (...naja fast - es läuft noch ein XP auf der virtuellen Maschine). Derweil bestelle ich im Internet ein paar weitere Bauteile für meinen neuen (BSD)Unix-Server.

[30.11.11 / 18:27] Das H4-Amt sendet mich zu einem Vorstellungsgespräch in die Mitte von Sachsen-Anhalt. Diese Gegend ist ziemlich deprimierend. Viele alte Menschen, ein paar von der Gesellschaft vergessene Jugendliche und eine Menge nicht so ansehnliche Häuser. Die Arbeit ist teilweise in Schichten und am Band (und dafür habe ich studiert). Ich gehe dazu über "absichtlich" arbeitslos zu sein. Eventuell folgende Sanktionen nehme ich kalkuliert in Kauf.

[25.11.11 / 23:21] Ein Update der Internetseite. Ich programmiere in PHP ein komplettes Backend für mein CMS. Damit besitze ich jetzt mein eigenes vollwertiges Content Management System. Als erste Aktion füge ich erstmal die Blog-Einträge über meine Paris-Reise in die SQL-Datenbank ein.

[23.11.11 / 17:55] Tag Zwei - der "Louvre" ... zu viel Input. Dieser Museums-Komplex ist riesig! Es ist für mich nahezu unmöglich alles zu sehen. Die Größe hat aber auch einen Vorteil, die Menge an Touristen verläuft sich in den Gängen. Ich bekomme sogar ein menschenleeres Foto von der "Venus von Milo".
Auch den Tag gesehen: "Notre Dame" (viele fotoverrückte Japaner und andere Asiaten) und "Pont Neuf" (sieht im Film besser aus).

[22.11.11 / 18:14] Ich kann das Zimmer doch noch für zwei weitere Nächte behalten, dafür hat jetzt jemand anders das Problem.
Mein erster kompletter Tag in Paris/Frankreich bei gutem Wetter (nicht so wie in Deutschland), erster magischer Anziehungspunkt - der Eiffelturm! Dort angekommen (mit der Metro), mußte ich ja auch auf die "beknackte" Idee kommen, die Treppe zu benutzen - bis zur 2. Plattform. Zu geizig für den Fahrstuhl, aber ein Erfolgserlebnis nach über 600 Stufen.
Den kompletten Nachmittag verbrachte ich dann im "Musée d'Orsay", natürlich um "Le Courbet" zu sehen ("L'Origine du Monde"), und weitere bedeutende Werke von Manet, Monet und Renoir. Alle wichtigen Namen des französischen Impressionismus waren vorhanden.
Der erste Tag und mein erster Eindruck von der alten Stadt an der Seine - Paris ist voll - voller Touristen!

[21.11.11 / 18:08] Ankunft in Paris - Das Hotel hat meine Reservierung nicht und ist komplett ausgebucht. Ich bekomme noch ein Zimmer für eine Nacht. Wie es dann weitergeht? Keine Ahnung.

[20.11.11 / 23:16] Auf den Weg nach Paris, ein Zwischenstop in Frankfurt - für ein "Zola Jesus" Konzert. Die Sängerin sieht in echt viel hübscher aus, als auf den Fotos ... und hat schon ihren eigenen TV-Beitrag auf Arte. Das wird bestimmt mal etwas ganz Großes.

[14.11.11 / 20:34] Die letzte H4-Maßnahme ist schon wieder ein Jahr her - Zeit für ein neues Bewerbungstraining! Vorher verschwinde ich aber noch für ein paar Tage nach Paris - diesmal ganz offiziell. Also schnell hin zu meiner Bewährungshelf...äh...Fallmanagerin, einen Antrag zum Verlassen des ortsnahen Bereiches ausfüllen, ich will ja nicht gegen meine Auflagen verstoßen.

[27.10.11 / 00:40] Erneut unterwegs zu einem Post Rock Konzert im Studentenklub der nächstgrößeren Stadt.

[22.10.11 / 18:27] Unterwegs zu (und wieder zurück von) einem Punk Rock Konzert in Leipzig ... in einer Venue mit dem Charme eines besetzten Hauses!

[13.10.11 / 02:45] CD-Unboxing Nr. 5 - Bunt zusammengewürfelt ... Punk, New Wave, Gothic und anderes...

[11.10.11 / 17:35] Ich finde Gefallen daran, möglichst "intelligent-beschissene" Bewerbungen zu schreiben, um ja nicht eingeladen zu werden (muß ja auch irgendwie meine Quote beim H4-Amt erfüllen). Würde ich mir Mühe geben, hätte es denselben Effekt - Absage Nummer wasweißich (>200). So habe ich wenigstens etwas Herausforderung.

[03.10.11 / 21:20] Im Menü-Feld dieser Seite befindet sich jetzt ein (externer) Link zu meinem Band-Profil, auf dem ich nach und nach ein paar Songs von mir veröffentliche. Der erste Musik-Titel mit dem Namen "Don't Follow" ist schon online ... auch wenn die x-te Live-Aufnahme immer noch nicht wirklich meinen Ansprüchen entspricht - aber immerhin, ich bin erstmal im Internet präsent.

[20.09.11 / 21:57] CD-Unboxing Nr. 4 - Ein Glückstreffer! Das selten gewordene 1994'er "Mephisto Walz" Album vom kalifornischen Label "Cleopatra Records" - im fast perfekten Zustand (OK ... das Booklet müffelt noch etwas nach dem Patchouli-Duft vom Vorbesitzer, aber sonst ist alles in Ordnung). Auch vom selben Label mit dabei, die 1993'er "Debasement Tapes" der Deathrock-Combo "45 Grave", zur Komplettierung der (nicht ganz so umfangreichen) 45-Grave-(CD)-Diskographie.
Nicht mit auf dem Bild sind übrigens zwei bestellte Fachbücher über das UNIX-Betriebssystem - etwas Lektüre nach meinem blamablen letzten Auftritt vor einigen Wochen...

[13.09.11 / 02:15] Endlich neue Fotos - endlich komplett NACKT! Um mein Schamgefühl etwas zu besänftigen, habe ich eine kleine Zeitsperre eingebaut. Das Foto ist auf dieser Internetseite nur Nachts zwischen 22 und 6 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zu sehen. Mal sehen wie lange dieses doch sehr mutige Foto online bleibt ... nebenbei ist auch noch ein sehr schöner Schnappschuß entstanden.

[07.09.11 / 00:41] Wieder zurück aus dem Underground in Berlin - mit vielen neuen Eindrücken. Raue Synthesizer-Punk-Konzerte in den dunklen Gewölben eines Clubs direkt an der Spree, der sich scheinbar wie ein lebender Organismus jede Nacht für Nacht verändert, neue Räume bildet und alte wieder abstößt. Und bis zu drei Tanzflächen auf denen ich bis in die frühen Morgenstunden zu kitschigen 80er Italo Disco (u.a.) tanzen konnte.
Tagsüber eine Tour durch alle großen Kunstgalerien Berlins - mit freien Eintritt für mich (quasi staatlich gesponsort). Alle meine Lieblingskünstler waren vertreten, von der italienischen Renaissance, über den französischen Impressionismus bis hin zur deutschen Moderne. Berlin ist doch immer wieder eine Reise wert.

[31.08.11 / 20:24] Das Wochenende zu Besuch in Ost-Berlin ... beim "Drop Dead Festival 2011"! Die auftretenden Künstler befinden sich musikalisch irgendwo im Minimal / Wave / Synth / Punk Genre und sogar ein wenig queer Underground. Für mich geradezu ein Pflichttermin!

[10.08.11 / 23:55] Erneut unterwegs zu einem Bewerbungstermin irgendwo in Süddeutschland. Die Gesprächspartner in der Firma kontrahieren mich pausenlos mit sehr fachspezifischen IT-Fragen ... keine Chance ... ich habe überhaupt keine Ahnung. Wie sehr sich die Gesichter dieser Menschen doch von Termin zu Termin immer wieder ähneln - am Anfang noch freundlich begrüßend, im weiteren Verlauf zunehmend entnervt bis verärgert.
Später den Tag, ich sehe mich in Gedanken wieder, wie ich, auch irgendwie enttäuscht von mir selbst, meine Bewerbungsmappe in die Mülltonne am Bahnhof werfe - mitsamt meiner Diplomurkunde (die ich eigentlich schon längst verbrennen wollte). Ich kann mich mit meinen Beruf überhaupt nicht mehr identifizieren. Ich glaube nicht, daß ich jemals Arbeit finden werde. Im Moment habe ich wieder jede Perspektive verloren. H4 forever.

[04.08.11 / 21:23] Unterwegs zu einem weiteren Bewerbungstermin in Koblenz. Nach intensiven Auswahlgesprächen erhalte ich wieder eine Absage ... mit einer mehr oder weniger fadenscheinigen Begründung / Ausrede. Ich lasse mir den Tag aber nicht kaputtmachen und gönne mir hinterher noch eine kurze Schiffstour auf dem Rhein, wenn ich schon mal da bin. Immerhin, die Fahrtkosten für An- und Abreise mit der Bahn sind bereits durch "die Firma" gedeckt.

[27.07.11 / 09:03] Neues von der H4-Fallmanagerin - das (bescheidene) Budget für die Reisekosten ist aufgebraucht. Ab jetzt zahle ich alle meine Bewerbungsfahrten quer durch Deutschland selbst.

[20.07.11 / 00:14] CD-Unboxing Nr. 3 - Das "Mephisto Walz" Album bleibt weiter als gebrannte CD in meiner Sammlung, wenn jetzt auch als offizielle und legale CD-R vom (vermutlich) Band-eigenen Label. Als Expertin hätte ich es eigentlich am leicht veränderten Cover erkennen müssen, so bin ich weiter auf der Suche nach der 94'er Original-Pressung.

[13.07.11 / 20:35] Ich krame etwas auf meiner Festplatte und finde dabei ein für mich wichtiges und emotionales Foto aus dem Jahr 2003, das ich schon seit längerer Zeit wieder online stellen möchte ... seit 2002 hänge ich nun schon an der Nadel.

[04.07.11 / 14:36] 201...202...203... Fast vier Wochen war ich "clean", jetzt bin ich wieder rückfällig geworden und schreibe weitere Bewerbungen.

[26.06.11 / 00:53] CD-Unboxing Nr. 2 - Nach und nach legalisiere ich meine ganzen Raubkopien...

[15.06.11 / 01:38] Wieder zurück vom WGT in Leipzig - ein aufregendes Pfingstwochenende voller elektrisierender Momente! Die gottgleiche "Diamanda Galas" auf der Opernbühne, die legendären "The Damned" im Werk II (ganz vorne, drei Pufferreihen zur Pogo-Masse) und die ebenso legendären "Fields Of The Nephilim", eingehüllt im dichten Bühnen-Nebel der agra-Halle. Alles live gesehen. Im genauso dichten Kunst-Nebel tanzten in der Nacht auch die schwarzgekleideten Punks zu minimal-elektronischen Klängen in den düsteren, kahlen, muffigen Kellerräumen einer Fabrik, weitab vom Leipziger Stadtzentrum. Auch bekannt als die Party, auf der nur die coolen Leute sind. Bis zum nächsten Jahr.

[08.06.11 / 11:52] 200 ... hier ist Schluß. Parallel läuft noch eine Bewerbung zum neuen Freiwilligendienst als "Krankenschubse", ich habe immer irgendwo noch eine Exitstrategie. Zu etwas vollkommen anderem ... WGT ... Pfingsten ... Leipzig ... Es kommt!

[26.05.11 / 01:26] Kein Unboxing-Video - aber ein Unboxing-Blog-Eintrag! Ein CD-Paket aus dem europäischen Ausland voller Goth-Perlen (u.a.). Nichts was ich nicht schon kenne ... ich wollte einfach mal ein paar MP3s im Original nachkaufen.

[23.05.11 / 18:23] (Meine Gedanken im Zug zurück.) Die letzten 9 Bewerbungen bis zur großen 200 werde ich absichtlich schlecht schreiben, damit so eine Situation nie wieder vorkommt. Ich will und werde niemals als "IT-Ingenieur" arbeiten. Mir ist nur schlecht. Ich kotze auf meinen Studien-Abschluß. Arbeit ist eh Scheiße.

[23.05.11 / 11:30] "Wer so lange arbeitslos ist, der will gar nicht arbeiten." Stumm und teilnahmslos lasse ich das Gespräch mit dem Chef über mich ergehen. Ich nehme an, ich habe gerade eine ganze Menge Fahrtkosten in den Sand gesetzt. Ohne Stempel kein Geld.

[22.05.11 / 00:27] Mal wieder unterwegs zu einem weiteren Vorstellungsgespräch. Nach dem letzten in Hamburg geht es diesmal in die andere Richtung, nach Augsburg. Eine Firma hat sich für meine lieblos erstellte "Quoten"-Bewerbung interessiert. Dabei habe ich mich doch schon längst aufgegeben.

[08.05.11 / 18:27] L.A. Woman hat das Gebäude verlassen ... zurück aus Hannover - Tulip 2011. Leider wird bei den wenigen anwesenden Gästen eine Fortführung der Veranstaltung wohl fraglich bleiben. Trotzdem ein guter Abend um meinen neuen Designer Dress / "schwarzer Stoff-Fetzen" aus L.A. zu tragen.
Später die Nacht, eigentlich schon kurz vor Morgen, erhielt ich noch einen Einblick in das Rotlicht-Viertel von Hannover. In Begleitung durfte ich für ein paar Augenblicke ein Etablissement speziell für transsexuelle Prostituierte betreten. Die reine Neugier trieb mich dazu. Diese im Halbdunkel liegende Welt wirkt auf mich doch sehr exotisch und fremd.

[20.04.11 / 12:45] Ich probiere mal etwas anderes, "frisiere" meinen Lebenslauf und bewerbe mich auf einen Hilfsarbeiter-Job. Möglicherweise immer noch gnadenlos überqualifiziert - eine Standard-Absage wie alle anderen auch (aktuell Nr. 138 bei 182 Bewerbungen). Jedenfalls darf ich jetzt beim Arbeits-Psychologen Bilder malen. H4 forever.

[02.04.11 / 19:15] Alljährliches Ritual zum Frühlingsanfang: Die Abdeck-Plane vom Motorrad gezogen, schwarze Kutte übergezogen und nach ein paar Startversuchen auf der Rockermaschine ein paar Runden drehen ... mit vermummten Gesicht, um ja böse auszusehen.

[15.03.11 / 23:57] Ankunft in Frankfurt am Vormittag - wieder alles beim Alten ... alles wie vorher - jetzt bin ich wieder per Definition "asozial".

[14.03.11 / 13:02] Gegen späten Vormittag via BART wieder zurück zum Flughafen von San Francisco. Der Regen gegen die Fensterscheiben am Terminal entspricht genau meiner tristen Stimmung. Ich muß wieder zurück ins kalte Deutschland.

[13.03.11 / 22:16] Am Vormittag ein kultureller Punkt meiner kurzen Kalifornien-Rundreise, der Besuch der historischen Mission in Santa Barbara. Ein wunderschöner Garten im Inneren, aber das alte Selbstporträt einer Indianerfrau im Museum sah irgendwie nicht so glücklich aus.
Den Tag ging es auf der Schnellstraße wieder zurück nach San Francisco - nebenbei bemerkt, auch durch einen "ganz besonderen" Tunnel (Foto).
Gegen Nachmittag in S.F. angekommen, konnte ich den Mietwagen ohne größere Schäden oder Kratzer wieder beim Car Rental Center am Flughafen abgeben. Mit dem AirTrain ging es dann weiter in Richtung Flughafen-Terminal, um dort gegen einen Obolus mein schweres Gepäck für eine Nacht zwischenzulagern. Nur mit leichten Handgepäck fuhr ich dann via BART nach Downtown San Francisco um in Fisherman's Wharf im Hotel einzuchecken. Die letzte Nacht vor Abflug.
Das Abendessen gab es dann wieder in einem der zahlreichen Fischrestaurants vor Ort. Ich mußte unbedingt noch die berühmt-berüchtigten "Dungeon Crabs" probieren. Achtung, dieses Krustentier ist reines "Fingerfood", köstlich aber nicht unbedingt für die feine Dame in Abendgarderobe geeignet. Zum Glück war ich in diesem Fall schon in einfacher Kleidung für den Abflug. Ob meine spezielle Vorliebe für stark gewürzte Knoblauch-Gerichte in der Flugzeugkabine zum Problem werden könnte? (Nachtrag: das Flugzeug war nicht sehr voll, ich hatte die Sitzreihe für mich allein.)

[12.03.11 / 23:26] Es ist Wochenende und schönes Wetter, also verbringe ich wie alle Einheimischen den Tag am Strand, genaugenommen dem Surfer-Strand Huntington Beach. Bei Anbruch der Dunkelheit ging es dann auf dem Freeway durch den Großraum L.A. nach Santa Barbara. Stellenweise war der Verkehr schon ziemlich heftig. In einer Schrecksekunde tauchten die blau-roten Lichter der Highway Patrol in meinem Rückspiegel auf. Es war aber nur das Auto direkt hinter mir, das die Polizisten rausgezogen haben. Gegen Abend kam ich dann in meinem nächsten Hotel an.

[11.03.11 / 21:54] Die Interstate wieder zurück nach San Diego. Gegen späten Nachmittag dort angekommen, konnte ich noch Fotos vom Hafen und dem Sonnenuntergang machen. Nach dem Abendessen in einem Fischrestaurant am Ufer der San Diego Bay ging es zum Ausgehen ins Gaslamp Quarter. In der Bar mit Livemusik war die Stimmung auch viel authentischer und entspannter als die zwei Abende zuvor in Las Vegas.
In San Diego entdeckte ich im Schaufenster eines Ladens ein schickes schwarzes Rockabilly-Kleid und mußte es auch gleich anprobieren. Leider war es irgendwie nicht für mich gemacht. Das Model auf dem Foto im Schaufenster sah todschick aus - ich nicht (war aber nicht so schlimm, ich war ja schon einkaufen in L.A.).

[10.03.11 / 23:26] Mein Trip ins Death Valley - der spirituelle Höhepunkt der Reise. Inklusive einer kleinen Foto-Session am Zabriskie Point mit dem Arbeitstitel "Priscilla die Death Valley Queen". Nur ein paar Schritte abseits der Aussichtsplattform (festes Schuhwerk vorausgesetzt) herrscht eine unglaubliche Stille, kein einziges Geräusch ist zu hören im Tal des Todes.
Im kompletten Gegensatz zum zweiten Abend in Las Vegas - diese laute Stadt ist eher auf spießige, kleinbürgerliche Touristen ausgelegt. Ich traue mich gar nicht schick anzuziehen, tue es aber trotzdem (too overdressed). Leaving Las Vegas, diese Stadt ist nichts für mich.

[10.03.11 / 00:18] Gegen späten Mittwoch-Nachmittag Ankunft in Las Vegas. Diese Stadt ist erst so richtig nach Einbruch der Dunkelheit interessant. Den Las Vegas Blvd, bzw. "Strip", rauf- und runtergelaufen (in Absätzen!), habe ich den Abend in einer Bar mit Motorrad-Thema ausklingen lassen. Der Sättigungseffekt dieser Glitzermetropole mit all ihren Lichtern setzt doch sehr schnell ein. Außerdem sind hier einfach zu viele Touristen.

[09.03.11 / 14:08] "Wir waren irgendwo kurz vor Barstow, am Rande der Wüste, als die Drogen anfingen zu wirken" - Tanken in Barstow, auf der Interstate in Richtung Las Vegas. Bis nach Baker hätte ich es mit den zwei Gallonen wohl nicht mehr geschafft.

[08.03.11 / 18:59] Zwei Nächte waren für das schicke Hotel in Beverly Hills vorgesehen, plus der Besuch des Rodeo Drive. Die teure Einkaufsmeile war eher enttäuschend. Was ich in meiner Preislage kaufen kann, gefällt mir nicht, und alles was mir gefällt, ist zu teuer (besonders ein schwarzes Kleid, 6000$, reine Seide, ein Traum!). Ich mußte mit dem Taxi bis nach West Hollywood fahren, um dort in einem Laden eines namhaften Modelabels endlich mit meiner Kreditkarte kräftig einzukaufen.
Bis kurz vor Sonnenuntergang war ich dann noch Essen in einem Restaurant in W. Hollywood. Trotz des Sonnenscheins und des guten Wetters wurde es mir dann auf der Terrasse doch zu kalt in meinem kurzärmligen Kleid und ich wollte wieder zurück ins Hotel. Vor dem Restaurant stand eine Limousine. Interessiert nachgefragt wieviel denn der Limousinenservice diesmal kostet, wurde ich freundlich aufgeklärt, daß es sich um eine "private" Limousine handelt. Also wieder Taxi anhalten.
Ansonsten habe ich von L.A. nicht viel gesehen (außer dem Hollywood-Zeichen aus weiter Entfernung vom Hotelfenster aus). Der Tag war von Anfang an nur für Shopping eingeplant, die Entfernungen in L.A. sind einfach zu groß, und um Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen mache ich auf meiner Reise sowieso einen großen Bogen.

[07.03.11 / 22:27] Geweckt durch das Meeresrauschen und dem Geräusch der Wellenbrandung am Morgen, ging es den Tag, bei besserem Wetter als am Vortag (kein Nebel mehr), in Richtung Los Angeles. Immer konsequent den Highway 1 entlang der Pazifikküste, vorbei an den Stränden von Malibu und Santa Monica. Am Nachmittag dort angekommen, kämpfte ich mich durch den Stadtverkehr im Großraum L.A. bis zu meinem nächsten Hotel in Beverly Hills.

[06.03.11 / 21:50] Mit dem Limousinenservice fuhr ich am späten Vormittag vom Hotel zum Flughafen, um gegen Mittag beim Car Rental Center meinen Mietwagen zu übernehmen. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit mit dem Fahrzeug (2x intuitiv die nicht vorhandene Kupplung getreten - bei Automatikgetriebe eine Vollbremsung!) und dem Navigationsgerät (in San Francisco falsch abgebogen und verfahren) ging es endlich in Richtung Pazifik - zum legendären Highway 1 ! Leider lag die Traumstraße weitestgehend im dichten Nebel und ich konnte nicht viel von ihr sehen, mal abgesehen von einigen Aussichtspunkten bei Big Sur (Foto).
Auf dem Highway 1 entlang der pazifischen Küste, durch dichte Regenwälder, die so scheinen als könnten die "Ewoks" darin leben, und dem frischen Geruch von Nadelhölzern in der Nase, fuhr ich bis zum Abend in Richtung San Simeon. Dort angekommen, die anschließende Übernachtung in einem echten "Vintage" Motel.

[05.03.11 / 18:40] Mit dem Cable Car San Francisco auf- und abfahren, Fotos von der Golden Gate Bridge und Alcatraz machen, in einer Nebenstraße in China Town etwas essen. Das alles im besten kalifornischen Frühlingswetter - gleich der erste Sonnenbrand!

[03.03.11 / 22:20] Ich sitze im Badezimmer eines schäbigen Hotels irgendwo im Frankfurter Bahnhofsviertel und drücke mir Stoff, bzw. ramme mir "das Zeug" in den Arm. Dabei betrachte ich mich im Spiegel über dem Waschbecken - was für ein Junkie!

[26.02.11 / 13:58] Briefe mit Bewerbungsabsagen öffne ich nicht mehr, in Gedanken bin schon längst weg...

[18.02.11 / 15:50] Im Gegensatz zum ersten Termin beim Psychologen zeige ich mich beim zweiten Termin viel mehr gesprächsbereit. In 60 Minuten kann ich kaum über mein ganzes Leben erzählen, dabei hätte ich noch genug Material für mehrere Telenovelas. Ich konzentriere mich auf das Wesentliche: "Schicksalhafte medizinische Diagnosen, soziale Isolation und Ausbruch".

[06.02.11 / 02:02] Nach einigen Wochen Wartezeit, der erste Termin beim (Arbeits-)Psychologen. Ich zeige mich von meiner extremsten "Rain-Man"-artigen Seite - Kommunikation? Nicht existent.

[14.01.11 / 14:28] Ein fast schon obligatorischer Besuch der Staatsgalerie - in fünf Stunden durch ein halbes Jahrtausend an Kunstgeschichte. Zurück aus Stuttgart.

[11.01.11 / 20:18] Ich sitze in einer Straßenbahn, es ist Abends, irgendwo in einer Großstadt in Deutschland. Eine Gruppe junger Männer, vielleicht angetrunken, setzt sich zu mir und fragt mich aus. Immer wieder dieselbe Frage, was ich bin. Ich weiche mit meinen Antworten aus und versuche ruhig zu bleiben.

Plötzlich, ein heftiger Tritt gegen meinen Kopf, er knallt gegen die Scheibe. Benommen kann ich kaum realisieren was gerade passiert. Es folgen weitere Schläge. Ich bin hart im Nehmen, Schläge einstecken, das kann ich! Jetzt nur nicht provozieren, das Ganze aussitzen wie Ghandi.

Irgendwann, für mich eine halbe Ewigkeit, in Echt vielleicht nur ein paar Minuten, wird es mir zuviel und ich versuche aufzustehen um da raus zu kommen. Jetzt folgt der heftigste Schlag, ich verliere beinahe das Bewußtsein.

Jetzt nur nicht hinfallen! An alles festhalten wo es nur geht! Wenn ich jetzt zu Boden gehe dann war es das, dann kommen die Tritte und ich stehe nicht wieder auf.

Erinnerungslücke

Ich bin nicht zu Boden gegangen. Der Gegner ist weg und ich blute die ganze Straßenbahn voll. OK das ist jetzt übertrieben aber ich muß doch schon irgendwie ziemlich übel zugerichtet ausgesehen haben. Glücklicherweise kommen zwei nette Menschen vorbei und versorgen mich.

...

Das alles ist schon vor zwei, drei Jahren geschehen, ich mußte mir das endlich mal von der Seele schreiben.

Durchhalten Lemmiwinks! Nicht kaputtmachen lassen!

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Kommentar:

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg
Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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