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Meine Hormonwerte sind alle im normalen bis niedrigen Bereich - das Testosteron sowie die Östrogene.

[20.04.20 / 16:55] Meine Hormonwerte sind alle im normalen bis niedrigen Bereich - das Testosteron sowie die Östrogene. Nach Rücksprache mit meiner Frauenärztin kann ich versuchen, die Dosis leicht zu erhöhen, um ein klein wenig mehr Brustwachstum anzustoßen. Von zwei Hub auf zweieinhalb täglich - also montags, mittwochs und freitags ein Hub mehr von dem Estradiolgel. Ihrer Meinung nach wird aber irgend etwas zwischen zwei oder drei Hub (zwei Hub entsprechen 1,5 mg Estradiol) keine wirkliche Veränderung bringen, andere transsexuelle Frauen pushen sich auf eigene Verantwortung viel mehr und nehmen dabei das höhere Risiko in Kauf (Osteoporose). Auch neigen transsexuelle Post-OP-Frauen - wegen des veränderten Stoffwechsels - sehr stark dazu, bei höherer Hormondosis "in die Breite zu gehen." Ich hatte mich gerade erst wieder auf 60 bis 61 kg zurückgekämpft.
Dennoch, ich starte das Experiment mit einer minimalen Dosiserhöhung, bei ständiger Kontrolle meines Körpergewichts. Ich muß aber auch langfristig auf dieser höheren Dosis bleiben, bei erneuter Verringerung der Hormonabgabe besteht die Möglichkeit, daß meine Brüste wieder schrumpfen, ähnlich wie bei einer "echten" Bio-Frau nach einer Schwangerschaft und Stillzeit.

Ein volles A-Körbchen...?

[17.12.19 / 15:59] "Schon wieder das Auto kaputt gefahren, Scheiß Parkhaus, Seitenschweller abgerissen, doofe Bordsteinkante bei der Schranke", Auszug der Kontaktnachricht an meine Liebhaber. Liegt es wirklich an den Hormonen? Es ist genau dieses eine beschissene Parkhaus, in dem ich auch meinen alten Fiat überall kaputt gefahren habe [blog/2015/08/nein/] ... in Leipzig passiert mir so etwas nie (bis jetzt).

[29.09.19 / 01:15] 4 Monate Post-Korrektur-OP - Mit meiner speziellen "Drei-Finger-Technik" (tägliches Dehnen und Einfetten) bin ich bei einer "technischen" Tiefe von bis zu viereinhalb Zentimeter da unten ... die Spitze bzw. Eichel eines Penis könnte vielleicht, unter Umständen, gerade so noch reinpassen. Ich habe immer noch nicht den Termin bei dem anderen Arzt 2021 in München abgesagt - dabei habe ich überhaupt keine Ahnung, wie da jemals mehr Tiefe gezaubert werden könnte. Mein eigenes Hautmaterial ist aufgebraucht, die Leistengegend verschnitten, der Darm unbrauchbar ... ein speziell gezüchtetes Hauttransplantat aus einer Nährlösung? Gib es auf, da ist nichts mehr zu retten. Wenigstens funktioniert meine Klitoris ... und das mit dem Feucht werden.
Vor meinem Urlaub stand ich wochenlang auf der Waage, meine Bikini-Figur, fällt es noch auf die 59 kg, sehe ich diesen Wert nach langer Zeit wieder? Bis knapp auf die 60 kg schaffe ich es, dann pendelt sich mein Gewicht ein - immerhin, vier Kilo in vier Monaten. Ich nehme nach der Operation letztes Jahr keine Testosteronblocker mehr - das, was von dem Testosteron noch an anderen Stellen in meinem Körper produziert wird, kann sich jetzt ungebremst entfalten und für einen besseren, männlichen Stoffwechsel sorgen. Das wieder mehr von dem Sexualhormon in meinem Körper ist, sehe ich an meiner Körperbehaarung ... wieder soviel wie vorher (nur eben blonder und viel feiner, mehr femininer).
Nur eine kurze Randnotiz, nicht mehr - nach fünf Jahren ist jetzt auch der letzte, kleine Rest Männersachen unbemerkt aus meinem Kleiderschrank geflogen* (ich brauchte mehr Platz für meine Röcke und Kleider) ... der Stapel ganz hinten, der nur noch da war, um meine Familienangehörigen zu beruhigen, falls ich es mir ja nicht doch noch anders überlegen könnte. Keine Chance, keine Rückkehr (die haben das wahrscheinlich auch schon längst vergessen).

(* Jemand in der Altkleidersammlung freut sich jetzt über eine echte Levi's 501.)

[06.05.19 / 16:07] Endlich die Hormonwerte der letzten Blutabnahme vom Februar (zu dem Zeitpunkt 7 1/2 Monate Post OP) - Estradiol: 116,3 ng/l und Testosteron: 0,27 µg/l - und das vollkommen ohne Testosteronblocker (klar, die Dinger sind ja auch ab). Nur das mit der zurückgekehrten Körperbehaarung stört mich etwas ... OK, es gibt auch stärker behaarte Frauen (ich bin wenigstens blond), aber meine genetisch immer noch männlichen XY-Haarfollikel reagieren eben etwas sensibler auf das bißchen Rest-Testosteron. Entweder dazu stehen oder - wie jeden Sommer - meine Unterarme rasieren (Beine sowieso).

[21.12.18 / 18:46] Psychiatrie-Update #1 - Ein Bild, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht: die vergitterten Treppenaufgänge (damit niemand von oben runterspringen kann). Kurz hinter der Schleuse befindet sich die geschlossene Station, flüchtig (und viele Meter entfernt) werfe ich einen Blick durch die Türfenster. Ich fühle mich, wie eine von diesen straffällig gewordenen Jugendlichen, die zur Abschreckung mal einen "echten" Knast besuchen dürfen. Gemischte Gefühle, eigentlich gehöre ich da rein ... oder etwa doch nicht? So weit bin ich noch nicht.
Von den ersten sieben Behandlungstagen in der Tagesklinik komme ich gleich drei davon zu spät, mal eine Stunde, mal zwei, mal den ganzen Vormittag. Für die paar angesetzten Wochen wird eine Kurzzeit-Psychotherapie bei mir nichts bringen, meine Schlafprobleme können nur medikamentös behandelt werden. Schlafen ... so schlimm war es schon seit längerer Zeit nicht mehr, ich bin wieder im "0-5-10-Stunden-Rhythmus" - ob das mit der Verschiebung der Hormoneinnahme von abends auf morgens wirklich etwas bringt, werde ich erst längerfristig erfahren.

[11.12.18 / 20:01] Jetzt geht wirklich alles sehr schnell - Montag Mittag der Anruf, Dienstag Nachmittag das Vorgespräch - und Mittwoch Morgen die Aufnahme in der teilstationären, psychiatrischen Tagesklinik. Wenn ich nicht sofort zusage, bekommt jemand anders auf der Warteliste den Therapieplatz. Ich wünschte, mir hätte das schon jemand vorher gesagt, daß ich die Hormone lieber vormittags, und nicht abends, nehmen soll. Das hätte mir vielleicht die ganzen schlaflosen Nächte (und die psychischen Konsequenzen daraus) seit drei Jahren erspart (anscheinend hat die Klinik Erfahrung mit transsexuellen Patienten, die kommen da etwas häufiger vor).

Ich bin ab jetzt weg.

(Na gut... ist ja nur eine Tagesklinik, die Wochenenden bleiben mir.)

[30.04.17 / 11:34] 2 Jahre HRT - Was hat sich verändert?

"Titten" (ein kleines A-Körbchen), Aufhalten des beginnenden Haarverlustes auf dem Kopf und Behalten meiner langen blonden Haare (leicht fülliger), verlangsamtes und feineres Wachstum der anderen Haare am Körper, weichere Haut und leichte feminine Gesichtszüge, hormonelle Schwankungen durch alle Hochs und Tiefs des weiblichen Zyklus, (extreme) emotionale Schwankungen durch alle Hochs und Tiefs des weiblichen Zyklus, stärkere Neigung zu Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen, Einnahme von Antidepressiva, Gewichtszunahme um ein paar Kilos.

Was hat sich nicht verändert?
Stimme, Statur, Schuh- und Kleidergröße.

Würde ich es wieder tun? Ja.

[24.03.17 / 21:16] 1 Jahr und 11 Monate HRT (-4 Tage) - 62,6 kg - Wow! Ich bin noch ganz verblüfft von der letzten Messung meines Körpergewichts auf der Waage an diesem Morgen, anscheinend habe ich ziemlich schnell anderthalb Kilo abgenommen. Entweder liegt das an meiner "0-Schwein-Diät" oder an dem radikalen Absetzen der Antidepressiva (die nachweislich zu einer Gewichtszunahme führen). Ich sehe auch nicht mehr so aufgeschwemmt am Körper und im Gesicht aus. Natürlich fällt es mir jetzt besonders schwer, wieder mit dem Zeug anzufangen ... wenigstens hatte die Qual mit der Schlaflosigkeit der letzten Wochen einen überraschenden und erfreulichen Nebeneffekt.

Zu dem anderen Thema, ich war den Mittag bei meiner Krankenkasse (gehe ich überhaupt noch arbeiten?) ein paar Fragen wegen dem Antrag auf Kostenübernahme der geschlechtsangleichenden Operation stellen. Die Arbeit meines Psychotherapeuten ist doch nicht ganz getan, ich brauche von ihm noch einen Nachweis über 18 Monate psychotherapeutische Behandlung mit mir (die Krankenkasse ist da doch ganz streng) und er muß auch bestätigen, daß ich schon über 18 Monate im Alltagstest lebe. Ich dachte, diesen ominösen Test hätte ich schon längst hinter mir, ich lebe doch schon seit über 2 Jahren komplett und durchgehend als Frau. Außerdem brauche ich für den Antrag bei der Krankenkasse noch meine zwei Gutachten von der Namensänderung, die Indikation für die Hormontherapie (wieder mein Therapeut), mal wieder einen aktuellen Lebenslauf von mir (der alte Lebenslauf wird um das letzte Jahr ergänzt ... mit Bezug auf den Wunsch einer Operation) und letztendlich eine Stellungnahme des ausführenden Chirurgen über die erforderlichen medizinischen Schritte (und wahrscheinlich die anfallenden Kosten). Erst dann, wenn ich alle Unterlagen zusammen habe, kann ich den Antrag bei der Krankenkasse stellen (also frühestens im Juni).

(Und nebenbei habe ich auch noch angefragt, ob mir eine Brustvergrößerung bezahlt würde - natürlich nicht, ich habe doch schon ein kleines A-Körbchen ... mit dem ich eigentlich zufrieden bin, 78 zu 89 cm.)

Nachtrag: Bei meinem letzten Besuch bei meiner Frauenärztin (Rezept für die Hormone holen) habe ich nochmal nach den Werten von meiner letzten Blutabnahme im Dezember gefragt. Seitdem ich letzten Sommer die Dosis von 3 auf 2 Hub Estradiol-Gel verringert habe, ist dieser Wert doch etwas gesunken und liegt jetzt bei 82,3 ng/l (-92,5 ng/l) ... ziemlich wenig - wenn ich auf den Mondkalender schaue - eigentlich hätte ich an dem Tag der Blutabnahme im hormonellen Höhepunkt meines (imaginären) Monatszyklus sein sollen. Wenn ich möchte, kann ich die Dosis wieder auf 3 Hub Estradiol-Gel erhöhen ... muß dabei aber auch an die Nebenwirkungen denken. Wenigstens der Testosteronwert ist unverändert niedrig bei 0,18 µg/l (+/- 0,00 µg/l) ... nur leider sind meine Körperzellen auf "XY" programmiert und kommen - entgegengesetzt zu meiner zutiefst weiblichen Seele - nicht so gut mit dem niedrigen männlichen Hormonwert zurecht, ergo Depressionen (so wurde mir das jedenfalls aus medizinischer Sicht erklärt). Ich habe auch noch nie von einer transsexuellen Frau gelesen oder gehört, die -nicht- zusätzlich noch Psychopharmaka nimmt.

[28.02.17 / 21:35] 1 Jahr und 10 Monate HRT - 2 Uhr, 3 Uhr, 4 Uhr, 5 Uhr ... 8 Uhr? Bestimmt drei Stunden Schlaf. Wie sehr sich doch die schlaflosen Nächte denen vom Februar/März des letzten Jahres ähneln (scheint wohl so eine Art "saisonbedingte" Schlaflosigkeit zu sein). Ich wollte es so ... und die Schlaftabletten / Antidepressiva komplett absetzen (kalter Entzug) - da muß ich jetzt durch. Ich hoffe wenigstens auf einen kleinen Nebeneffekt auf der Körperwaage ... 63,9 kg? Nein, die Digitalanzeige pendelt doch noch auf die 64,0 kg den heutigen Morgen.
Möglicherweise (laut der Meinung meiner Hausärztin) verursacht die konstante Therapie mit den weiblichen Hormonen, bei eigentlich gleich bleibender Dosierung, erst den Monatszyklus (einer Frau) mit den unterschiedlich stark schwankenden Hormonwerten in meinem Körper - das würde wieder ziemlich genau zu den paar Tagen (bzw. Nächten) mit den massiven (und jetzt unbehandelten) Schlafproblemen passen. Das passiert mir eben jetzt alle 28 Tage, ich wollte ja auch das komplette Programm.

[28.01.17 / 00:57] 1 Jahr und 9 Monate HRT - Kann ich das Ganze wieder rückgängig machen? In letzter Zeit kommen mir doch solche Gedanken und ich versuche sie zu analysieren. Ich komme nicht damit zurecht, daß ich von Männern nur für Sex benutzt werde und ich als (Trans-)Frau nichts weiter wert bin. Kann ich nicht wieder das einfache, asexuelle "Etwas" von früher werden? Ich spiele mit den Gedanken, entweder gar nicht mehr vor die Tür zu gehen und mich komplett aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, oder - wenn ich das nächste Mal ausgehe - alle meine weiblichen Attribute an meinem Körper komplett zu verstecken ... nur um nicht die Aufmerksamkeit von Männern zu erregen. Ich bin (als Frau) leider nicht häßlich genug.
Meine Brüste kann ich durch einen weiten, schwarzen Kapuzenpullover verdecken, als Schuhe kann ich jederzeit auf meine schweren, absatzlosen Schnürstiefel zurückgreifen (die sind unisex). Nur für meine langen, blonden Haare finde ich keine Lösung - Abschneiden? Niemals. Wenn ich meine weibliche Identität verleugne, meine weibliche Seele unterdrücke (in dieser von Männern dominierten Welt) - gehe ich früher oder später daran kaputt. Zu viele Vergewaltigungsalpträume die Nächte ... und nur noch drei Antidepressiva-Pillen übrig. Schwere Entscheidung - neues Rezept holen? Oder doch kalter Entzug (und endlich aufwachen).

Die Hormone werde ich niemals wieder absetzen ... ich plane weiter den nächsten großen "Einschnitt" (um alles verhaßte Männliche an mir endgültig zu beseitigen - es bleibt nur die ultrafeministische "Amazone" übrig).

[29.12.16 / 00:40] 1 Jahr und 8 Monate HRT - Irgendwie hat sich die Körperbehaarung doch verändert ... es fällt mir nur nicht über den langen Zeitraum auf. Speziell die Beine ... die Haardichte ist zwar unverändert, aber die Haare sind so fein, fast farblos (helles Blond) und wachsen so langsam, daß ich auch alle ein oder zwei Wochen nicht ständig nachrasieren muß (ok ... im Moment ist ja auch Winter und zu kalt für kurze Sommerkleidchen).

[28.11.16 / 21:44] 1 Jahr und 7 Monate HRT - 78 zu 89 cm - Ich muß meinen Brustumfang mittlerweile doch etwas nach oben korrigieren. Das kleine A-Körbchen wirkt jetzt noch etwas üppiger und voller (ich habe ja auch meinen Freund gefragt: "Do you think it's bigger now?"). Mein Körpergewicht liegt stabil bei 65 kg (könnte sich aber durch erhöhten Schokoladenkonsum zu dieser dunklen Jahreszeit etwas erhöhen). Immerhin ... die Antidepressiva habe ich auf ein oder zwei Tabletten die Woche reduzieren können (nur falls mal ein "beschissenes" Wochenende passiert, muß ich ein paar mehr davon einwerfen).

[28.10.16 / 00:52] 1 Jahr und 6 Monate HRT - Einmal im Monat, ungefähr alle 28 Tage, immer so zwischen Vollmond und dem ersten Viertel ... da bin ich für ein paar Tage ziemlich düster drauf und etwas (emotional) empfindlich und brauche die doppelte Dosis der Antidepressiva. Ich sollte keinen Zyklus haben - aber er ist trotzdem da! Ich hatte schon immer einen leichten, emotionalen Monatszyklus. Nur in der Anfangsphase der Hormontherapie, als die Östrogene mit 4 Hub täglich total überdosiert waren, habe ich meinen Monatszyklus für eine kurze Zeit verloren ... aber seitdem ich schrittweise die Hormone auf 2 Hub täglich reduziert habe, ist er wieder da. Die emotionale Hochphase (Eisprung?) kam sehr lange immer so gegen Vollmond, das hat sich aber über die Jahre immer weiter auf ein paar Tage davor verschoben. PMS dann zwischen 1 oder 2 Wochen später ... nur das mit dem Blut habe ich nicht (alles nur Gefühle).

[28.09.16 / 21:56] 1 Jahr und 5 Monate HRT - Schon lange keine Änderungen mehr in meinem Brustumfang, manchmal fühle ich aber doch noch etwas die Schmerzen wie ganz zum Anfang ... vielleicht wird es noch einen halben Zentimeter mehr. Jedenfalls hat sich mein Gesicht das letzte halbe Jahr durch die Hormontherapie deutlich verändert, es wirkt jetzt noch etwas mehr weiblicher ... vor allem die weichen Lippen gefallen mir.
Mein Gewicht ist etwas leicht gesunken auf 65 kg (immer zum selben Tageszeitpunkt messen, für brauchbare Referenzwerte), trotzdem werde ich wohl nie mehr zu meinem Ausgangsgewicht von 58 kg zurückkehren. Meine Frauenärztin hat mir das mit der Gewichtszunahme erklärt, es liegt an dem fehlenden Testosteron und den veränderten, neuen weiblichen Stoffwechsel im Körper - Frauen setzen einfach schneller Fett an (wenn es denn wenigstens nicht nur am Bauch wäre ... aber ich quetsche mich weiter tapfer in meine alten, engen Jeanshosen).
Momentan läuft auch der gefühlt x. Versuch die Antidepressiva auszuschleichen, immerhin die Halbierung der Tagesdosis hat offenbar funktioniert. Noch berauscht durch die Glückshormone wegen meiner erfolgreichen Namensänderung, denke ich bereits über den nächsten Schritt nach, um meine äußere Hülle der inneren Seele anzupassen - die finale Operation "da unten" (dabei habe ich noch nicht einmal den Mut, mir Ohrlöcher stechen zu lassen).

(Nachtrag ... 07:34 ... ein Morgen danach. Jetzt habe ich zwar die ADs abgesetzt, dafür aber wieder mit der Interferontherapie angefangen - weil die HIV-Patienten in dem Film "Dallas Buyers Club", den ich vor ein paar Tagen gesehen habe, sich auch das Interferon durch den Körper jagen. Jetzt weiß ich erst wieder, wie sehr das einen wegknallt ... gleich noch ein paar IBUs nachwerfen.)

[28.07.16 / 19:53] 1 Jahr und 3 Monate HRT - aktuelle Werte (vom Juni) - Estradiol: 174,8 ng/l (-130,8 ng/l) und Testosteron: 0,18 µg/l (-0,04 µg/l). Meine Frauenärztin rät mir, die Dosis Östrogene von 3 Hub weiter auf 2 Hub täglich zu reduzieren. In ihren Augen ist der Estradiolwert immer noch zu hoch. Was wird dann mit mir passieren, mit weniger weiblichen Hormonen? Keine Gefühlsexplosionen mehr? Weniger Gewichtszunahme? Meine Brüste gehen definitiv nicht mehr weg, die bleiben jetzt - und das hoch dosierte CPA* blockiert weiterhin alles männliche. Also alles wie früher - nur mit Titten.

(* Neuerdings das echte Androcur, die Krankenkasse bezahlt das jetzt endlich.)

Momentan läuft auch mein dritter Versuch, die Psychopharmaka langsam abzusetzen ... schon 65 kg (+7 kg) auf der Waage ... ob das jemals wieder runtergeht?

[28.06.16 / 21:32] 1 Jahr und 2 Monate HRT - keine Änderung des Brustumfangs, aber meine Brüste wirken irgendwie viel üppiger und fülliger - genauso wie der Rest meines Körpers, die Waage steht mittlerweile schon bei 64 kg (+6 kg) ... ich sollte mein tägliches Schokoladenritual überdenken.

Zu etwas (nicht ganz so) anderem, die zweite MRT-Untersuchung des Gehirns und der kompletten Wirbelsäule (2x innerhalb von 10 Tagen) liegt jetzt hinter mir. Ein Untersuchungsbefund bekomme ich erst in 7 oder 8 Wochen ... (ganz lange Pause) ... und dabei geht es schon lange nicht mehr darum, ob etwas gefunden wurde - sondern nur noch darum, den schleichenden Verfall (oder den Nervenmark-zerstörenden Krankheitsverlauf) zu dokumentieren. (-x Jahre bis zum geplanten Selbstmord)

[28.05.16 / 19:39] 1 Jahr und 1 Monat HRT - das die Therapie mit Hormonen eine Therapie mit Antidepressiva nach sich zieht, hat mir vorher auch keiner gesagt. Schon über 5 Kilo mehr auf der Waage ... aber ich plane wieder die Psychopharmaka langsam auszuschleichen. Hoffentlich funktioniert's.

Wiederum zu etwas vollkommen Anderem ... ich habe vor ein paar Tagen wieder ein sehr langes Telefongespräch (über eine Stunde) mit meinem marokkanischen Liebhaber geführt ... seit einem halben Jahr will er mich unbedingt wieder treffen. Ob es das nächste Wochenende endlich klappt? Vielleicht ... vielleicht nicht. (Ob ich wohl auf alle Männer so eine verführerische Wirkung habe? Finde es heraus...)

[28.04.16 / 23:52] 12 Monate HRT (1 Jahr) - den Tag war ich noch bei meiner Frauenärztin, ein Rezept für die Hormone und Testo-Blocker holen - und den Zettel mit den Laborwerten 5 Wochen zuvor. Testosteron: 0,22 µg/l (-0,02 µg/l), Estradiol: 305,6 ng/l (+142,9 ng/l). WTF?! So ein hoher, schwankender Wert bei gleichbleibender Medikation? Ein Blick in den Kalender verrät es - die Blutentnahme war zwei Tage vor Vollmond! Und ich habe doch einen Monatszyklus. Kurz vor Vollmond, alle 28 Tage, bin ich immer besonders aktiv ... die Woche um Neumond - PMS! (Nur ohne Blut.) Das Brustwachstum ist nach gut einem Jahr leider zum Stehen gekommen, da tut sich nichts mehr (aber Hauptsache ich passe in eine 75A).

Zu etwas vollkommen Anderem ... mein tunesischer Verehrer ist den langen Weg von Leipzig bis zu der Stadt, in der ich arbeite gekommen, um mich in der Woche nach Feierabend zu treffen. Er hat schon einige Stunden am Hauptbahnhof auf mich gewartet und überreicht mir bei meiner Ankunft zwei Blumensträuße voller roter Rosen ... wie nett von ihm. (Der kleine Strauß macht sich sehr schön auf dem Armaturenbrett meines rubinroten MX-5.) Wir gehen noch etwas Essen und einen Kaffee trinken (hier bekomme ich einen Ring von ihm), bevor wir an der Elbe ein paar Schritte entlang spazieren - und uns etwas abseits auf einer Parkbank sehr intimer kommen. Leider (für ihn) muß ich das Ganze bei Anbruch der Dunkelheit wieder abbrechen und ihn zum Bahnhof fahren, damit er noch einen Zug nach Leipzig bekommt - vielleicht treffen wir uns dann da wieder, in seiner oder in meiner neuen Wohnung. Nur zwei Tage zuvor, habe ich über eine Stunde mit meinem marokkanischen Verehrer telefoniert - und ihn auch in meine neue Wohnung eingeladen. Ich habe etwas mit drei Männern am Laufen ... gleichzeitig ... in welchen Teil in dieser Geschichte bin ich eigentlich zu einem Flittchen geworden?

(... Und ich wollte auch noch die Psychopharmaka ausschleichen - aber das ging vollkommen daneben.)

[28.03.16 / 21:15] 11 Monate HRT - Hormone und Antidepressiva - eine teuflische Kombination. Die zusätzlichen Kilos (morgens 62 kg auf der Waage) bekomme ich wohl nie wieder von meinem Gewicht runter. Der Brustumfang liegt dafür weiterhin bei 77 cm zu 88,5 cm. Mir liegen jetzt die Werte des Hormonspiegels von vor drei Monaten vor: Nach Änderung der Medikation auf drei Hub ist der Estradiolwert erwartungsgemäß gesunken, auf 162,7 ng/l (-192,5 ng/l). Der Testosteronwert schwankt weiterhin im niedrigen Bereich bei 0,24 µg/l (+0,01 µg/l). Die Medikation bleibt bei drei Hub Estradiol-Gel täglich und 50 mg CPA. Für das nächste Quartal, wenn ich ein neues Rezept für meine Hormone hole, werde ich bei meiner Frauenärztin nach den aktuellen Laborwerten der letzten Blutentnahme fragen.

Zu etwas vollkommen, vollkommen Anderem ... was mir in letzter Zeit so durch den Kopf geht: Wenn das wirklich so ein "todsicheres" Ding wäre, sich mit einer Überdosis Antidepressiva umzubringen, dann würden doch alle Depressiven das reihenweise tun? Macht aber keiner - wahrscheinlich führt das nur geradewegs ins nächste Krankenhaus, aber nicht in den sicheren Tod. Sollte ich mir wegen den zunehmenden Suizidgedanken in letzter Zeit Sorgen um mich machen? ... Nein, ... das ist ganz normal, ... kommt immer mal wieder.

Die Dosis der schlaffördernden (oder besser, jetzt nur noch leicht schlafünterstützenden) Serotoninhemmer/Antidepressiva werde ich verdoppeln müssen, da die schlaffördernde Wirkung nachläßt ... wieder zunehmende Schlafstörungen/Wachphasen in den letzten Tagen. Die Arbeit ist es, die mich psychisch fertig macht! Vor einigen Jahren noch als Mann angefangen, kann ich mittlerweile als hormonelle Frau überhaupt nichts mehr mit diesen Technik-Kram anfangen - und bekomme dafür all diese negativen, emotionalen Schwingungen zwischen der Belegschaft und den diversen Managementschichten unmittelbar mit! Ich fühle mich da als empfindsame Frau nicht mehr wohl. Ich will einfach nur noch kündigen und weg ... weg nach Leipzig und zu meinem Freund ziehen.

[28.02.16 / 21:45] 10 Monate HRT - und extreme Schlaflosigkeit die letzten drei Wochen (von einer meiner vier behandelnden Ärztinnen auch "nichtorganische Insomnia" genannt). Es gibt Momente, da bin ich bis zu 64 Stunden durchgehend wach. Ich komme die Nacht bis zum Einschlafpunkt, kann aber mein Bewußtsein nicht komplett abschalten, stehe auf, laufe nervös und unruhig umher, gehe ins Bad, befeuchte mein Gesicht, reiße das Fenster auf um durchzuatmen, Hitzewallungen, lege mich wieder ins Bett - und das Spiel wiederholt sich alle paar Minuten die ganze Nacht. Was kann das sein? Depression (mit ewigen Grübeln)? Wechseljahresbeschwerden (mit 34)? Ich habe einen Verdacht - das Cyproteronacetat. Vielleicht hat mein Körper jetzt eine ganze Menge an neuen Östrogen-Rezeptoren ausgebildet und das CPA, das eigentlich das nicht mehr vorhandene Testosteron blockieren sollte, blockiert jetzt des Östrogen und es kommt zu diesen Mangelerscheinungen? Depression und Angst stehen auch im Beipackzettel unter häufigen Nebenwirkungen. Ich zerteile die 50 mg Tablette und schaue mal, was passiert. Zusätzlich habe ich aber auch mit einer mindestens zweiwöchigen Baldriankur angefangen, die wirkt so schön sedierend und ich kann (manchmal) endlich wieder einschlafen. Beim nächsten Termin mit meiner Frauenärztin sollte ich über meine Hormonsubstitution sprechen und ob das CPA nicht jetzt dauernd reduziert werden kann. Ich werde mich ja nicht gleich wieder zu einem Mann zurückverwandeln (hoffentlich). Mein Brustumfang liegt weiterhin bei 77 zu 88,5 cm.

Nachtrag: Die Frustration wegen dem ständigen Schlafmangel macht mich irgendwie gefährlich aggressiv - ich nehme vorsichtshalber wieder die volle Dosis Testosteronblocker (ich will nicht wieder mein Bett "verkloppen"). Konnte ich vorher noch für 1 bis 2 Stunden die Nacht schlafen, lege ich in den 6 Tagen auf halber CPA-Dosis für 3 Nächte komplett wach.

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Kommentar:

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg
Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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