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Weiter zurück in der Vergangenheit:

[26.12.14 / 00:06] Weiter zurück in der Vergangenheit: Seit 2002 versuche ich mehr und mehr das Frau-Sein in mein Leben zu integrieren, bestelle Sachen im Internet (Farbe ausschließlich Schwarz) und fülle meinen Kleiderschrank (das eigenständige Leben außerhalb des Elternhaus erweist sich hier als Vorteil). Erster Kontakt zur Außenwelt als Frau ist im Sommer 2003. Mit Make-up und entsprechend weiblich angezogen fahre ich etwas mit dem Auto umher.

Diesen Auszug aus meinem Lebenslauf für den Therapeuten geht ein Textabsatz vorher, in dem es um die Konfrontation mit einer schicksalhaften medizinischen Diagnose und Suizid geht, jenen düsteren Teil meiner Vergangenheit möchte ich in meinem Blog nicht mehr veröffentlichen.

[25.12.14 / 01:30] Und noch ein Auszug ... der Intimste von allen, und nie dazu bestimmt, veröffentlicht zu werden: Ende Januar 2004, ich lerne eine Frau im Internet kennen, im Chat-Raum einer Musiktauschbörse. Sie spricht mich an ob ich "Gothic" bin, da ich mich dieser schwarzen Musikszene zugehörig fühle und ich nach der entsprechenden Musik gesucht habe, erwidere ich das Gespräch. Ihr Name ist #### und sie kommt aus Süditalien. Wir unterhalten uns im Internet noch ein paar Wochen und stellen viele Gemeinsamkeiten und gleiche Interessen fest. Während der Semesterferien im März 2004 lädt sie mich für ein langes Wochenende zu sich ein, in ####### bei Bari, Süditalien.
Wir begegnen uns an einem Donnerstag Abend am Bahnhof in Bari. Mir fällt sofort auf, daß sie einen ähnlichen langen schwarzen Damenmantel wie ich trägt - und das sie um die 10 bis 15 Jahre älter ist als ich (ihr wahres Alter hat sie mir nie verraten). Sie weiß nichts von meiner weiblichen Seite und sieht in mir einen jungen Mann mit langen blonden Haaren. Wir sind uns gleich sympathisch. Noch in derselben Nacht kommt es zu meinem ersten sexuellen Kontakt. Ich bin vollkommen überfordert und gelähmt von den neuen Eindrücken und breche das Ganze ab, auch weil wir keine Kondome benutzen. Sie hat sehr schnell mitbekommen, daß das mein erstes Mal ist und war darauf auch nicht vorbereitet.
Dennoch verbringen wir ein paar schöne Tage bei ihr in Süditalien. Ich genieße einige Momente: An einem Strand, der für Partnertausch bekannt ist, sprechen uns zwei Männer an, sie wollen die zwei jungen blonden Frauen kennenlernen. Sie muß ihnen erklären, daß ich keine Frau bin. An einer Ampel halten ein paar junge Männer auf ihren Mopeds neben unserem Auto und bemerken die zwei "Blondinen" darin, #### und ich küssen uns und geben damit vor, ein lesbisches Pärchen zu sein. Abends fährt sie mit mir zu sich nach Hause zurück, sie ist etwas angetrunken und bekifft (auch meine erste, einzige Drogenerfahrung), sie meint, das ist OK, die Polizisten würden im Dunkeln niemals zwei junge Frauen anhalten.
Es kommt die Nächte noch zu weiteren sexuellen Kontakten, aber ich habe immer das Gefühl, das ist nicht das was ich will. Ich muß dabei zwangsweise immer die männliche Rolle annehmen, da die "Steckverbindung" nun mal nur so in die eine Richtung funktioniert. Ich wünschte, wir wären einfach nur ein lesbisches Paar, aber ich habe nicht den Körper dafür - und sie hat bis zu diesen Zeitpunkt auch überhaupt keine Ahnung von meiner wahren Natur.
Ich verlasse sie nach dem Wochenende an einem Montag Mittag am Bahnhof in Bari. Für sie ist es ein Abschied für immer und sie ist fest überzeugt, ich werde sie vergessen. Ich bin der Meinung, ich werde sie bald wiedersehen und habe mich irgendwie in sie verliebt.
Der Kontakt bricht sehr schnell ab, sie ist immer weniger online im Internet und ich habe das Gefühl, sie geht mir aus den Weg. Die Zurückweisung führt zu Kränkungen und bei den wenigen Internet-Chats, die wir noch zusammen führen, werden wirklich sehr verletzende Worte gewechselt. Ich bin enttäuscht von dem Ganzen und dem Ende und bereue, daß ich mich auf das Wochenende mit ihr eingelassen habe.

[24.12.14 / 00:09] Noch ein kurzer Auszug: Im Herbst 2004 lebe ich mehr und mehr an den Wochenenden als Frau und beginne von Wernigerode aus, mit dem Auto in die Discos und Clubs nach Leipzig zu fahren. Der Moment, das erste Mal als Frau am Abend durch die Leipziger Innenstadt zu laufen und mein Spiegelbild in den Schaufenstern zu sehen, ist sehr bedeutend für mich. In der Disco lerne ich (als junge Frau) die ersten Männer kennen (nur harmlose Gespräche).

[22.12.14 / 00:03] Ein weiterer Auszug aus meinem Lebenslauf: Oktober 2005 will ich noch viel mehr offen als Frau leben, gehe als Frau zu den Vorlesungen, kaufe als Frau Sachen zum Anziehen in den Geschäften, nehme meine ersten Therapiestunden bei einem Psychiater in #########. Ich bin transsexuell. An der Hochschule habe ich damit kein Problem, ich habe keinen Kontakt zu den anderen Kommilitonen und lebe mein eigenständiges Leben. Getrieben von dieser neuen Entwicklung, erzähle ich auch erstmals #### (eine alte Freundin, Anmerkung der Redakteurin) in einem unserer seltenen gewordenen Gespräche, von meiner Neigung als Frau leben zu wollen. Für sie bin ich ab jetzt (so gut wie) ein Perverser und der Kontakt bricht vollkommen zusammen. Auf diese extreme Reaktion war ich wirklich nicht vorbereitet - diese tiefe Enttäuschung, dieses Trauma, diesen bitteren Vertrauensverlust werde ich niemals verarbeiten und das begleitet mich bis jetzt. (...) Nach diesen beiden Erlebnissen beende ich mein kurzes Vollzeit-Leben als Frau, breche die Therapie ab und lebe wieder ein Pseudo-Leben als Mann, das sich einfach nicht richtig und leer anfühlt. Ich bin wieder da, wo ich schon mal war und warte auf den biologischen Tod.

[19.12.14 / 23:41] IPL-Behandlung #17 - Die vorerst letzte Behandlung. Ein paar wenige dunkle Haare am Mundwinkel und am Kinn wurden noch "weggeblitzt", aber ich spüre so gut wie keinen Schmerz mehr (also auch keine Wirkung). Die vorhanden hellen Haare am Kinn und an der Wange (so wenig, daß sie zählbar sind) gelten als unbehandelbar. Das es auf dieses Endergebnis hinauslaufen wird, war mir schon seit Beginn der ganzen Behandlungs-Serie bewußt. Ich kann nur hoffen, daß die dunklen Haare auch dauerhaft wegbleiben. Eine Rückkehr des Bartschattens wäre mein Alptraum.

[18.12.14 / 23:10] Ein Auszug aus meinem acht Seiten langen Lebenslauf: Sein Name ist ###### und er ist etwa 30 Jahre älter als ich (und wir sind uns schon mal 2009 begegnet). Er lädt mich nach der Disconacht zu sich in seinem Hotelzimmer ein. Er hat einige Erfahrungen mit jungen transsexuellen Frauen und für ihn bin ich für diese Nacht seine "große Liebe". Es kommt zu einigen erotischen Handlungen, aber nichts Ernstes. Viel wichtiger in meiner Erinnerung ist, daß er mir danach, am frühen Morgen, sein favorisiertes Laufhaus für junge transsexuelle Prostituierte im Hannover Rot-Licht-Bezirk zeigt. So erfahre ich auch von dieser Seite des Lebens. Die Prostituierten wirken abgekämpft, es ist sehr harte körperliche Arbeit. Ich bin zu diesem Zeitpunkt etwa zwei Jahre arbeitslos, aber das ist keine Option für mich. Irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen, daß ich ihnen ihren besten Kunden durch meinen Hotelbesuch weggenommen habe. Ich sehe ihn nie wieder und festige meine Idealvorstellung, mich nur auf "One-Night-Stands" einzulassen, ohne emotionale Verbindung, keine Enttäuschungen.

[16.12.14 / 00:02] "Sex, Drogen, Gewalt..." - mein Lebenslauf für den Therapeuten enthält all die negativen Berührungspunkte mit der dunklen Seite des Lebens - die Schicksalsschläge, die schweren Diagnosen, alle meine von mir verlassenen Männerbekanntschaften. Diese Erinnerungen daran und die erlebten Gefühle niederzuschreiben, ist sehr aufwühlend. Wäre mein Leben nur leicht anders verlaufen, ich hätte auch eine transsexuelle Prostituierte werden können, die ihre Hormone über den Schwarzmarkt bezieht.
(Bezüglich der weiblichen Hormone und eines positiven Indikationsschreibens, gibt es doch wieder Hoffnung für mich.)

[27.11.14 / 23:13] 10 Wochen auf Cyproteronacetat - Ich wache eines Morgens auf, sehe mich im Spiegel und stelle fest, daß sich mein Körper über Nacht verändert hat (also nicht wirklich ... mir fällt es nur jetzt erst auf). An einigen markanten Stellen, wo bis vor kurzem noch Haare waren, sind jetzt keine mehr! Das männliche "Körper-Behaarungs-Muster" verschwindet endlich - nie wieder "Ganz-Körper-Rasieren" von den Zehen aufwärts (ok ... außer die Beine, die brauchen weiter meine Zuwendung).
Zusätzlich zu dem penibel überwachten Gewicht und der Registrierung jeder kleinsten, täglichen Schwankung der Kilogramm-Anzeige auf der Waage, beobachte ich auch Veränderungen meiner eigenen Psyche sehr genau. Denn wie schon bei dem anderen starken Medikament, welches ich mir regelmäßig injiziere und welches für Depressionen berüchtigt ist, glaube ich, daß nicht das Medikament selbst die Depressionen verursacht, sondern die besondere Lebenssituation in der sich die Patientin befindet.
Die Euphorie der ersten Wochen wirkt sich weiterhin positiv auf meinen Gemütszustand aus.

[09.11.14 / 12:21] Sieben Wochen nach Beginn der Einnahme der Testosteron-Blocker, die Gesichtshaut ist klarer und feiner geworden. In Kombination mit der Befreitheit vom Bartschatten durch die IPL-Behandlungen brauche ich kein Make-up mehr, ein einfacher Kajal-Strich reicht aus. So geschehen letzte Nacht in der Diskothek.

Nur noch ein Gedanke beherrscht alles: "Ich will nicht mehr zurück."

[30.10.14 / 22:41] IPL-Behandlung #16 - Nahezu schmerzlos ... ich spüre nur noch ein paar kleine Stiche auf der Haut, beim Aufblitzen des Lichtes - Nichts im Vergleich zu den ersten Sitzungen, bei denen großflächig die dunklen Haare im Gesicht "herausgebrannt" wurden.

[24.10.14 / 22:42] Fünf Wochen nach Beginn der täglichen Einnahme des synthetischen Progesteron-Derivats (laut Wikipedia-Halbwissen auch "Progestine" genannt). Der Sexualtrieb war sofort weg - aber diese ungeliebte männliche Eigenschaft war bei mir sowieso vorher nicht sehr stark ausgeprägt. Die kleine Tablette wirkt auf jeden Fall auf mich wie Anti-Depressiva, die Stimmung ist deutlich aufgeheitert bis fröhlich, Suizid-Gedanken treten stark in den Hintergrund oder sind komplett verschwunden - und alle meine Tokio-Fotos sind knallbunt! (Doch das wird sich nicht auf meinen schwarzen Kleidungsstil auswirken ... einmal Avantgarde, immer Avantgarde.)

[12.10.14 / 21:58] Nachtrag zu meinem Trip durch Tokio: In meinen Pikes befinden sich ab jetzt wieder die alten Einlegesohlen meiner alten Bundeswehr-Kampfstiefel ... für kilometerlange Shopping-Touren.

[02.10.14 / 13:29] Mit der Einschienenbahn zum Haneda Flughafen. Das Restgeld wird im Duty Free Shop verpulvert. Ich wollte schon immer mal was von Chanel Mademoiselle besitzen. Seit Jahren schon trage ich immer wieder ein kleines Duftkärtchen in meiner Tasche herum. (Auch gekauft: Ein "Hello Kitty"-Schlüsselanhänger ... für das Rocker-Motorrad.)

[01.10.14 / 23:11] Der wohl schönste Stadtteil von Tokio/Ueno: Yanaka, Nezu und Sendagi. Auf Entdeckungstour in den Straßen und Gassen dieses Viertels mit dem kleinstädtischen Charme. Alle paar Meter, hinter jeder Ecke, findet sich ein neuer, kleiner Tempel (das sind auch alles kleine Friedhöfe). Einige paar alte Holzhäuser scheinen das letzte Jahrhundert überstanden zu haben. Das Wetter ist für mich auch optimal, ein Temperatursturz und grauer Himmel.
Abendessen in Shinjuku, keine Extras, nur Stäbchen. Zurück in das Hotel, Koffer packen (und noch ein Grüntee-Eis kaufen).

[30.09.14 / 22:02] Unterwegs in der "Electric City" in Akihabara. Von meinem mitgebrachten Bargeld will ich mir wenigstens noch eine neue Fotokamera kaufen, doch das von mir favorisierte Modell finde ich dort nicht in den Geschäften. Dafür in den großen Elektronikmärkten von Shinjuku. Ich hantiere etwas mit dem Ausstellungsstück umher, bis ich die Kamera im japanischsprachigen Einstellungsmenü "kaputtgespielt" habe. Still und unauffällig verlasse ich den Laden. Mehrsprachige Menüs sind nur für das Exportmodell vorgesehen - und dieses wird dort nicht verkauft. Wozu auch? Japaner brauchen kein englischsprachiges Menü, wenn es ihre Made-in-Japan-Kamera auch in japanisch gibt. Bis jetzt ist Tokio als angepriesenes Einkaufsparadies nur enttäuschend. Nichts als kaputte Füße (ich hätte nicht gedacht, daß man Lederschuhe so stark durchschwitzen kann).
Kulinarisch ist Japan aber sehr interessant (Eis mit Grüntee-Geschmack!), Abendessen heute: irgend etwas, das vorher mal im Meer gelebt hat mit Nudeln. Vorsorglich wird mir wieder eine Gabel beiseite gelegt, die ich aber nur noch zum Aussieben des Bodensatzes verwende.

[29.09.14 / 22:41] Mit dem Regionalzug außerhalb von Tokio, eine Stunde Fahrt vorbei an einem nicht enden wollenden Häusermeer, das sein Erscheinungsbild nur langsam ändert, von metropolartig über suburban zu kleinstadtmäßig. Ich will zum großen Daibutsu nach Kamakura. Dort am Bahnhof angekommen, muß ich noch 2 km in der Mittagssonne (28°C) durch die Ortschaft laufen. So etwas steht nicht im Reiseführer, der einzige Vorteil als Bustourist, direkt an das Ziel gefahren zu werden. Ich verlaufe mich und komme beim Hasedera-Tempel wieder raus - schaue ich mir den eben zuerst an. Das Panorama auf die Meeresbucht ist fotogen. Für die Höhle am Berghang reichen meine Münzen leider nicht aus, um dort auch eine kleine Buddha-Statue aus Ton hinzustellen.
Weiter zu Fuß, den Wegweisern folgend, zur großen Buddha-Statue, dem Daibutsu. Seit Anfang meiner Reiseplanung ein Pflichtpunkt im Programm. Ich nehme mir die Zeit, die Statue auf mich wirken zu lassen (der Vorteil als nicht-Busreisetourist), kaufe noch eine kleine Replika und laufe (1...2 km) in der Nachmittagssonne wieder zurück zum Bahnhof von Kamakura. Ich will den Regionalzug in die Metropolregion Tokio noch vor 17 Uhr benutzen, bevor es zu voll wird.
Wieder zurück in Shinjuku, bestelle ich das Abendessen in einem der vielen Restaurants im Viertel, am Ticketautomaten. Das das auf dem Bild so aussieht wie frittierte Riesengarnelen mit Reis (soviel Klebereis wie möglich auf die Stäbchen "schaufeln").

[28.09.14 / 22:19] Keine gute Idee den Kaiserpalast in Marunouchi zur Mittagszeit zu besuchen. Das Wetter ist für Sonnenlichtphobiker vollkommen ungeeignet - blauer Himmel, kaum Wolken, strahlende Sonne. Die langen Kiesalleen bieten keinen Schatten. Auch ansonsten gibt es nicht viel zu sehen, nur die zwei Fotomotivbrücken, große Mauern, hinter denen der Kaiser vor der Öffentlichkeit abgeschirmt wird, und Busladungen voll westlicher Touristen. Ich warte im Schatten eines Baumes auf die weniger starke Nachmittagssonne, mache noch ein paar Fotos von der Mauer und laufe anschließend im Schatten der Häuserschluchten zur Ginza-Einkaufsstraße. Auch hier wieder dieselben bekannten westlichen Designer-Marken und kein Glück bei der Suche nach einem passenden Kleidungsstück oder Accessoire. Ich kann mir die Sachen dort weder leisten noch gefallen sie mir in irgendeiner Art. Mit sinkenden Sonnenstand zurück nach Shinjuku.
Dieses Mal betrete ich ein kleines einfaches Restaurant und bestelle Reis - mit Stäbchen. Als ich eine recht eigenwillige Technik entwickelt habe, kommt eine Bedienung vorbei, die das nicht mehr mit ansehen konnte, und reicht mir freundlicherweise einen Löffel. Zurück im Hotel schaue ich endlich im Internet nach, wie man richtig mit Eßstäbchen ißt.

[27.09.14 / 23:59] (Teil 2) Am späten Nachmittag zurück in das Hotel in Shinjuku, kurz Entspannen, für das Wochenende ausgehfertig machen und nach Anbruch der Dunkelheit Essen gehen. Ich weiß nie, was mich erwartet. Dieses Mal werde ich überrascht mit einem Essen ganz für mich allein, in einem Séparée, abgetrennt durch eine japanische Schiebewand. Dieses Mal sehr traditionell, nur mit Stäbchen. Nur das mit dem Trinkgeld ist ungewohnt. Ein komisches Gefühl, nach der Bezahlung alles Kleingeld wieder einzusammeln. Weiter geht es in das laute und bunt blinkende Amüsierviertel von Shinjuku.
Ein Anwerber lotst mich in einen Club, "Girls" haben drei Getränke im Eintrittspreis mit bei. Ich bestelle die paar wenigen nicht-alkoholischen Getränke auf der Karte durch und bleibe nicht lange. Für die aufgelegte Musik bin ich 10-15 Jahre zu alt.
Zurück zum Hotel ... glücklicherweise gibt es überall aufgestellte Orientierungskarten mit "You are here"-Pfeilen, da die Wolkenkratzer, an denen ich mich orientiere, nicht immer sichtbar sind - und ich will noch vor Mitternacht wieder im Hotelzimmer sein, denn Ausschlafen ist in dem Hotel nicht möglich.

[27.09.14 / 23:58] (Teil 1) Bevor es den Tokyo Skytree gab, gab es nur den Tokyo Tower, welcher regelmäßig von Godzilla (et al.) zertrampelt wurde. Erstes Ausflugsziel gegen Mittag. Nachdem ich das bekannte (alte) Wahrzeichen von Tokio von allen Seiten fotografiert habe, gehe ich ein paar Meter zu Fuß zu dem nahe gelegenen Zojoji-Tempel (auch diese Tempelanlage wird ausgiebig fotografiert - aber nur von außen, innen stecke ich respektvoll meine Kamera in die Tasche). Die entspannende Ruhe des Tempels wird honoriert mit dem Kauf von Räucherwerk.
Weiter geht es am frühen Nachmittag zum nur zwei U-Bahn-Stationen entfernten Roppongi Hills in ... Roppongi. Ich will auch hier auf die Aussichtsebene des Mori Tower, um Panoramafotos zu machen. Doch zuerst verbringe ich eine Stunde (oder so) im Mori Art Museum, der Eintritt ist im Ticketpreis mit bei und die Videoinstallationen sind ganz interessant. Nicht im Preis inbegriffen ist der Eintritt zum Freiluft-"Sky Deck" - dafür bin ich wieder zu geizig und mache meine Panoramafotos vom Observations-Deck hinter Fensterglas.

[26.09.14 / 21:43] In kleinen Tippelschritten vorwärts. Jeder Schritt schmerzt, die Füße sind wie Blei - aber der Geist ist stark! Besichtigungspunkt für diesen Tag gegen Mittag, der Sensoji-Tempel in Asakusa, gleich neben dem Asakusajinja-Schrein. Der Weg dorthin, von der Asakusa-U-Bahn-Station aus, führt über die Nakamise-Einkaufs-Straße. Viele kleine Stände mit süßen Kram und kleinen Andenken - und mindestens zwei Verkaufsstände mit Grünen Tee.
Am frühen Nachmittag mache ich mich auf zum nur zwei U-Bahn-Stationen entfernten (und schon die ganze Zeit sichtbaren) Tokyo Skytree - ich will auf die Aussichtsplattform in 450m Höhe. Sehr viele Menschen wollen das auch und ich muß gefühlt eine Stunde anstehen. Bis ich oben bin, ist es Mitte Nachmittag, dafür nutze ich die Zeit und mache unzählige Fotos bis die langsam untergehende Sonne lange Schatten in den Häuserschluchten wirft.
Wieder zurück in Shinjuku, aus der U-Bahn-Station kommend (herumirrend trifft es eher), ist es schon dunkel und ich muß noch das ganze "Bahnhofsviertel" nach einem Schnellrestaurant mit englischer Menükarte absuchen. Auswahl für diesen Abend am Ticketautomaten: Nudelsuppe mit Gemüse und Shrimps - und Stäbchen mit "Löffelunterstützung".

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Kommentar:

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg
Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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