[07.07.18 / 20:20]✎ Der 14. Tag - jetzt wieder in der kleinen Klinik in Potsdam. Nach dem Rückschlag vor zwei Tagen, bin ich wieder an so einem schweren Urinbeutel gefesselt - was mich aber nicht davon abhält, wieder mit leichten Tai Chi Übungen anzufangen und (danach) den Vormittag ein paar Schritte auf die Terrasse zu schlurfen. Das schwarze Minikleidchen ist "durch" und landet im Beutel für Schmutzwäsche, seit ein paar Tagen trage ich für meine Exkursionen auswärts des Zimmers einen wunderschönen schwarzen und geborgten Rock mit Paisley-Muster. Kurz vor Mittag wird dann aber doch wieder der Urinbeutel abgeklemmt und durch ein kurzes Stück Schlauch mit "Feuerwehrverschluß" (mein Lieblingsspielzeug die letzten Tage) ersetzt.
Später den Abend, ich stehe gerade vor der Toilette und spiele mit meinem Feuerwehrschlauch - da merke ich, wie der Urin parallel das Bein herunterläuft. Die Tage mit im Stehen pinkeln sind damit endgültig vorbei. Mit einem kleinem Lächeln melde ich der Schwester und dem diensthabenden Arzt, daß ich mir in die Hose bzw. den Verband gemacht habe. Wenn das wirklich die Harnröhre war, dann sind die Tage des Urinkatheters gezählt.
[06.07.18 / 19:02]✎ Tag 13 ... in dem anderem Klinikum. Ich habe die Nacht nicht schlafen können, nur den Morgen ein oder anderthalb Stunden. Ich hänge wieder an einem Urinbeutel. Das Patientenzimmer wurde extra für mich frei geräumt - ich werde isoliert von den anderen Frauen gehalten? Die Nacht über böse Gedanken ... "Hoffentlich krepiere ich hier." Ich beginne das Teil da unten zu hassen ... OK, wir hatten vielleicht keinen guten Start.
Nach Untersuchung auf dem Gyno-Stuhl am Vormittag der Befund - es scheint tatsächlich nur die Stelle geblutet zu haben, an der die Harnröhre die Neovagina (ehemals Penishaut) durchsticht. Hoffentlich wurden bei der Untersuchung auch wirklich alle Tamponaden und Kompressen aus dem tiefsten Inneren meiner "Problemgrotte" entfernt. Vielleicht hat sich am Ende auch nur ganz viel Blut in meinem Unterleib gestaut und sich eine Stelle gesucht, an der es endlich heraustreten kann - ich sehe jetzt irgendwie auch nicht mehr ganz so dick und aufgebläht aus.
Kurz nach halb Fünf den Nachmittag, Rücktransport im Rollstuhltaxi in die kleine Klinik. Kaum da, wird alles wieder unten herum schön eingepackt.
[05.07.18 / 20:30]✎ Tag 12 - Die Naht an den Schamlippen wird neu verklebt, die ... fallen mir sonst wieder ab? Ein mysteriöser Hautausschlag befällt im Laufe des Tages meinen ganzen Körper - ich habe das Antibiotikum im Verdacht, welches ich seit Absetzen des Tropfs vor fast einer Woche als Tablette zu mir nehme.
Den Nachmittag ... ich stehe gerade von meinem Bett auf, da merke ich, wie etwas das Bein herunterläuft - Blut! Es wird immer mehr - "Scheiße, ich laufe aus!" Ich torkele zur Toilette, hinterlasse eine riesige Blutspur. Ich stelle mich breitbeinig über die Toilette - ein Fluß an Blut ergießt sich darin. Das ist genau der Moment für den Alarmknopf an meinem Armbändchen. Die herbeieilenden Pfleger und Ärzte im Dienst versuchen die Blutung zu stoppen, stopfen alles an Kompressen in meine stark blutende Neovagina, was gerade greifbar ist. Ein Rettungswagen wird gerufen, ich werde mit Blaulicht in eine größere Klinik in Potsdam verlegt. Alles, was ich dabei habe, ist mein Telefon, meine Versichertenkarte und mein schwarzes Hemdchen am Leib.
Nach kurzer Liegezeit in der Notaufnahme werde ich den Abend auf die Gynäkologie-Station des Krankenhauses verlegt (endlich habe ich auch das geschafft). Die Ärztinnen dort trauen sich nicht an die 29000-Euro-Operation ran, aber sie sind überrascht, wie gut die Schamlippen und das operative Ergebnis aussieht. Die Blutung scheint gestoppt, sie lassen erstmal alles so, wie es ist ... vollgestopft mit Kompressen. Zur Beobachtung (und zur Planung des weiteren Vorgehens) werde ich über Nacht in dem großen Klinikum dabehalten.
[04.07.18 / 18:24]✎ Tag 9 in der Klinik in Potsdam - täglicher Verbandswechsel nach dem Frühstück, dieses mal wird auch die Tamponade gewechselt. Ich stelle es mir viel komplizierter vor, als es ist ... "Alles OK." - "Ist ja nicht so tief bei mir." Ich kann immer noch nicht hinsehen und starre an die Decke des Zimmers über mir ... so schön verziert mit Stuck. Den ganzen Vormittag verbringe ich dann auf der Terrasse (Sudoku-Rätsel lösen), das Beugen des Oberkörpers geht überraschend gut, nur das Sitzen auf der operierten Stelle geht gar nicht. Entweder ich sitze auf der Kante des Polyrattansessels oder ich nehme die für operierte Transsexuelle klassische Halb-Liegeposition ein.
Tag 10 - Die Antibiotika nehme ich noch solange, wie der Urinkatheter dran bleibt (noch 1-3 Tage?), die 600er Ibu's habe ich noch kistenweise zu Hause auf Lager. Ich verliere immer noch zuviel Blut, das Sitzkissen auf der Terrasse ist jetzt jedenfalls ruiniert. Ekliger Nebeneffekt - dieser unangenehme "Verwesungsgeruch" einer offenen Wunde.
Der 11. Tag - neuer Verbandswechsel am Morgen, der alte Verband war auch total durchgeblutet. Mittlerweile liege ich die Nacht auf zwei saugfähigen Unterlagen. Aber die Ärztin (die den Verband gewechselt hat) versichert mir, das ist alles ganz normal, das Blut kommt nur von innen, durch das Anlegen der Neovagina. Wenn ich auf der Toilette bin ... alles voller Blut. Ich kann es nicht mehr sehen, das geht jetzt schon seit zwei Monaten so.
Tag 7 - Mist, ich liege doch in meinem eigenen Blut. Nach Auftrennen der Naht, die die Tamponade hält, ist über Nacht einiges an Blut herausgetropft (und es wird den Tag noch mehr). Dafür fange ich jetzt wieder langsam an, meine Blase zu spüren.
Tag 8 - Der Urinbeutel wurde gegen einen Stöpsel mit Verschluß getauscht. Befreit von diesem Ballast, muß ich mich wieder daran gewöhnen, die Toilette zu benutzen. (Wow, ich kann -mit Schlauch- im Stehen pinkeln!) Endlich bin ich auch nicht mehr in dem Zimmer gefangen und kann die nähere Umgebung hinter der Tür erforschen. Ich tausche das weiße OP-Hemdchen durch mein knappes, schwarzes Minikleidchen (das von der Disco das Wochenende zuvor - Hauptsache unten herum offen) und laufe ein paar Schritte zu der Terrasse des Klinikgebäudes.
[28.06.18 / 19:26]✎ Tag Nr. 5 - den Morgen war mir noch etwas schlecht, meine Gedanken gehen an alle postoperativen Transsexuellen, die diese Tortur überstehen mußten - ihr habt meinen allerhöchsten Respekt.
Kurz vor Mittag kommt der Dr. Bauquis vorbei (bevor er wieder in die Schweiz abreist) und erzählt mir etwas mehr über die Operation. Trotz größter Vorsicht wurde beim Anlegen der Neovagina die dicht daneben liegende Darmwand verletzt (oder sie war es schon vorher) - und zwar genau die Stelle, an der ein paar Wochen zuvor von dem anderen Chirurgen die Condylome entfernt wurden. Er hat es wieder zugenäht. Jetzt muß ich die Heilung abwarten, geht alles gut, habe ich eine Tiefe von 5 bis 10 cm. Verheilt es nicht, muß neu operiert werden. Aber das war auch mein Grundgedanke: "Geht irgend etwas schief - einfach wieder zunähen und von außen hübsch machen." Mit einem Spiegel kann ich meine noch geschwollenen Schamlippen sehen (es sieht wirklich gut aus). Was dahinter liegt, muß ich erst noch herausfinden. Die Drainage, wo das Blut (oder Wundsekret) abfließt, wird mir eine Stunde später gezogen ... schon mal ein Beutel weniger.
[27.06.18 / 18:45]✎ Der 4. Tag in der Klinik in Potsdam - und schon wieder die Schlaftablette abgelehnt und dafür mit meinem Zeug die Nacht zugedröhnt, mit dem Ergebnis: Es ist den Morgen viel zu hell und zu laut in dem Zimmer an der Straßenseite Richtung Osten. So langsam kommen mir die Zweifel, ob ich mit der Operation nicht zu weit gegangen bin. Wahnsinn, daß bis 2011 alle Transsexuellen da durch mußten, nur um auch offiziell ihrem Geschlecht anzugehören. Mittlerweile traue ich mich auch alleine aufzustehen und zum Waschbecken zu gehen - aber ganz langsam und vorsichtig, an mir hängen noch die zwei Schläuche mit ihren Beuteln. Kurz vor Mittag dann der Verbandswechsel, aber zu sehen bekomme ich noch nichts (aber es soll den Angaben der Schwester und des Doktors sehr gut aussehen). Jetzt kommt auch die müffelnde Salbe drauf, die das weiße Bettlaken versaut. Noch mehrere Tage oder eine Woche durchhalten.
[26.06.18 / 20:21]✎ Der 3. Tag in der Klinik - ich habe die Nacht kaum geschlafen, ich mußte ja auch unbedingt die Schlaftablette den Abend zuvor ablehnen. "Ich habe mein eigenes Zeug dabei", leider viel zu niedrig dosiert. Den Morgen bin ich noch ganz dösig im Kopf - aber ich habe kaum Schmerzen, der Tropf wurde schon gegen Mitternacht abgestellt und von meiner Hand getrennt. Interessanter Effekt: Durch die Narkose den Tag zuvor habe ich überhaupt keine Erinnerungen an den gestrigen Tag, ich muß mir alles aus meinem Tagebucheintrag wieder zusammenstellen. Übrigens, der Urinkatheter läuft von ganz alleine voll, der Anschluß sitzt in der Blase, ich muß überhaupt nichts dafür tun (außer viel trinken). Der zweite Schlauch ist die Drainage mit dem Blut.
Korrektur meiner überschwenglichen Sichtprüfung von gestern (jetzt bei Tageslicht) - die zwei Falten gehören zu der nach hinten gezogenen Penishaut (die Schamlippen sind gut eingepackt). Frühstück ist um 8 Uhr, danach werde ich auf Ibuprofen als Schmerzmittel umgestellt. Kurz vor 11 Uhr den Vormittag kann ich schon mit Hilfe aufstehen und alleine stehen und zum Waschbecken gehen, ein Pfleger hält derweil meine Katheterbeutel. Während ich meinen Oberkörper wasche, mir die Zähne putze und meine Haare feucht durchkämme, wird mein Bett gemacht. Entgegen meiner schlimmsten Befürchtungen, ist das weiße Laken vollkommen blutfrei. Ansonsten passiert den weiteren Tagesverlauf nichts Besonderes, nur Essen, Dösen, Lesen, ab und zu ein Arzt - und Warten auf die Visite des vielbeschäftigten Doktors.
Nachtrag: Der Dr. Bauquis kommt doch noch vorbei und sieht sich die Stellen an. Die zwei eher unschönen Furchen sollten in zwei oder drei Monaten von alleine verschwinden.
[25.06.18 / 21:32]✎ Tag 2 in der Klinik - Szene fehlt - Ich bin noch unter Drogen, total benommen und alles dreht sich (und noch kein Zeitgefühl), aber dafür eine sexy rauchige Stimme. Kurzer Kontrollgriff nach dem Aufwachen am frühen Nachmittag aus der Narkose - der Adamsapfel ist noch da, die Brüste sind noch gleich groß, kein Scheißebeutel, nur der Urinkatheter (hängt außen am Bett) - und unten herum befindet sich so eine eine Art Verband in Form eines String-Tanga (nur ohne Strings) ... aber fast keine Schmerzen und (noch) kein Blut.
(Wahrscheinlich) Der Dr. Bauquis kommt vorbei und erkundigt sich nach meinem Befinden, "Alles OK" antworte ich ihm. Als ich danach in der Post-Narkose noch etwas schlafe, wache ich den späten Nachmittag in meinem Zimmer neben meinen Eltern auf. "Mir geht es gut, fast keine Schmerzen, nur etwas benommen." Eine große Erleichterung für die beiden. Hoffentlich haben sie die schmutzige Jeans im Badezimmer entdeckt und zum Waschen mitgenommen.
Den Abend gibt es noch eine leichte Brühe und die Beutel am Tropf werden gewechselt. Ich sehe unter der Bettdecke nach und entdecke am oberen, leicht abstehenden Rand des Verbands den Ansatz meiner neuen Schamlippen, vor Freude und Glück muß ich kurz lachen. Meinem Freund schreibe ich eine SMS: "I'm now a woman, 100%." Er wünscht mir gute Besserung.
[24.06.18 / 19:36]✎ Tag 1 in der Klinik in Potsdam - Sonntag 14 Uhr ist meine Aufnahme, aber ansonsten ist den frühen Nachmittag nicht viel Betrieb. Ich werde auf mein Zimmer geführt ... schon wieder ein Einzelzimmer. Alles Auspacken und Einrichten. Die nette Krankenschwester, die mich auf das Zimmer geführt hat, kommt mit einem Einlauf vorbei, um die Darmgegend und das Operationsgebiet vorzubereiten - kurz: Meine schwarze Jeans ist ruiniert. Bis zur Toilette kann ich den Darmschließmuskel ein paar Minuten später nicht mehr halten. Dem kurz vorher dazugekommenen Arzt, der die Operation morgen mit unterstützen wird, erkläre ich mein Malheur mit dem lustigen Satz: "Ach, das passiert schon mal bei MS ... gelegentlich etwas Harn- und Stuhlinkontinenz."
In meiner Unterwäsche neben ihm am Tisch sitzend, beantworte ich ihm weitere Fragen zur Anamnese und er erzählt mir noch einmal alle Risiken für morgen auf und erklärt die Operationsmethode ganz detailliert anhand einer selbstgezeichneten Skizze. "Ist das da so eine Art Jungfernhäutchen, das da entsteht?" Nein, das ist nur die um die Ecke gebogene Penishaut (oder der Rest des Hodensacks als Extra-Verlängerung). 7 Uhr morgens ist meine Operation ... sportlich, vorher muß ich mich noch einmal gründlich waschen und duschen (für eine angenehme Arbeitsatmosphäre).
Den heutigen Abend gibt es noch den zweiten Einlauf und eine klare Brühe zum Essen bzw. schlürfen (könnte eventuell Spuren von fester Nahrung enthalten), sowie etwas später, die Visite vom extra aus der Schweiz angereisten Chefchirurgen ... und vielleicht kommt noch jemand anders vorbei und vollendet mein Werk an äußerst blutiger Intimrasur. T minus weniger als 1 Tag. (Und ich bin doch nicht aus Angst vorher abgehauen ... dritter Stock - zu hoch, um jetzt noch aus dem Fenster zu flüchten.)
[24.06.18 / 12:25]✎ Sonnabend Abend in Berlin, noch ein kleines Underground-Festival mit drei Livebands in einer alten "Hafenkaschemme" irgendwo am Ufer der Spree. Eigentlich ist es nur eine Gitarrenband und danach wieder zwei Solo-Künstler mit ihren Synthesizer-Tischen aus dem Electronic / Wave / Minimal Umfeld. Die Konzerte in dem kleinen Club gehen bis Mitternacht, ich bleibe noch eine weitere Stunde bei der anschließenden Disco, bis auch ich dann zu meinem nahegelegenen Hotel am Ostbahnhof abhaue. Beschissener Nieselregen schon den ganzen Tag (extra in Leipzig vorher noch ein zweites "Buff" aus Merino-Wolle für die Handtasche gekauft - das andere Halstuch nehme ich zum Motorradfahren). Ansonsten passiert den Abend und die Nacht nichts Aufregendes ... keine meiner "amourösen Abenteuer". Den Sonntag Mittag (vorher noch am Bahnhof etwas Thailändisches / Vietnamesisches essen) weiter mit der S-Bahn nach Potsdam.
[23.06.18 / 15:26]✎ Keine Antwort von ihm, keine Nachricht, nichts. Schade, ich hätte gerne die vorletzte Nacht vor dem großen Eingriff noch mit ihm verbracht. Von Leipzig aus mit dem Zug nach Berlin.
[20.06.18 / 16:25]✎ Doch alles wieder ganz anders - mein OP-Termin wurde auf Montag Morgen vorverlegt, ich muß den Sonntag Mittag schon anreisen. So wie das jetzt aussieht, falle ich Sonntag Morgen irgendwo in Berlin aus einer Gothic-Disco und fahre direkt in die Klinik nach Potsdam...
Todo:
Geld an die Klinik überweisen (jetzt nur noch 29000 Euro) ... OKgroßes Blutbild mit weiteren Werten (5 Ampullen) ... OKEKG (zusammen mit der Blutentnahme beim Hausarzt) ... OK(metaphorisch) meinen Freund abholen und irgendwie mit auf die Reise nehmen ... ?
Wird er es verkraften? Ich bin dann keine Transe mehr, keine "Shemale" wie aus den Pornos. Ich bin dann einfach nur noch eine x-beliebige Frau. T minus 5 Tage. (Jetzt wird's ernst!)
[19.06.18 / 18:08]✎ Großes Kriseninterventionstreffen an meinem Arbeitsplatz - es geht mal wieder um mich und meine exorbitanten Minusstunden (im Umfang von ... 2 1/2 Monaten). Mit dabei je eine Mitarbeiterin des betrieblichen Sozialdienstes, der Schwerbehindertenvertretung und eine Mitarbeiterin vom Integrationsfachdienst des Landes - sowie der aktuelle Teamleiter der nächsthöheren Führungsebene. Wahnsinnig viele Wörter prasseln auf mich ein: "Verschlechterungsantrag", "Reha", "Erwerbsminderungsrente", "Entzugsklinik", "Suchtverhalten" ... die Art, wie ich meine Psychopharmaka einwerfe (um mich jede Nacht wegzuknallen und um den ganzen belastenden Gedankenmüll zu verdrängen - ein, zwei, drei Tabletten noch hinterher) ist nicht die Art, wie sie medizinisch vielleicht gewollt ist und entspricht daher mehr deutlich einem Suchtverhalten (mein Weg in die Medikamentenabhängigkeit). Vollkommen zugedröhnt bin ich entweder bis Mittag gar nicht da (und zwar jeden Tag) oder überhaupt nicht ansprechbar und mental abwesend. Ich erkläre das (nur für mich) mit dem "Tunnelblick" beim Software Programmieren am Computer - aber für Außenstehende sieht das vielleicht ganz anders aus. Egal (Notiz an mich, die Nacht unbedingt wieder etwas einwerfen) ... bald bin ich weg. Ich lege nach wie vor meine allergrößten Hoffnungen in die bevorstehende Operation. Dann wird alles besser! Ganz bestimmt! Keine Hormonblocker mehr (kein CPA), keine Depressionen und Anpassungsstörungen. Endlich auch der optisch passende Körper, kein Verstecken ... kein Verdrängen. Endlich ich selbst sein. T minus 9 Tage.
(Ich glaube, ich habe mittlerweile massive psychische Probleme...)
[10.06.18 / 21:09]✎ Drei Wochen später, Freitag Abend, wieder zurück in Leipzig. Ich gehe nicht aus, ich muß erstmal die 30°C in meiner Dachgeschoßwohnung auf erträgliche 24°C runterkühlen - durch großzügiges Lüften bis 3 Uhr nachts. Den Pflanzen macht die mehrwöchige Hitzeperiode ohne Gießen nichts aus ... denen geht es gut.
Sonnabend - ich habe da ein Foto in einem Möbelkatalog gesehen, ein Arrangement aus einem Holzklapptisch und Stühlen, mit vielen Grünpflanzen, auf einem Dachgeschoßbalkon - so etwas will ich auch für mein großes Wintergartenfenster ... eine mehrstündige Odyssee durch die verschiedensten Möbelhäuser durch Leipzig beginnt. Den Mittag starte ich am zentralen Baumarkt in der Nähe des Hauptbahnhofs ... der gesuchte Tisch ist leider ausverkauft. Kurzer Zwischenstop am Hauptbahnhof, Pfandflaschen in der Kaufhalle abgeben, mit den Münzen ein paar Marzipancroissants zum Frühstück kaufen (und draußen vor dem Bahnhof in der Nähe der Bahnhofspunks verzehren, die haben immer so schöne Musik aus dem Kassettenrecorder). Weiter zu meiner favorisierten Kaffeebar, einen Matcha trinken - und zurück zum Parkhaus unter dem Hauptbahnhof. Es sind jetzt schon über 30°C, ich habe extra mein dünnes Sommerkleidchen angezogen.
In der Ladenpassage des Bahnhofs entdecke ich in der Auslage eines Geschäftes für italienische Bademoden einen olivgrünen Triangle-Bikini, mit Schnürung ... genau das Richtige für meinen nächsten Badeurlaub. Die Verkäuferin fragt mich nach meiner Größe - "Flach!" ist meine prompte Antwort. Die italienischen Größen sind etwas anders, sie verkauft mir einen Bikini, der in etwa einer 75 A entspricht, zusammen mit der passenden olivgrünen Bikinihose in M ... vielleicht passe ich da noch nicht ganz rein - aber in zweieinhalb Wochen, wenn der Knubbel da unten endlich weg ist, ganz bestimmt (dann wirkt das im Schritt auch nicht mehr so unvorteilhaft in dem engen Sommerkleidchen ... trotz der Schrumpfung durch die Hormone).
Weiter zu dem Möbelhaus an der alten Messe, die haben keine Holztische für draußen, der Möbeldiscounter daneben auch nicht. Ich muß wohl doch weiter rausfahren, zum Glück mit Klimaanlage und geschlossenem Verdeck ... die Außentemperaturen sind schon tropisch und die Wolken fangen an, sich aufzutürmen. Kurzer Zwischenstop in dem Baumarkt im Norden von Leipzig - die hätten zwar so einen Klapptisch - aber nur im Balkonset komplett mit zwei Stühlen. Ich fahre auf die Autobahn weiter raus Richtung Flughafen zu dem Einkaufscenter.
Dort in dem großen, etwas teureren Möbelhaus habe ich auch kein Glück - der kleine Rattan-Tisch ist nicht auf Lager und der große Holztisch liegt über meinem Budget. Letzte Hoffnung: dieses große schwedische Möbelunternehmen gleich nebenan (in deren Katalog ich das auslösende Foto entdeckt habe). Endlich, in dem großen Selbstbedienungslager entdecke ich den kleinen Holzklapptisch - für einen spottbilligen Preis (hoffentlich taugt der auch etwas). Ich schleppe meinen neuen Holztisch zu meinem Auto auf dem Parkplatz, entferne die Verpackung aus Pappe und bugsiere das neue Möbelstück auf dem Beifahrersitz ... paßt, sogar ohne das Verdeck öffnen zu müssen. Mit angeschalteter Klimaanlage die paar Meter zurück zu dem anderen Möbelhaus, in der Dekoabteilung noch eine passende kleine, weiße Tischdecke für mein neues Tischchen kaufen - mit viel Spitze und Rosenstickereien. Mittlerweile ist es schon später Nachmittag, kurz vor 18 Uhr, zurück auf der Autobahn zu meiner Wohnung.
Das letzte Wochenende hat mein Freund versucht, Kontakt mit mir aufzunehmen ... aber da war ich gerade mit dem Motorrad unterwegs. Diesen Sonnabend hat er es wieder versucht - als ich meine Einkäufe in meine Wohnung trage, schaue ich kurz auf das Telefon - eine Nachricht von ihm von vor ein paar Stunden ... wir haben uns schon wieder verpaßt. Ich nehme eine Dusche, und mache mich ausgehfertig ... mehr oder weniger. Auf Make-up verzichte ich bei den tropischen Temperaturen und das leichte Sommerkleidchen hängt zum Auslüften für eine Stunde auf einem Bügel vor dem Schlafzimmerfenster. Ich wechsele die Schuhe, von den bequemen Sommerstiefeletten mit den Riemchen und den Kitten-Heels auf die doppelt so hohen Sommerstiefeletten mit den Blümchenapplikationen und dem "Mesh" Leder. Zum Pizza Essen zurück den Abend in die Leipziger Innenstadt.
Ich parke mein Auto in dem Parkhaus unter der Oper, zu Fuß laufe ich in die Innenstadt Richtung Marktplatz ... laute Musik, es ist "Bachfest". Weiter als bis zu dem italienischen Restaurant kurz hinter dem Marktplatz komme ich nicht mehr, als der Regen und das sich den ganzen Nachmittag durch die auftürmenden Wolken bereits angekündigte Gewitter anfängt. Während ich das Bruschetta als Vorspeise esse, tröpfelt es nur leicht - später, bei der kleinen Pizza Caprese, ist es schon ein richtiger Gewitterschauer. Ich bemitleide die Gäste des Bachfestes gleich um die Ecke auf dem Marktplatz und schaue immer wieder über mir, ob der große Schirm im Außenbereich des Restaurants auch dicht hält. Währenddessen strömen unter mir, unter dem Stuhl und den Tisch, ganze Sturzfluten an Wasser vorbei und ich muß aufpassen, daß meine Füße in den schicken italienischen Stiefeletten trocken bleiben. Ein kühler Wind kommt auf ... schon wieder den schwarzen Kapuzenpullover in der Wohnung hängen lassen und ich fange an, in meinem dünnen Kleidchen zu frieren. Noch ein überaus üppiges Tiramisu zum Nachtisch und ich bezahle die Rechnung.
Der Regen hat nachgelassen und ich schaue um die Ecke auf dem Marktplatz bei dem Festival und der aufgebauten Bühne vorbei ... tapfere Besucher und Musikliebhaber. Die Musik hat sich geändert und es wird jazzig. Wer ist der olle Opi da oben auf der Bühne, der das Tatort-Theme covert? So etwas sehe ich sonst nur im Fernsehen in der Jazzkonzert-Sendung eines bayrischen Regionalprogramms. Ich halte tapfer bis zur letzten Zugabe aus, bevor ich vor der nassen Kälte (nach diesem feuchtheißen Sommertag) zu meinem Auto flüchte. Ganz kurz war ich noch in einer angrenzenden Bar - aber ich habe den kulturellen Unterschied und den riesigen Absatz zur dort gespielten House- und Disco-Musik nicht verkraftet (sogar ich versuche in meiner Musik Elemente des Funk einzubinden - wenn die Bassline keinen Groove hat, funktioniert der Titel auch nicht).
Zurück in meiner Wohnung ... Mitternacht, ich vermisse meinen Freund, die Nächte und die Morgen neben ihm in meinem Bett (jedenfalls die, in denen er halbwegs nüchtern war). Ich kratze mit der Rasierklinge das weiße Pulver der Antidepressiva-Tabletten auf der Plexiglasplatte meines Couchtisches zusammen (anders bekomme ich die nicht auf ein Viertel dosiert) und lege mich schlafen ... die Fenster immer noch weit angekippt, um bis zum Morgengrauen, bis die Vögel anfangen zu lärmen, etwas kühle Luft durch meine Wohnung im Dachgeschoß strömen zu lassen.
[29.05.18 / 22:30]✎ Der zweite Termin in Potsdam, 4 Wochen vor der Operation - dieses Mal treffe ich endlich den Arzt, der mich dann operieren wird. Er und sein Assistent holen mich im Wartebereich der Klinik ab und geleiten mich zu dem kleinen Behandlungszimmer. Er kommt aus der französischen Schweiz und ist noch ziemlich neu in Potsdam (vielleicht bin ich sogar seine erste "Patientin"), dafür spricht er aber viel besser Deutsch als ich Französisch (nur vereinzelt ein paar kurze Verständigungsprobleme, ich versuche erst gar nicht, in seiner Landessprache zu sprechen) und er ist einer der Top-Ärzte auf seinem Gebiet der geschlechtsangleichenden Operation.
Zum Ablauf der Operation ... die Penishaut bleibt dran, komplett mit Blutversorgung, und wird nicht abgeschnitten, nur umgestülpt. Die optionale Erweiterung mit einem Stück Darm lehne ich ab, mit Hinblick auf den von mir mitgebrachten Befund und der vorhergegangenen Entfernung der Condylome "gleich um die Ecke" im Enddarm - dafür wähle ich die von ihm angebotene Variante mit der Vertiefung der Neovagina durch ein Stück Haut des Skrotums (also doch eine "kombinierte" Operationsmethode). Die darin enthaltenen Hoden kommen sowieso weg, der Rest wird für die Konstruktion der Schamlippen verwendet sowie die Penisspitze als neue Klitoris.
Die Operation dauert insgesamt 4 bis 5 Stunden mit Anästhesie ... und es wird danach sehr schmerzhaft für mich. Von der zusätzlichen Schönheitskorrektur des Adamsapfels rät er mir ab - die entstehende Narbe wäre viel häßlicher als mein jetziger und gar nicht so sehr ausgeprägter Schildknorpel (und würde auch viel mehr Probleme verursachen). Auch allgemein sieht er mich mit einem kurzen Blick an - und ich brauche seiner Meinung nach keine weiteren Schönheitsoperationen. Auch das mit den Silikonimplantaten lehne ich strikt ab und fasse mir dabei an die Brust: "Ich wollte immer kleine Brüste! Ich habe kleine Brüste! Ich bin sehr zufrieden damit." (Mit überraschtem und verwunderten Blick seines Assistenten.)
Fehlt nur noch eine Sache ... noch einmal tief Luft holen und ich ziehe meine schwarze Jeans mit dem Nietengürtel etwas runter - "Ich bin Ingenieur, mich interessiert das alles technisch", erwähne ich nur kurz. Er zeigt mir, wo er was abschneidet, was er weiterverwendet, wo er etwas hinoperiert ... und wo er letztendlich die Öffnung für die Vagina ansetzt - er trifft dabei genau die erogene Zone bei mir, zwischen Anus und Skrotum, an der ich schon längst etwas vermute, was da schon immer hätte sein sollen (fast so wie mein unsichtbares Tattoo am Bein, welches mir vor vielen Jahren im Traum erschienen ist). Nachteil der ganzen Operationsprozedur (außer den unsagbar bevorstehenden Schmerzen) - ich muß eventuell doch bougieren, damit es nicht wieder zusammenwächst. "Genau wie meine Ohrlöcher", gebe ich dem Arzt zu verstehen und deute auf meine Ohrringe (aus besonderem Anlaß trage ich extra meine sündhaft teuren Diamant-Ohrringe aus Israel). Damit verabschieden sich die beiden Herren in ihren weißen Kitteln von mir.
Als letztes wird nur noch der Einweisungstermin in vier Wochen und der zu bezahlende Preis + Bankverbindung mit der freundlichen Mitarbeiterin der Klinik für TS-Angelegenheiten geklärt ... ersteres verschiebt sich um zwei Tage nach hinten (Blick in den Kalender: Vollmond), letzteres wird durch durch den Verzicht der ästhetischen und unnötigen Korrektur an meinem Kehlkopf um einiges günstiger (der kosmetische Teil, den mir die Krankenkasse ja sowieso nie hätte bezahlen wollen, fällt damit komplett weg). Meine weiteren Fragen, was ich für den Termin Ende Juni wohl noch mitbringen muß, kann ich mir auch schon selbst beantworten - lockere Kleidung, ein paar Latschen und meine Versicherungskarte. T minus 30 Tage.
[22.05.18 / 23:14]✎ Die Okras waren das Widerlichste, was ich je gekauft* habe - oben im Glas alles verschimmelt und nach dem Abgießen der Brühe bleibt nur noch ein jämmerlicher Rest Matsch übrig, der nicht im entferntesten noch an Okras erinnert ... weg damit durch die Toilettenschüssel. Dann eben die doppelte Menge an Tomaten und etwas Weißbrot dazu. (* Ich wurde gewarnt, solche exotischen Zutaten nicht in irgendeiner Provinzkaufhalle im tiefsten und fremdenfeindlichsten Sachsen-Anhalt zu kaufen - die nächsten Inseln für so etwas sind Leipzig gleich über der Grenze in Sachsen oder eben Berlin.)
Tomaten mit Kichererbsen: Zwiebelringe schneiden, Knoblauch zerkleinern, Tomaten vierteln. In einer Pfanne oder einem Topf Olivenöl erhitzen, arabische Gewürzmischung dazugeben (in meinem Fall "Baharat", aber "Rassel Hanout" oder "Za'atar" geht auch), Aromen entfalten lassen, eine Spur Salz, etwas Pfeffer und die Zwiebeln dazugeben. Tomaten und Knoblauch dazu, viel Thymian, Tomaten zerdrücken, Tomatenbrühe 5 Minuten weich kochen lassen. Die Dose Kichererbsen dazugeben und ein halbes Glas Wasser, 15 bis 20 Minuten auf kleiner Flamme weiter köcheln lassen bis zur gewünschten Konsistenz. Mit Weißbrot (oder Fladenbrot) servieren.
Montag Nachmittag, ich setze meine Gedankenkonstrukte weiter fort bei drei Tassen grünen Tee auf meinem Sofa ... nur wenn ich das Gefühl habe, begehrt zu werden, wirke ich attraktiv - fehlt dieses Gefühl, strahle ich auch keine Attraktivität nach außen aus. Mein Freund hat mir zwar gegen Mittag eine Nachricht geschrieben, aber er hat zwei Stunden auf eine Antwort von mir warten müssen ... und diese fällt dann wieder als kühle Abweisung aus (paradoxerweise vermisse ich ihn dann doch später). Nach dem Essen kochen und dem Abwasch mache ich mich wieder daran, mich für den Abend vorzubereiten. Die Handgriffe für Make-up, die Ohrhänger anlegen, das Armkettchen, der restliche Silberschmuck, das grüne Kleid anziehen mit dem Verschluß ganz hinten oben - alles geht nach vier Tagen eingeübte Routine viel schneller. Jetzt ziehe ich endlich meine italienischen Sommerstiefeletten an, die ich schon das ganze Wochenende anziehen wollte - die hohen Absätze komplettieren mein "Drag Outfit". Höchst tussiesk stöckele ich mit meiner kleinen Handtasche am Armgelenk zu meinem Auto.
22 Uhr, ich bin viel zu früh da, in der kleinen Halle am Werk 2 brennt noch das Licht und alle Mitarbeiter des Festivals sind noch dabei, alles für die Discoveranstaltung den letzten Tag vorzubereiten. Ich warte entspannt vor dem Eingang ... nach ein paar Minuten darf ich rein. Traditionell sind den Montag Abend des Pfingstwochenendes nicht mehr so viele Gäste da, es bleibt sehr viel Platz zum Tanzen. Nach und nach kommen die weiteren Gäste, ich sitze mit meinem Getränk auf einem Barhocker am Rand der Tanzfläche ... "Sitzschuhe", die Beine überkreuz. Wer denkt, ich könnte mit den Schuhen nicht tanzen, der hat mich noch nicht auf den 9-cm-Stilettos bei meinem Lieblings-Punk-Song auf die Tanzfläche stürmen sehen.
Kurz vor 2 Uhr, für ein weiteres Getränk an der Bar fehlen mir die Münzen, ich beschließe zu gehen und hole meine schwarze Lederjacke aus der Garderobe. Draußen vor dem Eingang drehe ich mich nochmal ganz langsam zwischen den Festivalbesuchern im Kreis - so viele schöne Menschen werde ich für die nächste Zeit nicht noch einmal sehen. Zurück zu meinem Auto, zurück in meine Wohnung ... anders als die Nächte zuvor, bin ich schon eine Stunde früher da und lege mich schlafen. 3 Uhr nach Mitternacht, ich muß meinen Biorhythmus wieder ganz leicht um eine Stunde auf die Arbeitswochenzeit anpassen.
Dienstag Nachmittag - bevor ich abreise, folge ich noch einem Geheimtip: Irgendwo im Zentrum von Leipzig, im Keller eines unscheinbaren Internet-Cafés, dort befindet sich ein kleiner Laden mit einer exquisiten Auswahl an importierten, syrischen Produkten ... unter anderem auch die von mir begehrte Aleppo-Seife (die Echte, die in Würfeln). (Ende Teil 4/4)
[22.05.18 / 23:13]✎ Sonntag früher Nachmittag, der kalte Couscous-Salat aus dem Kühlschrank schmeckt noch viel besser, nachdem er eine Nacht durchgezogen ist. Gegen 17 Uhr setze ich das Instant-Falafel-Powder an und mische es mit Wasser. Eine Stunde später und ich kann die Falafel in der Pfanne mit Olivenöl frittieren. Die ersten 10 stelle ich beiseite für den nächsten Tag, die anderen 10 kommen auf dem Teller zum Essen, zusammen mit scharfen Hummus mit Harissa, sizilianischen Oliven und Fetakäse. Nach einer dreiviertel Stunde ist die ganze Sache sprichwörtlich "gegessen" und ich kann mich an den Abwasch machen.
19 Uhr, eine Dusche, das übliche Make-up - aber diesmal ein Paar silberne Ohrhänger mit Drachenmotiv (die habe ich nicht gekauft, die habe ich gegen eine Silberkette eingetauscht) und das kurze dunkelgrüne Kleid mit Spitze aus dem Schrank (+ Push-up BH). Was ich an Zeit spare, um die Ohrhänger anzulegen (einfach durchstechen, fertig), geht mit dem einen einzigen Knopf des Kleides hinten am Nacken wieder drauf. Irgendwann so nach 21 Uhr bin ich endlich fertig, als Silberschmuck zum Ausgehen wähle ich aus meinem Schmuckkästchen das "Sailor-Moon-Armkettchen" (mit kleinen Halbmonden) und den hellgrün schimmernden Peridot-Anhänger. Aus fälschlich vernünftiger Sicht wähle ich für die Nacht, passend zum Kleid, die flachen, schwarzen Lederballerinas ... ein böser Fehler. In einer Duftwolke aus Chanel-Parfüm verlasse ich meine Wohnung mit der Lederjacke über den Arm und das kleine Handtäschchen in der Hand. Mit offenen Verdeck in meinem Roadster durch die Abenddämmerung nach Connewitz zum Werk 2.
22 Uhr nochwas, die 3 Bands für diesen Abend haben noch nicht angefangen zu spielen, ich stehe im Außenbereich an einem Bistrotisch und registriere die allmählich anfangenden Schmerzen in meinen Füßen, etwas Taschentuch zwischen den Fersen und den Schuhen eingeklemmt und ich kann wieder für ein paar Minuten laufen ... zur Markthalle, noch eine CD kaufen. Das Plattenlabel gehört zum befreundeten Umfeld der familiären, kleinen schwarzen Szene des Festivals. Es kommt selten vor, daß ich ein Album nur wegen des Covers kaufe, aber es liegt zwischen CDs auf dem Verkaufsstand, die ich schon habe. Der Verkäufer gibt auch seine Empfehlung dazu ab ... und zumindest eines der Bandmitglieder spielt auch in einem anderen Projekt, das ich kenne - ich kann also nichts falsch machen und kaufe das Album, neugierig auf die Musik.
Die erste Minimal Wave Band, teilweise aus Brasilien, gefällt mir ganz gut ... spätestens nach dem Auftritt ist die kleine Halle warm geworden und ich gebe meine Lederjacke an der Garderobe ab. Die zweite Band ... aus Frankreich ... ich habe noch nie eine so erotisch aufgeladenen Bühnenshow erlebt, die beiden Bandmitglieder, ein Paar, spielen sich in Ekstase - "Wow!" Der dritte Auftritt, eine Solo-Künstlerin aus den USA (Florida?) ... ich laufe etwas vor der Bühne umher - juhu! Ein bestuhltes Konzert! Ich entdecke einen freien Barhocker ziemlich nah rechts von der Bühne mit freien Blick darauf, nur ein- oder zweimal stehen ein paar groß gewachsen Kerle vor mir und versperren die Sicht ... stört mich nicht, mein Blick geht auch in das interessante Publikum vor der Bühne. Ein Videocall auf einem Smartphone? Jemand teilt das Konzert online mit einer Freundin aus Übersee. Ein Fotograf mit großen Objektiv fotografiert lieber die illustren Gäste, als den Bühnenauftritt.
Irgendwann so nach 2 Uhr sind die Konzerte für den Abend - und für das diesjährige kleine Festival allgemein - beendet und gehen nahtlos in die Discoveranstaltung über. Ich rutsche von meinem hohen Barhocker herunter und laufe durch den Außenbereich zwischen den beiden Hallen ... jeder Schritt schmerzt. So richtig kann ich kein Gefühl für die Disco entwickeln, die aufgelegte Musik ist in Ordnung - aber Tanzen ist für mich unmöglich in den Schuhen. 3 Uhr nach Mitternacht, der erste Rempler - jetzt kommen die ganzen Leute, die ich nicht mag. Ich hole meine Jacke an der Garderobe ab und hau ab ... verdammte Schuhe! Ich kann in den scheiß flachen Schuhen einfach nicht laufen! Ich bin doch nur Absätze gewohnt, auf Zehenspitzen balancierend, schleppe ich mich zu meinem Auto gleich um die Ecke.
Eine Stunde später (ewige Parkplatzsuche) stehe ich vor dem Spiegel in meinem Badezimmer, warum bin ich eigentlich immer nur alleine unterwegs? Das war schon immer so, seit Anbeginn der Zeit. "Hast du dich schon mal im Spiegel angesehen?" Ich gehöre nun mal zu den häßlichen Menschen, besser ich akzeptiere das früher oder später und lebe damit, ohne daß mich das irgendwie noch interessiert. Die üblichen, gleichgültig machenden Pillen Antidepressiva und ich bin weg. Morgen ziehe ich wieder die High Heels an. (Ende Teil 3/4)
[22.05.18 / 23:12]✎ Zucchini-Couscous-Auflauf mit Tomaten, Feta und Mandeln: Zwiebeln schneiden, Knoblauch zerkleinern, Tomaten vierteln, Zucchini in Scheiben schneiden, alles vorbereiten und bereitstellen. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, Zwiebeln dazu, Salz und Pfeffer und die Gewürzmischung (Kreuzkümmel + Koriander + Kardamom) und etwas Chili, Gewürzaromen entfalten lassen, die Tomaten dazugeben und zerdrücken, mit Wasser (für den Couscous) ablöschen, Tomatenbrühe kurz kochen lassen. Tomatenbrühe abgießen und damit den Couscous in einer Schale für 5 bis 10 Minuten quellen lassen (bei Bedarf noch etwas Wasser drangeben), den Couscous nach dem Quellen auflockern und etwas Olivenöl unterrühren. Währenddessen die Auflaufform einölen, die öligen Tomaten mit den Zwiebeln und den Gewürzen auf dem Boden der Auflaufform verteilen, beiseite stellen. Zucchini in der Pfanne mit Olivenöl, Knoblauch und Salz und Pfeffer anbraten. Den aufgequollenen Couscous in der Auflaufform über die Tomaten verteilen, die Zucchini-Scheiben mit dem Knoblauch darüber, alles mit Fetawürfeln und Mandelstückchen garnieren und in den aufgeheizten Backofen schieben. 200°C mit Umluft, 25 Minuten, fertig (wenn der Feta an den Ecken dunkel wird).
Gegen 17 Uhr den Sonnabend Nachmittag schreibt mir mein Freund eine Nachricht, er kommt vorbei. Ich frage ihn noch, was er von meiner Menüauswahl gerne essen möchte, ich fange gerade an, alles für das Kochen vorzubereiten ... er überläßt mir die Entscheidung - also das Zucchini-Couscous-Rezept, welches ich seit dem Besuch in dem palästinensischen Restaurant Anfang des Jahres kochen wollte. Gerade als ich die Tomatenbrühe aufsetze und kochen lasse, klingelt er unten an der Tür und ich lasse ihn herein. Ich umarme ihn kurz, er trägt wieder seine sommerliche Kleidung und zeigt mir seine neue Wunde am Bein, die er sich bei einem Sturz mit dem Fahrrad zugelegt hat ... ich bin total beschäftigt mit dem Essen kochen und kann ihm gar nicht richtig folgen. Er setzt sich kurz etwas hin, ich lasse den Couscous aufquellen und brate die Zucchini an ... ich koche für zwei Personen - also auch mit der doppelten Menge an Knoblauch. Wenig später, als ich die Auflaufform in den Backofen gebe, bemerke ich noch, daß er sich in mein Bett schlafen gelegt hat, er muß wahrscheinlich die ganze Nacht gearbeitet haben.
Mit einem nicht allzu lauten "Ping" ist mein Auflauf im Ofen fertig ... mein Freund schläft tief und fest, ich esse die erste Hälfte alleine. Ziemlich ungeschickt versuche ich ihn dann wach zu bekommen - und berühre dabei versehentlich seine schmerzende Wunde unter der Bettdecke. Er ist kurz wach, "Would you like to eat something?" Später vielleicht, er schläft sofort wieder ein, "But then it's cold." Weißt du, ich stehe hier den ganzen Tag und koche für dich ... ein beschissener Ehemann + meine mangelnde Empathie-Kompetenz. Ich stelle seine Portion Essen in einer Schüssel beiseite und mache den Abwasch, auch das laut klappernde Geschirr weckt ihn nicht auf.
Später den Abend wechsele ich in das Badezimmer, nehme eine Dusche und bereite mich auf die Nacht vor - derselbe Ablauf wie den Abend zuvor, dasselbe Outfit, das gleiche Make-up. Fertig angezogen stehe ich vor dem Bett und versuche ihn wieder aufzuwecken, er war schon mal kurz wach und im Badezimmer, als ich vor dem Spiegel meine Ohrringe angelegt habe - jetzt schläft er wieder sehr tief und ich brauche eine halbe Ewigkeit, um ihn wieder (vorsichtig) wachzurütteln - "Do you want to sleep here the whole night? I want to go out now." Er erzählt mir kurz schlaftrunken, daß er später die Nacht wieder arbeiten gehen muß. "Your food is now in the fridge, it's now cold salad", falls er dann noch Hunger hat, ich habe ihm sein Essen in den Kühlschrank gestellt. Ich verlasse meine Wohnung und schließe die Tür hinter mir ... irgendwie mit einem kleinen, schlechten Gewissen, habe ich ihn zu sehr vernachlässigt? Zurück zu meinem Auto, zurück zum Werk 2.
Präzise 22:00 Uhr komme ich auf dem Festivalgelände an, die Security am Einlaß hat noch gar nicht richtig Stellung bezogen, das kleine Häuschen mit dem Ticket-Schalter wird gerade erst aufgebaut. Ich schlendere so durch ... ich gehöre zum Inventar. Diesen Abend ist die Discoveranstaltung gemischt mit zwei Auftritten von ein paar Künstlern, wann genau die auftreten, weiß ich nicht ... eben irgendwann die Nacht. In der Markthalle mit den DIY-Produkten entdecke ich eine kleine, handgemachte Geldbörse ... die könnte mir gefallen, etwas Leder, etwas Netz, nicht nur in Schwarz, ein leichter lilablauer Farbton - die kaufe ich. Schon wieder italienische Händler, aber sehr nett.
Ich wechsele zwischen den beiden Tanzflächen hin und her, ab und zu wird etwas Italo-Disco eingestreut, bis Mitternacht füllen sich auch die beiden Hallen. Es muß nach Mitternacht sein, weil ich schon von der Cola auf eine Flasche Wasser umgestiegen bin. Ich habe mir auf der Damentoilette das Spaghettiträgertop ausgezogen und die Tunika etwas weiter aufgeknöpft, es ist nicht viel Ausschnitt - aber alles was ich hab (den nächsten Abend ziehe ich wieder einen Push-up an). Ich sitze also etwas abseits neben der Tanzfläche, als mich ein männlicher Gast fragt, ob man hier rauchen kann ... ich schaue mich um, niemand raucht hier, das ist ein Nichtraucherclub, "Nein, ich glaube nicht." Etwas enttäuscht aber immer noch freundlich dreht er sich wieder weg. Ich brauche ewig, um dahinter zu kommen, daß das vielleicht so eine Art Flirtversuch gewesen sein könnte. Ich bin so tief in meiner autistischen Blase, für mich war das in dem Moment wirklich nur ein junger Mann, der mir eine etwas merkwürdige Frage stellt - und ich antworte ihm darauf ... vollkommen ohne irgendwelche weitergehende Gedanken. Als die ersten, beiden Künstler auf der Bühne anfangen zu "performen", muß ich immer noch über den Kontaktversuch grübeln.
Später die Nacht, ich tauche komplett ein in den Mikrokosmos ... nur coole Leute um mich herum, ich verliere das Zeitgefühl, weiß nicht mehr, wie spät es ist - aber der Himmel zwischen den beiden Hallen ist immer noch nachtschwarz, keine Spur von einer Morgendämmerung. Die zweite Künstlerin bereitet ihren Auftritt vor, das Promotion-Video auf der Internetseite des Festivals war sehr vielversprechend - auf diesen Auftritt bin ich besonders gespannt. Leider ist in der rechten Ecke vor der Bühne, wo ich stehe, der Gesang kaum zu verstehen, alles was ich höre, kommt vielleicht nur über die Bühnenmonitore zu mir. Ich fühle mich auch total erschöpft von dem ganzen Tanzen und suche eine Sitzgelegenheit, während des Auftrittes der Künstlerin wechsele ich meine Position, laufe etwas umher und finde auf der anderen, linken Seite von der Bühne einen Sitzplatz am Rand ... jetzt ist der Gesang auch zu verstehen. Meiner Theorie nach war der Pan-Regler für das Bühnenmikrofon am Mischpult für die Ausgabe auf die PA zu weit einseitig eingestellt ... oder irgendjemand hat irgendwo endlich mal den Fader für's Mikro hochgeschoben.
Irgendwann so nach 2 Uhr ... der Verlust meines Zeitgefühls macht mich völlig fertig - ich muß in meiner Handtasche nach meinem Telefon graben und auf die Uhr sehen. Nach den Auftritten bleibe ich noch etwas sitzen, tanze pantomimisch zu der aufgelegte Italo-Disco-Musik, bevor ich kurz vor 3 Uhr meine Lederjacke an der Garderobe abhole, etwas im Außenbereich umherlaufe (mit einem breiten Grinsen im Gesicht, so eine super Stimmung hier) und dann danach die Party verlasse. Zurück zu meinem Auto, zurück zu meiner Wohnung.
Kurz vor 4 Uhr, mein Freund ist nicht mehr da ... er hat das Essen im Kühlschrank nicht angerührt, zu viel Knoblauch? Ich lege mich in der Bettdecke, in der er sich nur ein paar Stunden zuvor eingerollt hat, schlafen ... ich wünschte, ich hätte ihm mehr Beachtung geschenkt. (Ende Teil 2/4)
[22.05.18 / 23:11]✎ Das Gothic-Wochenende in Leipzig, kurz vor der Auffahrt zur Autobahn läuft die neue, zweite abgemischte Version meines Musiktitels im Autoradio. Ich bin auf die Superidee gekommen, die vier Stereospuren getrennt, also 4x Mono links und 4x Mono rechts, auf dem 4-Spur-Rekorder zu mastern - dazu den Bass etwas weniger und den Lead-Synthesizer wieder mehr in den Vordergrund. Hilft auch nichts, der Stereoraum des Titels klingt über die Studiomonitore sehr interessant, aber im Auto immer noch eher ... bescheiden. Mit im Kofferraum sind auch meine ganzen Einkäufe/Essensvorräte für das lange Wochenende. Ich war schon vorher in der Kaufhalle, so muß ich später in Leipzig nicht die Wohnung tagsüber verlassen und keine Menschen begegnen. Ich habe wieder schöne Sachen eingekauft für meinen Pfingst-Koch-und-Back-Marathon. Eigentlich alles für zwei Personen, aber es sieht so aus, daß ich wieder alles alleine essen muß.
Freitag Abend, endlich kombiniere ich mal die weite, schwarze Tunika mit den langen, ausgestellten Ärmeln zusammen mit der engen, schwarzen Kunstlederleggings. Vorher vor dem Badezimmerspiegel noch "schnell" die 3-cm-Creolen anlegen, schwarzer Kajal und dunkler, naturfarbener Lippenstift, das Chanel Mademoiselle Parfüm kopfüber auf Haaransatz und Nacken aufsprühen + Silberschmuck (Anhänger, Kette, Ringe) - und ich bin ausgehfertig für die Nacht. Mitsamt der großen Handtasche und meiner schwarzen Lederjacke verlasse ich in meinen Stiefeletten kurz nach 21 Uhr meine Wohnung in Leipzig. Ich nehme das Auto, um nach Connewitz ins Werk 2 zu fahren ... 4x Taxi die nächsten Nächte sprengt sonst mein Budget.
Am Werk 2 angekommen, sind noch nicht so viele Besucher da, total futuristisch ziehe ich mein vorher ausgedrucktes Online-Ticket aus der Handtasche und tausche es gegen ein Festivalbändchen am Arm. So viele Jahre bin ich nun schon dabei, dem großen WGT habe ich irgendwann den Rücken zugekehrt - aber dem kleinen, parallel stattfindenden "Gothic Pogo Festival" mit seiner immer noch familiären Atmosphäre (das, was dem großen WGT verlorengegangen ist) bleibe ich treu. Die ersten ein, zwei Stunden, bis die erste Band anfängt zu spielen, vertreibe ich mir die Zeit vor dem veganen Essensstand und in der großen Halle mit dem kleinen Markt und einer handvoll Händlern.
Die erste Band in der kleinen Halle gefällt mir ganz gut, mit einer Spukorgel vom Band und ein paar Rockabilly/Punk Ansätzen (eigentlich genau mein Ding). Die zweite Deathrock-Band aus Italien ist ... naja, in Ordnung. Italiener eben, aber sehen alle total attraktiv aus. Am Marktstand mit dem Merchandise der italienischen Band steht noch ein Händler mit zwei Kisten gebrauchten CDs, da kaufe ich in der Spielpause zwischen der zweiten und der dritten Band doch noch ein. Die dritte Band ... ein 80er Jahre Relikt aus Italien - ich muß die Band vor 10 Jahren schon mal gesehen haben, die Bandmitglieder sind auch nicht jünger geworden. Viele Klassiker und alte Songs ... mein Augenmerk richtet sich auf den großen, alten Synthesizer mit dem markanten Sound. Es ist weit nach Mitternacht und die kleine Halle und der Außenbereich ist voller Menschen, jetzt kommen noch die ganzen WGT-Besucher (wahrscheinlich die einzige, inoffizielle, vernünftige After-Show-Party den Freitag in ganz Leipzig).
2 Uhr nochwas, die letzte Band für die Nacht gibt noch eine Zugabe, danach wechsele ich zwischen den beiden Tanzflächen hin und her ... so richtig gefällt mir die angespielte Musik nicht. Mein Freund hat sich das letzte Wochenende groß angekündigt, zieht extra ein paar schwarze Sachen an ... aber bis jetzt keine Nachricht von ihm auf meinem Telefon. Ich schlendere immer alleine durch den dicht gedrängten Außenbereich zwischen den beiden Hallen. Kurz nach 3 Uhr, nach einer Flasche Wasser (strikt kein Koffein mehr nach Mitternacht) hole ich meine schwarze Lederjacke aus der Garderobe und haue ab zu meinem um die Ecke geparkten Auto ... "Die Bands sind gut, aber die Disco ist scheiße." Etwa eine Stunde später habe ich mir im Badezimmer alles Make-up aus dem Gesicht gewaschen und lege mich ins Bett ... doofe Vögel da draußen, machen nur Lärm - wenigstens ist es noch halbwegs dunkel. (Ende Teil 1/4)
das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele
Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele
Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).
vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea
Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)
[14.11.17 / 20:13]Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.
Kommentar:
[05.12.22 / 17:34] Daniele1992: Hallo Morgana
Mail ist heute rausgegangen
LG Daniele
[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana
aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.
LG Daniele
[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,
Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.
Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.
Liebe Grüße
Daniele
[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,
Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.
Liebe Grüße
Daniele
[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,
eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.
[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana
Ich habe Dir eine Mail geschickt.
Lg
Daniele
[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend
das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele
[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele
[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea
[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea
[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.
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