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Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[01.01.70 / 00:00] Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[27.09.17 / 20:49] Auf der Autobahn unterwegs nach Potsdam, die britisch-englische Stimme meines Navigationssystems lotst mich durch die Innenstadt bis zu der Gegend mit den alten Villen in der Nähe des Schloßparks. Die kleine Privatklinik, die ich mir als Alternative für meine Operation ausgesucht habe, befindet sich in genau so einer alten, etwas größeren Villa. Doch bevor ich das Innere des Gebäudes betrete, muß ich mein Auto in der Straße davor in einem undurchdringlichen Wald aus Halte- und Parkverbotsschildern parken ... zufälligerweise kommt ein netter Mitarbeiter des Ordnungsamtes vorbei (auf der Suche nach Falschparkern) und zeigt mir eine freie Stelle, auf der ich parken kann (natürlich gleich in der Nähe des Parkscheinautomaten).
Ich greife meine schwarze Handtasche vom Beifahrersitz und meine neue schwarze Lederjacke (die aus München) und gehe ein paar Schritte durch den trüben Herbstvormittag zum Eingang mit der Hausnummer der Privatklinik. Am Empfangsschalter werde ich kurz aufgefordert, in der Nähe des Eingangs Platz zu nehmen und etwas zu warten ... es ist irgendwie anders als erwartet. Kein Wartezimmer voller transsexueller Patienten wie in München, ich bin momentan die Einzige, die wartet (und dabei habe ich mich doch extra bewußt zurecht gemacht - kein Make-up, kein BH, keine Absätze ... um mein persönliches Statement zu setzen). Allzu lange muß ich nicht warten (auch anders als in München) bis ich von einer Ärztin abgeholt werde, sie führt mich in ein kleines Behandlungszimmer, nimmt die Anamnese auf (meine kurze Krankengeschichte), eingenommene Medikamente (die Hormone, Testo-Blocker und die Antidepressiva - die ich in der schlaflosen Nacht zuvor wieder eingenommen habe) und erzählt kurz etwas über die Operationsmethode. Es ist nicht mein erstes Gespräch und ich glaube, ich kann dieses Mal alle meine Fragen sammeln und gezielt vortragen. Das Gespräch mit der Ärztin dauert deshalb auch nicht so lange (also viel weniger als eine Stunde und deshalb auch wieder ganz anders als in München) und ich kann kurz darauf wieder die kleine Klinik verlassen und zu meinem geparkten Auto gehen.

Im Auto notiere ich mir mein Gedächtnisprotokoll: Vorläufiger Ablauf, ich muß noch auf das Gutachten / Indikation für die OP von meinem Therapeuten warten. Schickt er mir das endlich zu, kann ich das Gutachten an die Klinik weiterleiten - die prüfen das und senden mir einen Kostenvoranschlag zu. Diesen Kostenvoranschlag und das Gutachten / die Indikation für die OP lege ich dem Antrag zur Kostenübernahme meiner Krankenkasse bei und warte wiederum auf deren Antwort. Wenn ich dann (viele Wochen später) eine Zusage der Kostenübernahme (sehr wahrscheinlich anteilig) der Krankenkasse bekomme, informiere ich kurz die Privatklinik - und die schicken mir dann endlich einen Termin für die geschlechtsangleichende Operation in 6 Monaten zu (6 Monate ab Eingang der Kostenübernahme der Krankenkasse).
Soweit der theoretische Ablauf, ich notiere mir noch ein paar Details über die Operationsmethode: Die Penishaut wird umgestülpt und mit einem Faden eingenäht, während der Selbstheilung (6 Monate) löst sich dieser Faden auf. Die Durchblutung der Haut bleibt bestehen (oder wächst wieder ein), es wird kein Mesh-Gewebe verwendet - dafür die Vollhaut (soweit ausreichend vorhanden, heilt auch besser und schneller ab). Die nötigen Voruntersuchungen (ob ich überhaupt genügend "Material" mitbringe) werden erst kurz vor der OP gemacht (erst hier lerne ich die eigentlichen, ausführenden Ärzte kennen). Es gibt vorerst nur einen Termin (bei dem ich stationär 2 Wochen dabehalten werde) und weitere Korrekturoperationen erfolgen dann auf meinen Wunsch (und Kosten). Die Extra-Operationen mit den Silikonimplantaten und den Brüsten lehne ich zwar ab, doch eine kleine kosmetische Korrektur des Adamsapfels klingt verlockend ... soweit auch dieser theoretische Ablauf. Nachdem ich alles notiert habe, starte ich den Motor und fahre wieder die 150 km Autobahn zurück - zu meinem Arbeitsplatz, noch ein paar Arbeitsstunden absitzen, freie Urlaubstage habe ich für dieses Jahr nicht mehr.

[16.09.17 / 23:59] 3:00 bis 8:00 - Flug Dubai - Frankfurt mit Emirates und schon wieder einer B777 ... wo ist der schöne, geräumige A380? Fast hätte ich auch diesen Anschlußflug verpaßt - hellwach sitze ich gegen 2 Uhr nach Mitternacht am Gate und bemerke, daß irgend etwas nicht stimmt. Die vielen müden, chinesischen Passagiere sehen irgendwie so gar nicht danach aus, als ob sie alle nach Frankfurt wollen und hinter den großen Fenstern auf dem Parkfeld ist kein Flugzeug in der Dunkelheit zu sehen. Wieder aufstehen, irgendwo eine Anzeigetafel suchen und das Gate überprüfen ... tatsächlich wurde vom Personal des Flughafens von Dubai das Gate für meinen Abflug innerhalb der letzten 1 oder 2 Stunden geändert und wahrscheinlich in einer dieser leisen und unverständlichen Sprechansagen verkündet. Zum Glück befindet sich das geänderte Gate noch innerhalb des Terminals (in dem ich mich befinde) des riesigen Flughafens "Dubai International Airport" und ist nicht so extrem weit entfernt (und gerade noch so vor meinem Abflug erreichbar ... "Final Call" again).
8:00 Uhr - Ankunft in Frankfurt, Wetter? Nebel, kalt (später mehr graue Wolken als Sonne). Mit dem übervollen Zug zurück.
Die nächsten Tage werde ich wieder in meiner Wohnung in Leipzig vorbeischauen - meinen Pflanzen geht es prächtig. Jetzt warte ich nur noch auf die Postkarte mit den "Wolkenmädchen" aus Sri Lanka im Briefkasten, die ich vorher an meine Adresse in Leipzig geschickt habe.

[15.09.17 / 23:59] Bentota - Colombo. Vormittag: im Hotelzimmer den Koffer packen, alles an Schmutzwäsche ungeordnet in Beuteln reinwerfen und zuquetschen. Den teuren Schmuck und die Anziehsachen für den Rückflug behalte ich im Handgepäck (oder lege es zumindest schon bereit ... freundlicherweise muß das Hotelzimmer noch nicht bis Mittag geräumt sein).
Mittag und früher Nachmittag: ziemlich kurzfristige Teilnahme an einem Kochkurs in einer offenen "Dschungel Küche" in der näheren Umgebung. Mit der Kamera des Smartphones versuche ich alle Arbeitsschritte zu dokumentieren, damit ich wenigstens nach der Rückreise die Kochrezepte nachvollziehen kann (habe dann aber keine Ahnung mehr, was genau ich da jetzt eigentlich fotografiert habe). Nach dem gemeinsamen Kochen wird anschließend alles zu einem kleinen Buffet aufgetafelt und gegessen. Immerhin die Frage, wo ich später am Flughafen etwas zu essen herbekomme, wenn ich dann Hunger habe, hat sich hiermit erübrigt.
Nachmittag: zurück im Hotel, das Wetter besteht wieder aus Sonne, Wolken und Dunst ... knifflige Kleiderfrage, was behalte ich an? Luftig für das noch tropische Klima, warm genug für die eiskalte Klimaanlage während der Rückfahrt - und warm genug für die Flugzeugkabine und die Ankunft im kalten Europa. Zwiebelschalentaktik - Jacke, Unterhemd, Socken ins Handgepäck und bei Bedarf nach und nach anziehen ... wenigstens die Stretch-Jeans ist multikompatibel.
17:00 Uhr - Transfer nach Colombo mit einem Auto + Fahrer. Die Fahrt auf der neuen Autobahn Richtung Colombo geht ziemlich schnell - nur dann die Fahrt durch die Vororte von Colombo durch den dichten Stadtverkehr (Stop and Go) ist sehr zeitaufwendig. Noch bevor wir den internationalen Flughafen erreichen, ist es durch die Abenddämmerung schon dunkel geworden. Noch 2 oder 3 Stunden Zeit bis zum Abflug, ich zähle die vielen aufwendigen Gepäck-, Paß- und Sicherheitskontrollen - eine weniger als in Tel Aviv.
22:00 bis 23:59 Uhr - Flug Colombo - Dubai mit Emirates und einer B777.

[14.09.17 / 23:59] Bentota Tag 7. Vormittag: nach wie vor das Buch auf der Zimmerterrasse lesen und nebenbei das Wetter beobachten - erst bewölkt, dann wechselhaft und tropischer Dunst.
Mittag: Pooltaufe meines neuen Bikinis.
Nachmittag: mit dem Tuk-Tuk eine Tour ins Hinterland von Bentota, ein alter buddhistischer Tempel mit noch viel älteren Steinsäulen am Eingang und einer sehr alten Felsinschrift. Die kleine Stupa bekomme ich nicht richtig auf das Fotomotiv, zu weiß gestrichen, zu grau der Himmel. Beim Verlassen des Tempels kommen zwei alte Mönche in orangefarbenen Gewändern entgegen, ich trage mein schwarz-weißes Sommerkleidchen ... und wenigstens noch eine lange dünne Baumwollhose darunter und ein dünnes Tuch, um meine Schultern und den Ausschnitt zu bedecken.
Weiter zu dem buddhistischen Tempel am Wasser und der großen, weißen Buddha-Statue, die ich bei meinen ganzen Touren Bentota-Aluthgama-Bentota immer von der Straße aus gesehen habe. Neben der neuen Straße für den Verkehr befindet sich noch die alte Eisenbahnbrücke der Engländer, die die zwei Orte über die Lagune verbindet. Kurz ein Foto machen und weiter mit dem Tuk-Tuk zu einem Ayurveda-Laden - um noch Tee zu kaufen. Ceylon-Tee, schwarz, 100g, in einer kleinen Holzkiste ... aber was bedeutet die Aufschrift "BOPF"? Kostet jedenfalls weniger als der Tee in dem Hochland-Laden. Mit dem Tuk-Tuk wieder zurück zum Hotel.
Nachmittag und Abend: ein kurzer Spaziergang auf der schmalen, unbefestigten Straße hinter dem Hotel durch die Natur. Ich laufe bis zu der kleinen Brücke des Wasserlaufs (ein Bewässerungskanal?) und mache ein paar Fotos, bevor wieder die Abenddämmerung hereinbricht und dunkle Regenwolken den Himmel zuziehen. Ich will wieder zurück im Hotel sein, bevor es anfängt zu regnen.
Abend: das Abendessen findet diesmal auswärts in der Strandbar / Restaurant statt, die paar wenigen Hotelgäste werden bequem durch den Nieselregen mit dem Minibus / "Sammeltaxi" dorthin chauffiert. Es gibt Fisch vom Grill. Während den Gängen verschwinde ich mal kurz in Richtung Meeresbrandung und versuche in völliger Dunkelheit ein paar Strandfotos mit den Lichtern der angrenzenden Hotels am Horizont zu machen ... immer beobachtet von dem hungrigen, schwarzen Hund dicht neben mir.
Nach dem Essen und dem anschließenden "geselligen" Trinken (für mich bitte nur Wasser) wird es mir zu kalt (und das in Sri Lanka) und ich fahre wieder mit dem Tuk-Tuk zurück ins Hotel. Für die Abendgarderobe trage ich nur mein schwarz-weißes Sommerkleidchen, die Silberkette um den Hals und den alten grünen Anhänger (das wäre auch meine optionale Kleidung für die "Beach Party" den Sonnabend zuvor gewesen ... auf der ich nicht war - ich wußte ja nicht, daß es dieselbe, nicht allzu weit entfernte Strandbar gewesen wäre).

[13.09.17 / 23:59] Bentota Tag 6. Vormittag: weiterhin im Veranda-Sessel auf der Zimmerterrasse das mitgebrachte Buch lesen ... ich beobachte dabei ab und zu den Himmel, grau und bedeckt - Strandwetter.
Mittag und früher Nachmittag: nach zwei Tagen Pause, wieder zurück zum Strand - endlich meinen neuen australischen Bikini anziehen. Immer wieder werfe ich einen kritischen Blick gen Himmel, Wolken, Sonne und Dunst ... vorsichtshalber den ganzen Körper eincremen (LSF 20) und im Schatten der Strandbar und der angrenzenden Palmen stehen. Auf die Liegen, auf denen ich mich vor ein paar Tagen verbrannt habe, traue ich mich noch nicht (außerdem liegen die "Jungle Dogs" schlafend darunter und nutzen den Schatten der Matratze). Jedes Mal, wenn die Sonne lange genug hinter einer Wolke verschwindet, laufe ich mit meinem neuen Triangle-Bikini den Strand auf und ab ... alleine. Es ist ungewöhnlich viel Betrieb an diesem sonst einsamen Strand - ein paar Menschen, zwei Containerschiffe am Horizont und ein tief fliegendes Flugzeug. Ich gehe ein paar Schritte durch den Sand in südlicher Richtung - endlich werde ich mal von einem einheimischen Mann angesprochen, er gibt mir seine Visitenkarte für sein Restaurant, ich deute auf das Plakat mit der Auffangstation für Schildkröten und will wissen, ob es Eintritt kostet. "1000 Rupies" - tut mir leid, aber soviel Geld trage ich halbnackt in meinem Bikini nicht mir rum und gehe wieder zurück zu der Strandbar mit den Liegen, meinen Sachen (der Rock und die Tunika) und den wilden Hunden. Am Horizont über dem Meer türmen sich riesige Regenwolken auf.
Nachmittag: der Himmel ist bedeckt und es fängt an zu regnen. Während ich mit dem Tuk-Tuk zurück ins Hotel fahre, kurz eine Dusche nehme und mich umziehe, wird der Regen immer stärker. Ich warte am Hotelausgang auf das Tuk-Tuk nach Aluthgama - Shoppingtour Teil 4 - ich muß noch den Peridot-Anhänger beim Juwelier abholen und Cash bezahlen. Beim Juwelier sitzend, prüfe ich den grünen Edelstein, er hat ein paar Einschlüsse - Antwort des Juweliers, echte Peridots haben so etwas und das unterscheidet es von einfachem grünen Glas ... ja, ok, so kann man das auch argumentieren. Ich kaufe den teuren Stein, der kleine Laden und der alte Mann sehen auch irgendwie vertrauenswürdig aus.
Draußen vor dem Laden ist es bereits durch die Abenddämmerung dunkel geworden und wir fahren mit dem Tuk-Tuk durch den Starkregen (Monsun?) zurück zum Hotel. Der viele Verkehr spiegelt sich mit dem Scheinwerferlicht auf dem nassen Asphalt. Zum Abendessen muß ich mit dem Schirm zwischen offenen Eßbereich und Hotelzimmer hin und her laufen. Was jetzt auffällt, ist der laute Lärm der Zikaden, die durch den Regen erweckt wurden.

[12.09.17 / 23:59] Bentota Tag 5. Vormittag: auf der Zimmerterrasse weiter mein Buch lesen (die einzigen freien Tage im Jahr, an denen ich endlich mal Zeit dafür habe).
Mittag: das nächste Kapitel des Buches lesen, ich ziehe meinen Bikini an und wechsele zu der Liege im Schatten am Pool (mein Rücken sollte vielleicht auch noch etwas Sonnenlicht und leichte Bräune abbekommen). Momentan sind mehr Wolken als Sonne am Himmel und ich traue mich wieder an den Pool.
Nachmittag: Konsultation bei einem Doktor für Ayurveda-Medizin, ein Tuk-Tuk bringt mich (+Begleitung ... eigentlich bin ich die Begleitung) zu der Praxis der Ärztin. Die Behandlung in dem Sprechzimmer dauert etwa eine Stunde, über die 3-Finger-Pulsdiagnose und ein paar beantworteten Fragen kommt heraus, daß ich ein Kapha-Typ bin - Empfehlung für mich: "nichts kaltes aufwärmen" (sofern ich ihre Worte richtig übersetzten kann).
Zurück zum Hotel, Wechsel des Tuk-Tuks, der erste Fahrer vom vorigen Tag bringt mich wieder nach Aluthgama - Shoppingtour Teil 3 ... die bestellten Flip Flops abholen und zu einem Juwelier fahren. Der schlaue Tuk-Tuk-Fahrer hat natürlich schon mitbekommen, daß ich mich für allerlei glitzerndes Zeugs ("Bling Bling") interessiere und kennt da natürlich jemanden (sein Schwager) der so einen Laden betreibt. Ich schaue mir die Auslagen in den Vitrinen in dem kleinen Laden an, aber so ganz das Richtige ist nicht dabei ... kein Problem, der Juwelier kann alles anfertigen, was ich mir wünsche - einen grünen, geschliffenen, funkelnden Peridot-Edelstein in Tropfenform, eingefaßt in Silber als Anhänger für meine silberne Halskette, passend zu meinem Armband. Mit Bargeld anzahlen und den nächsten Tag abholen ... ich will erst wieder mit meiner Kreditkarte bezahlen, aber die funktioniert ja doch nicht.
Mit dem Tuk-Tuk weiter zu ein paar Kleiderläden mit Batiksachen (ein Laden davon betrete ich jetzt schon zum dritten Mal), aber leider wieder nichts Passendes gefunden (zu grelle Farben, nur für Touristen oder vom Schnitt unpassend oder doch nicht genau mein Farbtyp). Wenn ich die Idee mit dem Kleid im Batikmuster weiterverfolge, muß ich wohl doch anfangen, zu Hause selber zu färben. Mit dem Tuk-Tuk zurück ins Hotel.
Abend: aus dem mit Wolken bedeckten Himmel fängt es an, zu regnen. Ich sitze im Hotelzimmer und erstelle eine Abrechnung über alle auf dieser Reise gekauften Produkte - Ayurveda-Medizin, das Armband, das Seidentuch, das Holzkistchen, die Flip Flops und der Anhänger für die Halskette. Limit von 430 Euro erreicht (eigentlich schon überschritten), so viel wollte ich doch gar nicht ausgeben ... ab jetzt Einkaufsstop (außer vielleicht noch ein Päckchen Tee).

[11.09.17 / 23:59] Bentota Tag 4. Vormittag: ich bleibe im Schatten, der Pool ist für mich die nächsten Tage tabu.
Mittag: das mitgebrachte Buch weiterlesen im Zimmer.
Nachmittag: mit dem Tuk-Tuk zu einer Shoppingtour nach Aluthgama. Ein Laden mit Holzschnitzkunst und angeschlossenem Juwelier ... ich betrachte (wie magisch angezogen) den Gold- und Silberschmuck mit den eingearbeiteten Edelsteinen - aber eigentlich will ich doch nur ein kleines Holzkistchen für meinen Schmuck zu Hause kaufen. Der Verkäufer zeigt mir ein Exemplar aus Tamarindenholz in dem auch garantiert ein Armband reinpaßt (er führt es mir vor). Ich bin überzeugt und will es kaufen ... Kreditkarte "declined". Passiert mir auch auf jeder Reise, einmal im Ausland teuer eingekauft und danach ist die Plastikkarte gesperrt und wertlos, zum Glück habe ich für solche Notfälle noch eine zweite Karte (die mir eigentlich gar nicht gehört) zur Verfügung. Weiter in einen nächsten kleinen Schuhladen (der Tuk-Tuk-Fahrer weiß schon wo) und ein paar einfache und feminine Leder-Flip-Flops in meiner Größe in Auftrag geben.
Weiterer Verlauf des Nachmittags: kurz zurück ins Hotel, das Buch weiterlesen - und dann Aluthgama Shoppingtour Teil 2 mit einem anderen Tuk-Tuk-Fahrer. Etwas in den Kleiderläden nach Batiksachen stöbern ... leider nichts Passendes gefunden - zurück ins Hotel.
Abend: Abendessen mit Menükarte (diesmal wegen zu wenig Gäste kein Buffet), auf meinen Wunsch hin endlich scharf. Das Wetter blieb den ganzen Tag lang trocken, kein Regen, nur Wechsel aus Sonne und Wolken am Himmel.

[10.09.17 / 23:59] Bentota Tag 3. Vormittag: Strand und Meerwasser. Ein ziemlich hoher Wellengang mit gefährlicher Unterströmung, mal stehe ich nur mit den Füßen im Wasser und im nächsten Moment schon mit beiden Beinen fast bis zur Hüfte.
Nach meinem Versuch etwas naß zu werden, gehe ich wieder zurück zur Strandbar und lege mich auf die Liegen unter dem Schatten der Palmen. Eingecremt habe ich vorher nur mein Gesicht und etwas den Oberkörper - was soll schon passieren so nah am Äquator und auch noch im Schatten? (Späterer Sarkasmus der Autorin.) Die "Jungle Dogs" (wilde, freilaufende Hunde) im Umkreis der Strandbar machen das auch so und legen sich irgendwo in den Schatten.
12:00 Uhr, die Sonne steht eindrucksvoll im Zenit und wirft kaum einen Schatten (überprüft mit einer Wasserflasche auf dem kleinen Holztisch neben der Strandliege), ich mache einen kleinen Rundgang am Strand in der Nähe des Warahena Beach Hotel (damit die weißen Beine braun werden) ... was soll schon passieren? Nur 20 Minuten, ich habe ja das Gesicht und die Schultern eingecremt (der Leser erahnt es bereits).
Nachmittag: etwas auf der Terrasse des Hotelzimmers (im Schatten) ein Buch lesen, Tee trinken und den Empfang des WLANs des Hotels ausprobieren. Den Nachmittag entwickelt sich ein schmerzhafter, roter Sonnenbrand an allen Stellen meines Körpers, die ich nicht eingecremt (LSF 20) habe - also meine vordere Körperseite (die auf der Liege der Sonne zugewandt war) und alles ab Ausschnitt abwärts. Nur mein Gesicht, die Schultern und das Dekolleté bleiben verschont (man kann genau erkennen, wo ich mich eingecremt habe, und wo nicht). Ein richtiger Bikini-Sonnenbrand mit genauer Abzeichnung des Bandeau-Oberteils. Die Füße und die Knie hat es besonders schwer getroffen ... als der Schatten auf den Strandliegen unter den Palmen sich immer weiter zurückgezogen hat und ich nicht mehr ausweichen konnte. Zum Glück habe ich von meiner letzten Reise nach Tel Aviv das Aloe-Vera-Gel dabei und bin vorbereitet. Etwas Brandsalbe und die richtigen Aloe-Vera-Pflanzen im Garten des Hotels, die mir netterweise vom Personal zur Verfügung gestellt werden, komplettieren meine kleine Sonnenbrand-Notfall-Reiseapotheke ... Hauptsache das Gesicht hat es nicht erwischt, alles andere kann ich weiterhin mit langer Kleidung abdecken.
Wahrscheinlich der einzige Tag, an dem es richtig sonnig ist, mit blauen Himmel und nur ein paar Schleierwolken ... wo sind die tiefdunklen Regenwolken, auf die ich mich jeden Tag immer so gefreut habe? Wenigstens das Abendessen ist diesmal leicht scharf.

[09.09.17 / 23:59] Bentota Tag 2. Vormittag: mit dem Tuk-Tuk nach Aluthgama, Besuch der Buddha-Statue und des Tempels mit dem örtlichen Bodhi-Baum daneben ... endlich mal einen Tempelelefanten fotografieren. Danach Weiterfahrt zu einem kleinen Kräutergarten mit etwas günstigerer Ayurveda-Medizin im Verkaufsangebot.
Das Wetter bleibt wechselhaft zwischen mal Wolken, mal Sonne. Den Mittag verbringe ich noch am Pool, den Nachmittag bin ich wieder am Strand - mit dabei meine Fotokamera ... um die Selfie-Funktion mit dem umgeklappten Bildschirm im Schatten der Strandbar auszuprobieren. Im Bikini laufe ich dann danach ein paar Meter am Strand entlang, die Sonne vermischt sich mit dunkleren Wolken.
Zurück zum Hotel, etwas im Pool baden, duschen (2x, Pooldusche und Zimmerdusche) und danach Abendessen, erst jetzt setzt wieder ein Regenschauer ein (der Kreislauf des äquatorialen, tropischen Klimas - tagsüber verdunsten, Sonne, Wolken, abends Regen).

[08.09.17 / 23:59] Bentota Tag 1. Vormittag: Fahrt von Yale nach Bentota, über eine bemerkenswert schöne Autobahn, finanziert von den Chinesen.
Mittag und Nachmittag: Ankunft im Hotel Bentota Village, welches vorher gebucht wurde für den extra Strandurlaub nach der mehrtägigen Rundreise durch Sri Lanka, Abschied von der kleinen Reisegruppe und dem Reiseleiter. Im Hotel erstmal einen schwarzen Tee und einen Salat bestellen, das Wetter bleibt weiterhin bedeckt.
Nachmittag: mit dem hoteleigenen Tuk-Tuk-Shuttleservice zum Strand (alleinstehende Frauen sollen da ja bloß nicht zu Fuß gehen, jederzeit könnte ein fremder Kerl aus dem nächsten Gebüsch springen und die schutzlose Frau anquatschen, zwecks Abwerbung zu einem anderen Restaurant, Hotel, Schmuck- und Antiquitätenladen usw.). Ich habe mich für den Strand umgezogen, Beachwear - mein langer, schwarzer, italienischer Faltenrock (weht schön im Wind) + meine grüne Stricktunika + mein schwarzer Bandeau-Bikini. Das Wetter am fast menschenleeren Strand: Regenwolken am Horizont.
Mit dem Tuk-Tuk zurück zum Hotel, einmal richtig schwimmen (mit meinen Bikini) im Swimming Pool (bei leichten Nieselregen) - es ist nur ein kleines Hotel und so viele Gäste sind da nicht, die mich irgendwie dabei beobachten könnten (speziell mein "Problem" in der Bikinizone weiter unten ... bald ist es weg). Später Abendessen im Hotel, leider nicht so große landestypische Auswahl am Buffet (Nebensaison und wirklich wenig Gäste) und überhaupt nicht scharf (jedenfalls nicht als "Chilihead").

[07.09.17 / 23:59] Nuwara Eliya - Yale. Vormittag: Fahrt auf den Serpentinen abwärts, vom Hochland ins Tiefland, vorbei an einer Teeplantage mit Teepflückerinnen, einem sehr hohen Wasserfall und immer wieder Panoramablicke auf die "Highlands". Tiefstehende Wolken, Dunst zwischen den Bäumen und den Tälern und immer noch dieser ununterbrochene, leichte Regen. Erst gegen Mittag, als wir wieder das Tiefland erreichen, wird es wieder etwas wärmer und es hört auf zu regnen (das Wetter bleibt aber leicht dunstig).
Nachmittag: Weiterfahrt zur Jeepsafari im Yale Nationalpark, der erste Elefant begegnet uns schon auf dem Hinweg an der Straße. Vorsichtig vorbeifahren, wer in Sri Lanka Elefanten tötet oder lebensgefährlich verletzt, kommt für mindestens 20 Jahre ins Gefängnis ... finde ich gut, daß Elefanten hier so ein Menschenrecht haben.
Am Eingang des Nationalparks, Umstieg auf die Jeeps mit Anbau/Extra-Sitze für die Besucher auf der Ladefläche. Welche Tiere gibt es auf so einer Tour zu sehen? Warane, Wasserbüffel, Affen auf einem Felsen in einem ausgetrockneten Fluß (die "Affenkolonie"), Rehe/Hirsche, diverse Vögel - und Leoparden.
Nach einem kurzen Halt am Stausee, steigen wir wieder in die Jeeps - die Nachricht geht unter den Fahrern der Jeeps herum, jemand hat irgendwo einen Leopard entdeckt. Wahrscheinlich alle Jeeps des Nationalparks fahren jetzt in diesem Moment zu der einen Stelle im Park, um den Leopard zu suchen - es bildet sich ein riesiger Stau auf der unbefestigten Straße in der Nähe der vermuteten Raubkatze ... an jeder anderen Stelle des Parks ist es jetzt bestimmt richtig schön ruhig und die Tiere haben endlich ihre Ruhe vor den Touristen und den Jeeps. Nicht so der Leopard - dieser ist bestimmt schon längst an dem Gestank der Dieselabgase der vielen Jeeps erstickt oder hat sich zurückgezogen. Die Ranger oder Wildhüter (oder einfach "Guides") an Bord der Geländewagen bleiben optimistisch (der Motor wird endlich abgestellt) und suchen die Gegend ab ... irgendwo soll der Leopard sein, einige der Mitfahrer entdecken ihn. (So ein "psychisches" Ding, wenn man ganz fest daran glaubt? So wie der Yeti und der Bigfoot?) Ich sehe nichts außer hohes Gras, Büsche, Bäume, orangefarbene Termitenhügel. Es folgt noch ein verschwommenes, unscharfes, verzerrtes Foto beim Abfahren - vielleicht ist dieses Fabelwesen genau darauf zu sehen? Leider auch nicht, wie ich später beim Durchsehen der Fotos feststellen werde. Der Ersatz-Akku meiner Kamera hat auch den Geist aufgegeben - die drei schönen Elefanten am Straßenrand kann ich, auf der Weiterfahrt mit dem Minibus, auch nicht mehr aufnehmen.
Abend: Ankunft nach Sonnenuntergang im Hotel Jetwing Yala, nur das Meeresrauschen in der Dunkelheit läßt erahnen, daß wir nicht allzu weit vom Meer und einem Strand entfernt sind. Dieses besondere Rauschen setzt sich auch weiter fort in der Architektur der Hotelzimmer - das Bad gleicht einer riesigen Grotte, durchlüftet von der frischen Meeresbrise. Abendessen auf der Hotelterrasse, die kleine Reisegruppe sind vielleicht die einzigen Gäste des großen 5-Sterne-Hotels in der Nebensaison.

[06.09.17 / 23:59] Kandy - Nuwara Eliya. Vormittag: Besuch zweier Geschäfte in Kandy für Kunsthandwerk - Holzschnitzereien und Seide sowie weitere Textilien. Ich bin auf der Suche nach einem echten Seidentuch, rechteckig und grün-schwarz, mit floralem Muster. Die großen Saris interessieren mich nicht so sehr, Schals habe ich schon genug (Nachtrag, ich hätte doch einen echten Kaschmir-Schal kaufen sollen), das kleine schwarze-grüne Seidentuch, welches ich entdecke und in mein Suchraster paßt, probiere ich vor einem Spiegel an. Um die Schultern gelegt, zu einem Dreieck gefaltet, als Kopftuch (persischer Stil) mit viel sichtbaren blondem Haar ... sollte ich irgendwann mal in eine orientalische Familie einheiraten, bringt das bestimmt einen Pluspunkt bei einer sehr traditionellen Schwiegermutter.
Mittag: Eintritt in den botanischen Garten von Kandy, anfangs ist das Wetter noch teilweise sonnig, aber es beginnt schnell ein leichter Nieselregen aus den grau-blauen Wolken zu fallen. Ich mache viel zu viele Fotos von der weitläufigen Parkanlage, ich beschränke meine Auswahl auf das Orchideenhaus und den Ficus (also so groß kann mein Zimmerpflanzen-Ficus als Baum werden). Der Nieselregen wechselt über zu richtigen Regen.
Nachmittag: Fahrt ins Hochland von Sri Lanka, ein paar kurze Fotostops an Teeplantagen und Besichtigung einer aktiven Teefabrik. Ich kann den Erklärungen über die maschinelle Verarbeitung des Tees gar nicht folgen, so schnell wie die Reisegruppen durch die Fabrik geschleust werden ... Endpunkt ist der Verkaufsladen mit dem teuren, fabrikeigenen, schwarzen Ceylon-Tee. Ich trinke zwar noch eine Tasse Tee auf der Terrasse, aber kaufen werde ich den Tee günstiger woanders (z.B. wenn ich irgendwo einen Supermarkt finde, wo die Einheimischen ihren Tee auch kaufen ... bis dahin sammle ich aus jedem Hotelzimmer die Teebeutel neben der Minibar). Danach Mittagessen in einem Restaurant mit Panoramaterrasse - gerne genutzt von den internationalen Gästen für Selfies - und Weiterfahrt über die Serpentinenstraße nach Nuwara Eliya.
Nuwara Eliya, 1890 m über dem Meeresspiegel, Wetter: dunkel, grau, Regen. Ankunft im Hotel Jetwings St. Andrews - ein altes britisches Kolonialhotel, anschließend Stadtrundgang ... aber das Wetter ist so kalt und regnerisch, daß ich nur schnell wieder zurück ins (beheizte) Hotel will. Ich habe zwar zum Glück noch meine leichte Baumwolljacke dabei, aber die Fleecejacke oder der Kapuzenpullover zum Darunterziehen wäre noch besser gewesen (wenigstens die dünne Stretch-Jeans - die ich schon die ganze Rundreise anhabe und mich vor der aggressiven Sonnenstrahlung am Äquator schützen soll - erfüllt seinen isolierenden Zweck auch hier). Zurück ins Hotel - Teatime, schwarzer Ceylon-Tee auf der überdachten und verglasten Terrasse mit Blick den Hang hinunter auf das verregnete Nuwara Eliya (später dann Abendessen im Hotel ... irgendwo zwischen den verwinkelten Gängen, im großen Eßzimmer, vorbei an dem Billard- und dem Kaminzimmer).

[05.09.17 / 23:59] Dambulla - Kandy. Vormittag: Aufstieg zu den Höhlentempeln in Dambulla, ein riesiger Felsvorsprung überragt die Eingänge zu den kleinen Höhlen, bestückt mit vielen Buddha-Statuen (liegend, sitzend), und wahrscheinlich ein paar Statuen der Erbauer, Mönche und Stifter. Beim Tempel neben dem Bodhi-Baum erhalte ich gegen ein paar Rupien ein kleines, weißes Bändchen um mein Handgelenk ... ich wollte erst keins - Karma kann man nicht kaufen. Das Wetter ist noch sonnig und es sind an diesem Vormittag (und Vollmondtag) noch wenig spirituelle Besucher und Touristen unterwegs.
Mittag: Fahrt nach Kandy, unterwegs Besuch eines Gewürzgartens in Matale (mit Massage, Kopf und Schultern) und anschließendem Einkauf von (relativ teurer) Ayurveda-Medizin (Balsam zum Einreiben, Öle zum Auftragen ... oder für Duftlampen).
Nachmittag: Ankunft im Hotel The Tourmaline in Kandy, Besichtigung des Zahntempels mit der Zahnreliquie von Buddha. Viele einheimische Besucher sind an diesem Vollmondtag in dem für Sri Lanka wichtigen buddhistischen Tempel unterwegs - genau wie in Tokio, verzichte ich aus Respekt, Fotos vom Inneren des Tempels zu machen (die Reliquie wird auch nur alle paar Jahre den Besuchern gezeigt). Es fängt an, zu regnen.
Nach der obligatorischen Besichtigung des Weltkulturerbes, schließt sich der Besuch einer Edelsteinschleiferei an ... und des großen Showrooms mit den vielen glitzernden Kaufexemplaren in den Vitrinen - darauf habe ich mit meiner Kreditkarte nur gewartet. In der eher günstigen Ecke mit dem Silberschmuck, lasse ich mir von den Verkäufern ein paar Armbänder anprobieren. Nachdem ich mich für das günstigste Exemplar entschieden habe (es muß irgendwie noch in das Limit meiner Kreditkarte passen), kaufe ich ein silbernes Armband mit grünen Peridot-Edelsteinen und Echtheits-Zertifikat (von einem Geologen höchstpersönlich unter dem Mikroskop geprüft) ... jetzt fehlt mir nur noch der passende Anhänger für die Halskette. Während ich viel Zeit zwischen funkelnden Edelsteinschmuck und Gesprächen mit dem Verkaufspersonal verbringe, befindet sich der Rest der kleinen Reisegruppe schon in einem Theater ganz in der Nähe und verfolgt die Folklore-Show der "Kandy Lake Club" Tanzgruppe. Ich verpasse nur den Anfang des Programms des an sich ganz interessanten Auftrittes der Tänzer und Trommler.

[04.09.17 / 23:59] Sigiriya - Polonuaruwa. Vormittag: Fahrt nach Sigiriya, Besichtigung des Löwenfelsens - und Aufstieg auf den großen Felsen in der prallen Sonne zwischen vielen Touristen und einheimischen Besuchern ... aber der Anblick des Freskos mit den Wolkenmädchen (UNESCO-Weltkulturerbe) ist es wert. Bis hierhin führt der Weg noch im Schatten des Felsens vor der Vormittagssonne entlang, die Wendeltreppe bis zu den Wolkenmädchen erinnert mich irgendwie an die vergitterten Treppenstufen des Eiffelturms in Paris. Weiter bis zum Plateau mit dem Löwentor, den anschließenden Aufstieg bis nach ganz oben, über die schmale Treppe auf der Sonnenseite des Felsen, durch den sich die ganzen Touristenmassen quetschen ... spare ich mir. Was erwartet mich ganz oben? Auch nur Grundmauern von Ruinen, die ich schon auf dem Werbeplakat am Flughafen gesehen habe. Während die kleine Gruppe mit dem Reiseführer nach oben klettert, bleibe ich auf der unteren Ebene im Schatten der Bäume und vertreibe mir die Zeit mit meiner Kamera, das kleine Stativ und Panoramafotos. Nach Rückkehr der Reisegruppe, Abstieg und Besuch des Museums, Fahrt zurück zum Hotel.
Nachmittag: Polonuaruwa, archäologischer Park, dunkle Gewitterwolken ziehen über den Ruinen auf. Wir eilen durch das Gewitter und den Regen durch den Park und den alten Resten von früheren Gebäuden, zum Fotografieren bleibt kaum Zeit ... mit dem Schirm in der einen, und der Kamera in der anderen Hand, Blitz und Donner über mir - aber ich finde den Regen schön (die Einheimischen auch, er beendet die Trockenzeit zwischen den zwei Regenzeiten im Jahr). Auf der Rückfahrt halten wir noch an einem Stausee, fern am anderen Ufer stehen ein paar Elefanten - zu klein für meine Kamera (auf dem Hinweg stand schon ein Elefant auf der Straße - zu schnell und zu überraschend für mich und meine Kamera).

[03.09.17 / 23:59] Colombo - Anuradhapura. Vormittag: Fahrt an der Küste entlang, Besuch eines privaten Hindutempels und eines Wochenmarkts (mit viel Gemüse und Fisch). Mittag: kleines Buffet unterwegs in einem Restaurant mit Panoramablick auf die Umgebung. Minutenlang beobachte ich die kleine, runde Wolke an dem Berg am Horizont ... sie bewegt sich nicht - es ist eine große, weiße Stupa.
Nachmittag: Besichtigung des uralten Bodhi-Baums + Tempel in Anuradhapura (ein direkter Ableger des Bodhi-Baums unter dem Buddha gesessen hat). Der Reiseleiter führt uns weiter zu anderen alten Klosterruinen, Dagobas und Stupas (die ich so nicht mehr einordnen kann) bis zu der großen, weißen Dagoba in Anuradhapura. Es ist Sonntag kurz vor Vollmond, viele Einheimische sind in Weiß gekleidet und besuchen die Prozession (mit Trommler und Musik) rund um die große, weiße Stupa. Viele Mönche sind auch anwesend, darunter auch sehr alte, die irgendwie wichtig und respektvoll aussehen (Notiz für mich: die Mönche in dunkelrot sind nicht die "Prospects des MC", sie stehen nur ein oder zwei Kasten unter denen mit der orangefarbenen und roten Kutte).
Abend: Ankunft im Hotel Cinnamon Village Habarana (große Hotelanlage mit großem Buffet).

[02.09.17 / 23:59] 2:00 bis 8:00 Uhr - Flug Dubai - Colombo ... fast hätte ich den "Final Call" am Gate verschlafen. Flugzeug: eine B777 der Emirates.
10:00 bis 14:00 Uhr - Transfer und Ankunft im Hotel Ramada Colombo.
16:00 bis 18:00 Uhr - kleine Stadtrundfahrt durch Colombo mit dem Minibus und Kennenlernen der kleinen Reisegruppe (nur 5 Personen zusammen) mit der ich die nächsten Tage durch Sri Lanka reise. Bei der Stadtrundfahrt probiere ich endlich mal meine neue Kamera aus und mache ein paar Fotos - die Straßenszene mit der Moschee und dem Werbeplakat für Saris, einen buddhistischen Tempel und den Stadtpark mit einer Buddha-Statue und einem Bodhi-Baum. (Nicht mehr in der Bildauswahl sind der Hindutempel und das riesige Bauprojekt "Port City" der Chinesen.)

[01.09.17 / 23:59] 15:00 bis 23:59 Uhr - Flug Frankfurt - Dubai mit Emirates. Der A380 besitzt im Bordprogramm für die Passagiere eine kleine "Kommandozentrale". Den ganzen Flug über beobachte ich auf dem kleinen LCD-Bildschirm vor mir die wichtigsten Instrumente (Horizont, Speed, Altitude) und die kleine Positionskarte (wir fliegen doch nicht über Syrien und Irak). Zur Landung kurz vor Mitternacht schalte ich um auf die Frontkamera ... den "Burj Khalifa" sehe ich aber auch so von meinem Fensterplatz.

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Kommentar:

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg
Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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